Endlich mal wieder ein Sieg: Die VfL-Profis überzeugten in den zweiten 45 Minuten gegen 1899 Hoffenheim - und setzten damit einen neuen Maßstab, an dem Trainer Valérien Ismaël sie messen wird. Endlich mal wieder ein Sieg: Die VfL-Profis überzeugten in den zweiten 45 Minuten gegen 1899 Hoffenheim - und setzten damit einen neuen Maßstab, an dem Trainer Valérien Ismaël sie messen wird. © Imago
Endlich mal wieder ein Sieg: Die VfL-Profis überzeugten in den zweiten 45 Minuten gegen 1899 Hoffenheim - und setzten damit einen neuen Maßstab, an dem Trainer Valérien Ismaël sie messen wird.

VfL: Zweite Halbzeit gegen Hoffenheim ist jetzt der Maßstab

Einmal kurz durchatmen - mehr können sich die VfL-Profis nach dem so wichtigen 2:1 im Abstiegskampf gegen 1899 Hoffenheim nicht erlauben, denn der Wolfsburger Fußball-Bundesligist ist mit 22 Punkten noch längst nicht alle Sorgen los. Dreimal ist er in seiner fast 20-jährigen Erstliga-Historie fast abgestiegen, zweimal reichten am Ende 34 Punkte. Doch Olaf Rebbe ist weit davon entfernt, jetzt schon den Rechenschieber herauszuholen. „Ich schaue momentan nur ungern auf die Tabelle“, sagt der VfL-Sportdirektor.

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Denn der VfL hängt immer noch unten drin und muss befürchten, dass es bis zum Ende eng werden könnte mit dem Klassenerhalt. In den Spielzeiten 2005/06, 2006/07 und 2010/11 hätte es die Wolfsburger fast erwischt, erst am letzten Spieltag war jeweils 2006 und 2011 die Rettung erfolgt. 2007 war die Situation ebenfalls dramatisch, da war der VfL erst am vorletzten Spieltag sicher. Wird es diesmal wieder so eng? In den vergangenen Jahren reichten meist 34 Punkte zum Klassenerhalt. Heißt: Der VfL braucht mindestens noch vier Siege. „Mit der moralischen Top-Leistung konnten wir uns zwar ein bisschen aus der Enge befreien, aber wir stehen immer noch in Zugzwang“, mahnt Rebbe. Zu Recht, denn in dieser Saison hatte man nach Siegen häufiger mal das Gefühl, dass die Profis im ersten Spiel nach einem Dreier etwas die Zügel schleifen ließen. Rebbe: „Man muss die Gefahren kennen, wenn man nicht punktet.“ Das gilt fürs Team, aber auch für Trainer Valérien Ismaël, um den es bei einer erneuten Niederlage mindestens eine öffentliche Diskussion gegeben hätte. Nach einem Donnerwetter zur Pause von ihm hatte sein Team das Spiel noch gedreht. Ist diese starke zweite Halbzeit jetzt der Maßstab? „Ja, das ist unser Maßstab. So wollen wir auftreten“, sagt der Trainer, der nach dem Sieg so geladen war, dass er sich erst einen Tag später richtig über den Erfolg freuen konnte. Ismaël glaubt, dass sein Team alles mitbringt, um künftig auch von Beginn an so spielen zu können: „Die Disziplin ist da, Kampfgeist auch, das Miteinander stimmt, die Bereitschaft ebenfalls - wir haben alles, was man braucht in dieser Situation.“ Fast alles. Ismaël weiter: „Was uns fehlt, ist der Mut, dem Gegner wehzutun.“ Immerhin: Gegen 1899 waren er in der zweiten Halbzeit da.

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