11. Juli 2018 / 08:18 Uhr

Vizemeister Roßweiner SV bejubelt Aufstieg

Vizemeister Roßweiner SV bejubelt Aufstieg

Henry Lickfeldt
Ostraus Torwart Tino Gastberg rettet in höchster Not gegen Roßweins Matthias Polefka (r.). Beim SVO lief es aber insbesondere in der Offensive wieder mehr als ordentlich – Platz sechs in der Endabrechnung.
Ostraus Torwart Tino Gastberg rettet in höchster Not gegen Roßweins Matthias Polefka (rechts). Beim SVO lief es aber in der Offensive wieder mehr als ordentlich – Platz sechs in der Endabrechnung. © Jörg Schreiber
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Die Spielzeit 2017/2018 im Rückblick: Nach einer dramatischen Meisterschaftsentscheidung krönte sich Einheit Frohburg als neuer Champion der Kreisoberliga.

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Muldental/Leipziger Land. Die Bilanz der siebten Spielzeit der Kreisoberliga seit Einführung im Jahr 2011/2012 weist heuer Licht und Schatten auf. In sportlicher Hinsicht wurde die Meisterschaft mit nur vierzehn Teams beendet. In einem spannenden Dreikampf an der Spitze sicherte sich der BSV Einheit Frohburg nach den Rängen 13, 10, 12, 11, 7 und 3 erstmals mit 59 Punkten den Staffelsieg. Nutznießer des Frohburger Aufstiegsverzichtes war Vizemeister Roßweiner SV.

Die Frage nach dem Aufsteiger in die Landesklasse wurde erst am letzten Spieltag am 17. Juni entschieden. Roßwein besiegte im Derby vor 150 Besuchern den SV Ostrau mit 4:1 Toren und konnte die Korken knallen lassen. Dem Dritten Blau-Weiß Bennewitz nutzte das abschließende 3:1 gegen Alemannia Geithain vor 260 Besuchern nichts mehr.

Dennoch wurde in Bennewitz nach dem Spiel das 50-jährige Bestehen der Abteilung Fußball gefeiert. Ebenfalls mit dem Abschneiden zufrieden sein können auf den Plätzen vier der SV Tresenwald Machern und auf Platz fünf der SV Regis-Breitingen. Am Tabellenende ließen die Kräfte des Falkenhainer SV mit sieben hohen Niederlagen am Stück zuletzt merklich nach und so wurden die Muldentaler mit nur drei Siegen und elf Punkten abgeschlagen Tabellenvierzehnter und sportlicher Absteiger.

Hentzschel-Elf gelingt großer Wurf

Aus Sicht der Döbelner Region gab es Erfreuliches zu berichten. Roßwein wurde zum zweiten Mal hintereinander Vizemeister und somit Aufsteiger zur Landesklasse. Ostrau mit Trainer Matthias Donath setzte 33 Akteure ein und voll auf Offensive: Je nach Aufstellung ging es hoch und runter. Doch am Ende war der sechste Rang ein Erfolg. Aufsteiger BC Hartha sicherte sich auf Platz 13 wenigstens den Klassenverbleib.

Für die Kicker des Roßweiner SV mit Trainer Gerd Hentzschel ging mit dem Aufstieg in die Landesklasse ein Traum in Erfüllung. Abteilungsleiter Jens Arnold kämpfte in seiner eigentlich letzten Saison in tollen 23 Einsätzen mit großem Eifer. Die Roßweiner hatten mit nur 24 Akteuren ein relativ kleines Aufgebot. Mittelfeld-Dirigent Tom Seydel gelang als einzigem Akteur das Kunststück, an allen 26 Punktspielen beteiligt zu sein. Drei wichtige Säulen kamen über die volle Zeit ohne Wechsel zum Einsatz.

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Dies waren die Leistungsträger Stammkeeper Torsten Jentzsch, Freistoßspezialist Ronny Singer und Torjäger Stephan Krondorf mit jeweils 24 Spielen beziehungsweise 2160 Spielminuten. Spielmacher Christopher Wiesner mit 23 Einsätzen und Techniker Matthias Polefka mit 22 Einsätzen waren weitere Stammspieler. Dann folgten die Laufwunder Stanley Steenbeck und Wim Burkardt mit je 20 Einsätzen. Die besten Roßweiner Torschützen hießen Stepan Krondorf (17), Christopher Wiesner (11) und Jens Arnold (10).

