06. Dezember 2018 / 18:13 Uhr

Volker Löbenberg über Christopher Lemke: "Technisch überragend"

Volker Löbenberg über Christopher Lemke: "Technisch überragend"

Redaktion Sportbuzzer
Geschafft, Christopher Lemke (r.) bejubelt seinen Treffer beim Heimsieg des Ludwigsfelder FC gegen Wacker Nordhausen II. Toni Hager (l.) und Florian Matthäs (M.) jubeln mit ihrem Teamkollegen.
Geschafft, Christopher Lemke (r.) bejubelt seinen Treffer beim Heimsieg des Ludwigsfelder FC gegen Wacker Nordhausen II. Toni Hager (l.) und Florian Matthäs (M.) jubeln mit ihrem Teamkollegen. © Julius Frick
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NOFV-Oberliga Süd: Sommerneuzugang Christopher Lemke trifft mit dem Ludwigsfelder FC in der Oberliga erneut auf den FSV Luckenwalde.

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Nachdem sich Christopher Lemke selber ein Bild gemacht hatte, konnte er die Begeisterung der Teamkollegen verstehen, die vom Nord-Süd-Gipfel geschwärmt hatten. „Mir ist viel über die Derbys gegen den FSV Luckenwalde erzählt worden und im Nachhinein kann ich nur sagen: Es stimmt, es sind ganz besondere Partien. Es beginnt schon lange vorher zu Kribbeln.“

Zweimal hat der defensive Mittelfeldmann nach seinem Wechsel zum Ludwigsfelder FC inzwischen bereits gegen den großen Rivalen aus dem Süden des Landkreises Teltow-Fläming gespielt – am Sonnabend folgt innerhalb weniger Monate in der NOFV--Oberliga Süd (Anstoß: 14 Uhr) Auflage Nummer drei des Lokalduells.

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Der Torjubel nach dem 2:2-Ausgleich durch Alexander Busch (2.v.r.) beim Spiel zwischen dem RSV Eintracht und dem Teltower FV am 16. Oktober 2010. Zur Galerie
Der Torjubel nach dem 2:2-Ausgleich durch Alexander Busch (2.v.r.) beim Spiel zwischen dem RSV Eintracht und dem Teltower FV am 16. Oktober 2010. ©
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Am ersten Liga-Spieltag siegte Luckenwalde beim LFC (5:0) und gewann auch das Landespokal-Viertelfinale mit 6:3 (3:3) nach Verlängerung. Einer der Protagonisten des Cup-Spektakels vor rund 750 Zuschauern: Lemke, der den Treffer zum 3:3 erzielte. Zieht ein bisschen Gewohnheit ein in Sachen Gipfeltreffen vor dem dritten Duell seit Anfang Juli? „Nein, nein“, sagt Lemke, „das Spiel hat nichts von seinem Reiz verloren.“ Neu im Gegensatz zu den beiden vergangenen Partien ist allerdings, dass der FSV den LFC im heimischen Seelenbinder-Stadion empfängt.

Mit dem 23 Jahre alten Lemke, der aus Ketzin stammt, in der Jugend beim SV Babelsberg spielte und dann an die Sportschule nach Cottbus wechselte, hatte sich der LFC mit einen fußballerisch exzellent ausgebildeten Neuzugang verstärkt, der das Repertoire erweitert. Eine Partie in der 3. Liga – beim Derby gegen Dynamo Dresden – hatte Lemke mit dem FCE absolviert und häufig im Kader des Ex-Bundesligisten gestanden. „Das war ein beeindruckendes Erlebnis“, erinnert sich Lemke an das Dresden-Spiel.

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Der Durchbruch gelang allerdings wegen der enormen Konkurrenz nicht. „Es hat ein bisschen gefehlt, aber das ist abgehakt. Ich bin mit mir im Reinen.“ In der Spielzeit 2015/16 kickte Lemke beim aufstrebenden FSV Union Fürstenwalde und stieg in die Regionalliga auf. Von 2016 bis 2018 spielte er dann bei Grün-Weiss Brieselang (Oberliga Nord).

Im vergangenen Sommer folgte der Wechsel zum Aufsteiger Ludwigsfelde – auch weil wegen eines Umzuges nach Berlin-Steglitz der Weg ins Havelland zu viel Zeit in Anspruch nahm. Nun also ist das Waldstadion die sportliche Heimat. Lemke, der nach der Zeit in Cottbus eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolvierte und bei einem Kreditinstitut arbeitet, gehört bereits zum Mannschaftsrat des Ludwigsfelder Ensembles.

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„Er hat sich sehr gut eingelebt und ist trainingsfleißig. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, das er mal bei einer Übungseinheit gefehlt hat. Technisch ist er überragend, seine Fähigkeiten liegen weit über Oberliga-Niveau. Er ist ganz schwer vom Ball zu trennen“, schwärmt Trainer Volker Löbenberg. „Wir haben es auf der Sechserposition versucht, aber auf der Zehnerposition, auf der er jetzt spielt, haben wir für Christopher den optimalen Platz gefunden. Er kann den überraschenden, tödlichen Pass spielen und ist selber torgefährlich. Er ist die Verstärkung, die wir uns erhofft hatten.“

Aufsteiger Ludwigsfelder FC hat den Lückenschluss geschafft

Sportlich hat der LFC auch dank Lemke nach dem durchwachsenen Start, als der Aufsteiger lange auf den ersten Sieg warten musste, zwar in den vergangenen Wochen den Lückenschluss geschafft – Luckenwalde geht als Spitzenreiter trotzdem favorisiert in die Partie. „Luckenwalde hat einen Riesenlauf, ich habe davor großen Respekt. Der FSV ist natürlich der klare Favorit. Wir wollen versuchen, das Spiel lange offenzuhalten und selber unsere Aktionen zu kreieren“, sagt Löbenberg.

Die Vorbereitungen laufen in Ludwigsfelde. „Nach dem Spiel in Jena auf dem schweren Boden haben wir Montag trainingsfrei gehabt, die Woche über haben wir dann ganz normal trainiert.“ Ein Vorteil: Der Gegner ist bestens bekannt. Bereits mit einem Punktgewinn könnte sich der LFC in der Tabelle verbessern. Lemke: „Ich möchte in dieser Saison mit dem LFC den Klassenerhalt schaffen und mich in den kommenden Jahren mit dem Club in der Oberliga etablieren.“ Erst einmal aber steht der dritte Akt des Derbys auf den Spielplan.

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