06. November 2018 / 10:09 Uhr

VfR Neumünster bezwingt Inter Türkspor Kiel

VfR Neumünster bezwingt Inter Türkspor Kiel

Jan-Philipp Wottge
Ein Tänzchen zum Hinrundenausklang: VfR-Akteur Idris Alioula (vorne) verteidigt den Ball gegen Türkspors Semih Aydemir.
Ein Tänzchen zum Hinrundenausklang: VfR-Akteur Idris Alioula (vorne) verteidigt den Ball gegen Türkspors Semih Aydemir. © Sonja Paar
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Ein Makel blieb: Der VfR Neumünster beendete die Hinrunde der Fußball-Oberliga trotz eines 2:0-Erfolgs gegen Inter Türkspor Kiel auf einem Abstiegsplatz. Die Enttäuschung an der Geerdtsstraße hielt sich aber in Grenzen, schließlich ist der Abstand zum Schlusslicht aus Lägerdorf mittlerweile größer als zum Masters-Qualifikanten TSV Bordesholm.

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„Die Ergebnisse des Wochenendes waren gut für uns. Ich kann mich sogar über einen PSV-Sieg freuen, denn damit steckt Frisia auch im Abstiegskampf“, kommentierte VfR-Coach Jörg Zenker süffisant den 3:2-Erfolg des Stadtrivalen in Lindholm. Doch viel mehr erfreute den Trainer die Performance des eigenen Teams. Das kehrte nach der 2:3-Niederlage beim VfB Lübeck II sofort wieder in die Erfolgsspur zurück.

Erneut verkörperten die Veilchen die Attribute Laufbereitschaft, Kampf und Disziplin. „Da war nicht viel Fußball, aber sie haben unbändigen Willen gezeigt. Den habe ich bei uns komplett vermisst. Wer zwei Tore schießt und keins bekommt, hat verdient gewonnen“, sagte Inter-Coach Harry Witt und monierte, dass sich seine Elf nur eine zwingende Torchance erspielte.

Und die vergab ausgerechnet Ex-Veilchen Aladjie Barrie, der das Gleichgewicht verlor, nachdem er VfR-Keeper Christopher Newe bereits umspielt hatte. Ansonsten blieb Inter harmlos. „Wir hatten einen Plan, wie wir sie verteidigen wollten. Den haben wir mit hoher Laufbereitschaft umgesetzt und ihre starke Offensive nahezu lahmgelegt“, stellte Zenker zufrieden fest. „Wir haben auch Kraft für 100 Minuten, deswegen können wir diese Intensität durchziehen.“

Zenkers Schachzüge gingen auf. Auch die umgebaute Viererkette funktionierte. Sita Lututala, der den gelb-rot-gesperrten Hogir Busali im Zentrum ersetzte, und Linksverteidiger Otto Schmidt (für den urlaubenden Sabri Nasri) erfüllten ihre Aufgaben ohne Fehl und Tadel. „Langsam bekommen wir ein Luxusproblem“, sagte Zenker schmunzelnd. Nur bei der Offensivleistung fand Zenker noch ein Haar in der Suppe: „Wir lassen vor dem Tor noch zu viel liegen.“ Dennoch: Tarik Alioua nach Khemiri-Querpass (52.) und wenig später Khemiri (65.) aus spitzem Winkel trafen zum souveränen Heimsieg.

Die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist längst zurück. „Wir merken, dass es funktioniert, was wir uns erarbeiten. Jetzt passen auch die Ergebnisse. Der Prozess geht aber immer weiter, wir können noch viel mehr spielerische Akzente setzen“, erklärte Zenker.

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