Hohe Trefferquote

Es gab in der abgelaufenen Kreisoberliga-Saison keinen Spielabbruch und eine sehr hohe Torquote mit einem Schnitt von 4,17 Toren pro Spiel. Erstmals sicherte sich der Bennewitzer Marco Kuntzsch mit 25 Saisontoren die Torjäger-Kanone, knapp vor dem Frohburger Philipp Jacob mit 24 Toren. Der Ostrauer Michal Brnicky belegte mit seinen 19 Toren den dritten Platz gemeinsam mit dem Frohburger Christian Geißler.

Es gab keinen zweistelligen Sieg. Die meisten Tore mit jeweils neun Treffern fielen bei Falkenhain gegen Deutzen (2:7) sowie Geithain gegen Burkartshain (5:4). Im grünen Bereich lag das Fairplay. Nur dreizehn Feldverweise auf Dauer und nur 20 Matchstrafen (Gelb-Rot) sind akzeptabel. Die drei besten Teams im Fairplay waren Frohburg, Bennewitz und Geithain. Am Ende lagen der SV Tresenwald Machern (dreimal Rot, dreimal Gelb-Rot) und TSV 1906 Burkartshain (74 Verwarnungen, je zweimal Gelb-Rot und Rot).

Sinkende Zuschauerzahlen

Negativ war der Rückzug von zwei Mannschaften, der sportlich langweilige Abstiegskampf mit einem weit abgeschlagenen Tabellenvierzehnten Falkenhainer SV und die allerorts schrumpfenden Zuschauerzahlen. Eigentlich sollte das Punktspielgeschehen wie immer mit 16 Vereinen in 240 Punktspielen über die Bühne gehen. Doch nach dem Meldeschluss (aber noch vor dem ersten Anstoß) zog zum Ärger der Konkurrenz Aufsteiger SV 1863 Belgershain sein Team wegen plötzlichen Spielermangels aus dem Spielbetrieb zurück.

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Am 8. Januar warf zudem der FC Grimma II völlig überraschend das Handtuch. Alle bisherigen Grimmaer Resultate wurden annulliert. Allgemein waren die Zuschauerzahlen weiter sinkend. Der Negativrekord waren nur zehn Besucher beim Spiel SV Tresenwald Machern gegen Alemannia Geithain (4:0). Böhlen gegen Großsteinberg (1:0) sowie Großsteinberg gegen Bennewitz (1:1) sahen jeweils nur 15 Zuschauer.

Hohe Zuschauerzahlen waren nur bei besonderen Veranstaltungen wie Stadtfest, Vereinsfest und den Derbys im Kohrener Land zwischen Frohburg, Gnandstein und Geithain zu registrieren. Einen Zuschauerrekord gab es bei Frohburg gegen Gnandstein (2:0) mit 410 Zuschauern. Geithain gegen Gnandstein (1:1) sahen 350 Fans und Gnandstein gegen Frohburg (3:1) 310 Besucher.

Geißler und Anders herausragend​

Staffelsieger BSV Einheit Frohburg mit Trainer Tom Krauspe setzte 28 Akteure ein. Herausragend Christian Geißler mit 26, Jona Anders mit 25 sowie Silvio Kruggel und Christopher Ussat mit je 23 Einsätzen. Frohburg hatte mit Philipp Jacob und seinen 24 Toren sowie Christopher Geißler mit seinen 19 Saisontoren zwei echte Torjäger.

BW Bennewitz mit Trainer Frank Wimberger zeigte sich stark verbessert und landete auf Platz drei. Der 34-jährige antrittsschnelle Mittelstürmer Marco Kuntzsch wurde Torschützenkönig mit 25 Toren. Tobias Ernst und Marco Kuntzsch absolvierten alle 26 Punktspiele. Dann folgen Sebastian Rauh mit 25 und Daniel Neustadt mit 24 Spieleinsätzen.

