06. März 2018 / 20:38 Uhr

VGH-Fairness-Cup des NFV: Der FC Höherberg liegt im Fußballkreis Göttingen-Osterode vorne

VGH-Fairness-Cup des NFV: Der FC Höherberg liegt im Fußballkreis Göttingen-Osterode vorne

Redaktion Sportbuzzer
Rote Karte
Gibt beim Fairness-Cup fünf Punkte: die rote Karte. Je mehr Punkte ein Team sammelt, desto schlechter steht es im Ranking da. © dpa
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Fairness ist nicht nur, aber vor allem im Sport ein wichtiger Faktor. Deshalb zeichnet der Niedersächsische Fußballverband (NFV) die fairsten Teams aller Ligen beim VGH-Fairness-Cup aus. Die Mannschaften in der Region Göttingen liegen derzeit vor allem im mittleren und hinteren Teil des Rankings.

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Zur Halbzeit der Fußball-Saison steht die SVG Haste aus der Kreisliga Osnabrück-Stadt mit einem Wert von 0,7 an der Spitze des Rankings beim VGH-Fairness-Cup. Die Osnabrücker haben in bisher zehn Spielen sieben gelbe Karten gesammelt. Man muss sich ein wenig durch die Liste arbeiten, um das erste Team aus der Region Südniedersachsen zu finden. Der Kreisligist FC Höherberg folgt dann aber doch relativ weit vorn auf Platz 34 und einem Wert von 1,29. 17 gelbe Karten in 17 Spielen und lediglich einmal Rot stehen auf dem Konto des Kreisligisten.

„Wir freuen uns absolut darüber“, sagt Volker Elsenhans, Teambetreuer beim FC Höherberg. „Für so eine geringe Kartenanzahl braucht es auch Glück“, gibt er sich bescheiden. 985 Mannschaften von der Kreisliga bis zur Bundesliga nehmen am Fairness-Cup teil. Zweitfairste Mannschaft aus der Region Göttingen ist ebenfalls ein Vertreter der Kreisliga: Der Nikolausberger SC steht mit 1,81 Punkten auf Platz 151. In 16 Spielen sammelten die Nikolausberger 24 gelbe und eine rote Karte.

Die Fußball-Saison 2017/18 in der Region Göttingen/Eichsfeld in Bildern.

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Danach folgt erst einmal recht lange kein Vertreter aus der Region Göttingen. Erst auf Platz 215 reiht sich das Eichsfelder Team der SG Bergdörfer mit einer glatten 2,0 ein. Die übrigen Teams aus der Region folgen dahinter, die meisten mit einem Fairness-Wert zwischen drei und vier. Im Mittelfeld liegt das Bezirksliga-Team des 1. SC Göttingen 05 auf Platz 459 mit einem Wert von 2,5. „Wir versuchen immer, jedes Spiel sportlich fair zu gestalten. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass man fair spielt“, sagt 05-Trainer Oliver Gräbel. Allerdings richten die 05er ihre Spielweise nicht unbedingt an der Platzierung beim Fairness-Cup aus – der Sieg stehe schon im Vordergrund.

Das Schlusslicht aus Regionssicht bildet derzeit der Tuspo Weser/Gimte. Der Bezirksligist steht auf Platz 974 und bringt es auf 4,61 Punkte. In 13 Spielen sammelte der Bezirksligist 43 gelbe, zwei gelb-rote und drei rote Karten. Tuspo-Trainer Matthias Weiser sieht den Cup kritisch, weil vor allem die Karten in die Wertung eingehen. „Es kommt immer darauf an, wie die Karten gegeben werden und wie es der Schiedsrichter sieht“, so Weiser. Solange es in den Zweikämpfen fair bleibe, sei für ihn alles in Ordnung. Hauptsache sei, dass sich niemand verletze.

Im Kreisvergleich liegt der Kreis Göttingen/Osterode übrigens auf Platz 36 von 40. Allerdings ist die momentane Wertung alles andere als in Stein gemeißelt: Das Verhalten der Teams in der Rückrunde wird nun entscheidend sein. Auch die Teams aus der Region können sich noch weiter nach vorne arbeiten. Die beste Ausgangsposition hat derzeit natürlich der FC Höherberg.

Am Ende der Saison wird abgerechnet – und die ersten drei Mannschaften erhalten Preise: Das Team auf Platz eins darf ein Trainingslager in Barsinghausen absolvieren. Der Zweitplatzierte wird bei einem Heimspiel von Hannover 96 geehrt. Der Drittplatzierte erhält einen Gutschein für Sportartikel im Wert von 1500 Euro. Für die Schlusslichter der Wertung solle der Cup eine Möglichkeit sein, an ihrer Einstellung zu arbeiten, so der NFV. Wer weiß, vielleicht gelingt ihnen dann ja das gleiche Kunststück wie dem zurzeit Erstplatzierten im Fairness-Ranking, der SVG Haste. Der Club landete in den vergangenen Jahren immer auf den hinteren Plätzen.

So werden die Punkte errechnet: Gelbe Karten werden mit je einem, gelb-rote Karten mit je drei und rote Karten mit je fünf Strafpunkten geahndet. Zusätzlich schlagen Sportgerichtsurteile oder auch das Nichtantreten von Mannschaften mit zehn Zählern zu Buche. Die Summe der Strafpunkte geteilt durch die Anzahl der Saisonspiele ergibt den Fairness-Quotienten.

von Finn Lieske

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