Enttäuschung bei Andreas Gomig Enttäuschung bei Andreas Gomig © objectivo
Enttäuschung bei Andreas Gomig

Viele Chancen, keine Tore - VfB Lübeck erneut mit Niederlage

Die Entscheidung brachte ein Treffer in der fünften Minute.

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Eine Niederlage, so unnötig wie ein Kropf. Trotz bester Torchancen verlor der VfB Lübeck auch das zweite Regionalliga-Spiel innerhalb von nur vier
 Tagen. Nach dem 1:3 gegen den TSV Havelse zeigte der VfB Lübeck die richtige Reaktion, verlor bei der U21 des Hamburger SV allerdings unglücklich 0:1. Pechvogel war Andi Gomig, dem ein folgenschwerer Patzer unterlief.

Es lief die 84. Minute vor 590 Zuschauern im Wolfgang-Meyer-Stadion an der Hagenbeckstraße, als Verteidiger Moritz Marheineke seinem Torwart Jonas Toboll zurief: „Bring ihn rein.“ Der Ball sollte in den generischen Strafraum. Dort, wo die Grün-Weißen zuvor diesen einfach nicht über die Linie gebracht haben. „Wir wollten nach dem Havelse-Spiel anders auftreten. Meine Mannschaft hat die absolut richtige Antwort gegeben. Nur das Ergebnis stimmt leider nicht“, sagte Lübecks Trainer Rolf Landerl enttäuscht. „Wir haben öfters alleine vorm Tor gestanden, hätten uns belohnen müssen. Das ist ärgerlich, weil wir uns sehr ordentlich präsentiert haben.“

Die Entscheidung fiel schon nach fünf Minuten. Nach einen missglückten Rückpass von Gomig zu Marheineke stand der Hamburger Stürmer Toerles Knoell plötzlich völlig alleine vor Toboll und schob den Ball ins linke Eck ein. „Das Ding nehme ich auf meine Kappe“, sagte Gomig später. Doch statt den Kopf hängen zu lassen, versuchte sich der Österreicher in die Partie zu kämpfen. In der Tat gelangen ihm anschließend einige schöne Pässe. So wie in der 21. Minute, als er von links flankte, der Kopfball von Kubilay Büyükdemir am langen Pfosten aber zu schwach war. Während von den Hamburgern auf dem holprigen Rasen in der Folge spielerisch so gut wie gar nichts mehr kam, erspielten sich die Gäste eine Reihe von glasklaren Möglichkeiten. Schon nach 18 Sekunden scheiterte Panajiotis Haritos an HSV-Torwart Tom Mickel. Haritos hatte den Vorzug vor Gary Noel bekommen, der mit der Nationalmannschaft von Mauritius unterwegs war und dem noch der Rückflug (12 Stunden) in den Knochen steckte. Alleine der zu langsam wirkende Haritos hätte seine Farben zum Sieg schießen müssen. So scheiterte er in drei weiteren guten Szenen (27., 28., 54.) - zum Haareraufen. Landerl litt an der Seitenlinie wie ein Hund. Denn auch Marvin Thiel (14., nach Balleroberung von Haritos), Marcello Meyer (47., 86.), Büyükdemir (60.) und der eingewechselte Noel (70.) brachten die Kugel einfach nicht im Netz unter. In der zweiten Halbzeit brachte Landerl insgesamt drei Stürmer: Neben Noel auch noch Ismail und Richter.

„Der Sieg ist glücklich für uns. Wir haben keinen klaren Ball gespielt. Die Lübecker haben eine gute Leistung gezeigt, waren die bessere Mannschaft. Unser Torwart Mickel hat das Spiel gegen eine richtige Männer Mannschaft gewonnen“, fand HSV-Trainer Dirk Kunert. Die Lübecker hätten bei sommerlichen Temperaturen wohl noch lange spielen können. „Wir haben den HSV dominiert und hatten so viele Chancen wie in der ganzen Rückrunde“, haderte Marheineke. „In der Vorrunde hätten wir diese Spiele noch gewonnen.“ Auch Gomig war ratlos. „Wir hatten sehr viel Präsenz und haben nicht viel zugelassen. Um so ärgerlicher ist mein Fehler.“ Um 20.44 Uhr fuhr der Mannschaftsbus somit ohne drei Punkte aus Hamburg zurück. „Wir müssen die Dinger machen“, so Meyer. „Zumal wir richtig gebrannt haben. Wir haben viel mehr Leidenschaft und Willen gezeigt.“ Die Niederlage ist doppelt unnötig gewesen, weil die Landerl-Elf viele weitere gute Aktionen hatte, in denen sie das richtige Abspiel aber verpasst hat.

Hamburger SV II: Mickel – Behounek, Haut, Oschkenat, Götz – Feka, Janjicic – Ronstadt (72. Küc), Waldschmidt, Porath (87. Stark) – Knoell (90. +1 Carolus).
VfB Lübeck: Toboll – Sirmais, Nogovic, Marheineke, Gomig – Meyer, Gebissa – Büyükdemir (82. Ismail), Maletzki (46. Noel), Thiel – Haritos (72. Richter).
Schiedsrichter: André Schönheit (Lüneburg).
Zuschauer: 590.
Gelbe Karten: Knoell, Götz – Gomig, Nogovic, Marheineke.
Tor: 1:0 Knoell (5.).

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