Die fleißige Arbeit des Trainers Steffen Teichmann zahlte sich beim SV Tresenwald Machern auf Platz vier aus. Abwehrchef Alexander Freudenthal hatte mit 24 Einsätzen die meisten Einsätze. Stammkeeper Jason Fischer verbuchte 23 Spieleinsätze. Dann folgen der Strellner Zugang Steven Habich, Stephan Kirchner und Marcel Menzel mit je 22 Einsätzen. Verletzungen warfen die Mannschaft zurück. Torjäger Roy Pfüller wurde im Mai am Knie operiert und fällt länger aus. Spielmacher Patrick Langner (Knieprobleme) musste ebenfalls des Öfteren passen und absolvierte nur 18 Spiele. Einen Abschied gab der 38-jährige Brandiser Toni Graupner mit 21 Spielen. Mit sechs Feldverweisen schadete man sich allerdings selbst.

Ostrau schneidet wieder gut ab

Ostrau setzte 33 Spieler ein, weil Spieler wegen Verletzung, Krankheit, Urlaub und dienstlichen Gründen oftmals verhindert waren. Mit dem Tschechen Michal Brnicky (19 Tore), Laufwunder Lukas Bauer (11 Tore) und Rekordspieler Marcus Hausmann (über 500 Ostrauer Spiele) mit neun Treffern gab es drei formstarke Schützen. Tore fielen wie am Fließband. An der Spitze stehen glanzvolle Kantersiege wie das 7:1 gegen Chemie Böhlen, 6:0 gegen TSV Großsteinberg und 6.1 gegen BC Hartha. Die meisten Einsätze bestritten Routinier Felix Zschokelt (26), Mittelfeld-Dirigent Lukas Bauer (25), Torjäger Michal Brnicky und der offensive Außenverteidiger Toni Meyer (beide je 23), Libero Marcus Haußmann (21) sowie David Karius (20).

Wegen Blessuren fehlten unter anderem Tom Merzdorf (nur 15 Spiele), Peter Zirnsack (nur 14 Einsätze) sowie Tom Bose mit nur neun Einsätzen (Knöchelprobleme). Die schweren Verletzungen der Stammkräfte Benjamin Luther und Christoper Hübner schockten die Elf. Beide Leistungsträger kamen deshalb auf nur je 15 Saisonspiele. Nach seiner schweren Schulterverletzung schon zu Saisonbeginn am 2. Spieltag beim 2:2 gegen Gnandstein verpasste Christopher Hübner zehn Begegnungen in der Hinrunde.

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Der 32-jährige Spielmacher konnte erst wieder in der Rückrunde voll schmerzfrei durchspielen. Langzeitverletzt war auch der 33-jährige Spielgestalter Benjamin Luther nach einer bösen Verletzung (Schulter und Knie) bereits am 4. Spieltag beim 6:1 gegen Hartha. Die Pause für Luther währte bis Anfang März. Ganz zu schweigen von Leon Pech, dessen Schienenbeinbruch am 1. Spieltag in Grimma das Saisonaus bedeutete.

Hartha sichert Klassenerhalt

Anfällig war die Abwehr auswärts wegen Besetzungsproblemen. Und so gab es beim 0:4 in Frohburg und Tresenwald , 2:6 in Gnandstein und 4:7 in Bennewitz unfreiwillig in der Defensive einen „Tag der offenen Tür“. Tino Gastberg stand 15-mal im Torkasten. Paul Zimmer als zweiter Keeper elfmal. Mit sechs Saisonsiegen sicherte sich der Aufsteiger BC Hartha den Klassenverbleib. Der dynamische Außenverteidiger Manuel Klötzer schlug mit 24 Einsätzen als Zugang toll ein.

Die beiden Mittelfeldmotoren Christian Arnold mit 23 Einsätzen und Martin Gutknecht mit 21 Spielen ragten spielerisch heraus. Toni Brabandt ist der schnellste Akteur und absolvierte 17 Spiele. Die meisten Tore markierte erneut Lucas Ellendt mit seinen elf Saisontoren in 21 Einsätzen klar vor Dominique Liebernickel (fünf Tore). Stammkeeper Marvin Bauch stand 21-mal im Gehäuse.

Ersatztorwart Tobias Reim absolvierte fünf Einsätze. Nachwuchstalent Paul Klimsch schaffte auf Anhieb den Sprung zum Stammspieler. Eine Steigerung in der Rückrunde mit drei Siegen gegen FSV Alemannia Geithain (3:2), SV Chemie Böhlen (3:1) und bei Absteiger Falkenhainer SV (5:1) sicherte die Spielklasse. In der Rückrunde verstärkten Benjamin Gohl, Toni Fischer und Joker Emil Herfurth erfolgreich den BC.

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