Mann des Tages beim VfB Lübeck: Torschütze Gary Noel Mann des Tages beim VfB Lübeck: Torschütze Gary Noel © objectivo/Kugel
Mann des Tages beim VfB Lübeck: Torschütze Gary Noel

Viel Luft nach oben im Regionalliga-Derby

Dank Gary Noel gewann der VfB in einem Derby vor immerhin 1720 Zuschauern auf überschaubarem Niveau mit 1:0 gegen Eichede.

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Derbytime auf der Lohmühle: Zum ersten Mal in einem Regionalliga-Pflichtspiel trat der SV Eichede unter Flutlicht beim VfB Lübeck an. Das Spiel war wenig glanzvoll, lebte von der Spannung. Wie schon im Hinspiel gewannen die Lübecker knapp mit 1:0. Das Tor fiel erst sehr spät (86.) – der gefeierte Schütze war der eingewechselte Stürmer Gary Noel.

„Wir haben gewusst, dass Eichede sehr sehr kompakt im 4-2-2-System spielt und auf Chancen lauern. In der ersten Halbzeit haben wir uns gut darauf eingestellt. Nach der Pause war es gegen den Wind schwer. Glücklicherweise macht Gary das erlösende 1:0. Habe meinen Jungs gesagt, dass eine Tor reicht“, sagte VfB-Trainer Rolf Landerl, „wir haben viel Luft nach oben und ordnen den Sieg richtig ein.“ Sein Kollege Martin Steinbek war enttäuscht. „Für uns war klar, dass wir absolut fighten und ans Limit gehen müssen. Meine Mannschaft hat das gut gemacht. Das späte Gegentor ist bitter“, sagte er. „Ich habe meinen Spielern nach dem Spiel ins Gesicht geguckt. Die Enttäuschung ist sichtbar.“

Zwei Veränderungen nahm Landerl im Vergleich zum Spiel beim Hamburger SV II (0:1) vor. Für den verletzten Aleksandar Nogovic rückte wieder Marc Lindenberg nach abgelaufener Gelbsperre in die Innenverteidigung. Nils Lange, Co-Trainer der Zweiten, saß bei seinem Comeback nach fast einem Jahr nur auf der Bank. Für Kubilay Büyükdemir spielte Jan-André Sievers. Bei den Gästen wollte Steinbek eigentlich mit der gleichen Formation wie beim 3:0 gegen St. Pauli II beginnen. „Das passte. Ich habe ein gutes Gefühl“, sagte der 46-Jährige optimistisch. Doch um 19.06 Uhr winkte Wackelkandidat Yannik Petzschke ab. „Es geht nicht“, sagte der Eicheder Verteidiger nach einem Härtetest beim Aufwärmen, der sich im Abschlusstraining eine leichte Kapselverletzung zugezogen und das linke Außenband gezerrt hatte. Für ihn rückte Petrik Krajinovic nach hinten und Nikita Bojarinow nahm dessen Part im defensiven Mittelfeld ein.

Im ersten Durchgang entwickelte sich vor 1.720 Zuschauern (Saisonrekord) in erster Linie ein Privatduell zwischen dem engagierten Lübecker Linksaußen Marvin Thiel und SVE-Torwart Julian Barkmann. Das erste Mal scheiterte Thiel in der elften Minuten nach einer Rechtsflanke von Henrik Sirmais. Auch in der Folge konnte er den Ball mit Rückenwind nicht im Tor der Stormarner unterbringen. Mit zwei weiteren tollen Paraden bewahrte der reaktionsschnelle Barkmann seine Elf vor einem Rückstand (28., 30.). Schon beim HSV II hatte Thiel eine Riesenchance liegen gelassen. Auf der anderen Seite hatte VfB-Schlussmann Jonas Toboll wenig zu tun. Einzig in der 22. Minute wurde es in seinem Strafraum gefährlich, als Bojarinow nach einer Ecke von Lucas Lohmann rechts vorbei köpfte.

Auf der Tribüne drückte übrigens VfB-Kapitän Dennis Wehrendt zwei Wochen nach seinem Trainingsunfall die Daumen. In der 54. Minute gab es dann wieder ein Lebenszeichen der Gäste. Mats Facklam zog aus 22 Metern einfach mal ab – der Ball touchierte die Latte. Das Niveau des Derby war eher überschaubar. Wenig Kombinationen, viele hohe Bälle. Obwohl Landerl zwei frische Angreifer (Noel und Richter) brachte und auf Dreierkette umstellte, lief bei den Hausherren nicht mehr viel zusammen. Fast hätte sich das gerächt. Doch Christian Peters (spielte in der Jugend beim VfB) traf nur den linken Pfosten (81.). Danach sah Eichedes Eudel Monteiro die Gelb-Rote Karte (84.) wegen Foulspiels an Büyükdemir. Dass der VfB mit einem blauen Auge davon kam, war Noel zu verdanken. Vier Minuten vor Schluss erlöste er die Grün-Weißen nach Vorarbeit von Thiel. Büyükdemir vergab noch das 2:0 (90.+1). „Das ist sehr ärgerlich. Wie wir gefightet haben, kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Wir waren einmal nicht wach. Das ist bitter“, sagte Barkmann. Noel erklärte: „Das war ein schweres Kampfspiel. Das war ein Sieg des Willens. Ein Tor für mich. Ich bin wieder glücklich.“

Statistik zum Spiel:

VfB Lübeck: Toboll – Sievers, Lindenberg, Marheineke, Gomig (71. Büyükdemir) – Meyer, Gebissa (57. Gebissa) – Sirmais, Maletzki, Thiel – Haritos (60. Richter).
SV Eichede: Barkmann – Fischer, Wachowski, Krajinovic, Eudel Monteiro – Kleine (62. Bieche), Bojarinow (76. Maltzahn), Lohmann, Janelt (46. Ridel Monteiro) – Facklam, Peters.
Zuschauer: 1.720.
Schiedsrichter: Christian Scheper (Emstek).
Gelbe Karten: Kleine, Bojarinow, Janelt.
Gelb-Rote Karte: Eudel Monteiro.
Tor: 1:0 Noel (86.).

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