29. Mai 2018 / 09:14 Uhr

Von Aue zu Lok Leipzig: „Konsequenter und logischer Schritt“ für Nicky Adler

Von Aue zu Lok Leipzig: „Konsequenter und logischer Schritt“ für Nicky Adler

Fabian Held
Nicky Adler spielt künftig für den 1. FC Lok Leipzig.
Nicky Adler spielt künftig für den 1. FC Lok Leipzig. © Picture Point
Anzeige

In Probstheida legte Nicky Adler einst den Grundstein für seine Profikarriere. Nun kehrt er nach erfolgreichen Jahren in der 2. Bundesliga mit den FC Erzgebirge Aue zum 1. FC Lok Leipzig zurück. Der SPORTBUZZER hat mit dem Kicker gesprochen.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Leipzig. Mit seinem Wechsel zurück zu Lok Leipzig hat Nicky Adler für Aufsehen gesorgt. Kurz vorm Urlaub an der Ostsee und kurz nach seinem 33. Geburtstag spricht der Angreifer mit dem SPORTBUZZER über diesen Schritt.

Ihr Weg führt sie dahin zurück, wo alles angefangen hat: Zum 1. FC Lok , damals noch als VfB Leipzig ihr Jugendverein. Wie kam der Wechsel zustande?

Ich lebe seit drei Jahren wieder in Leipzig und habe hier auch mein privates Glück wiedergefunden. Meine Familie, meine Freunde – alle wohnen hier. Die vergangene Saison lief für mich persönlich katastrophal (verletzungsbedingt kam Adler nicht zum Einsatz, d.R.). Ich wollte meine Karriere so nicht beenden. Ich hatte auch eine Anfrage aus Kaiserslautern und aus anderen Teilen Deutschlands. Aber dadurch, dass mir meine Heimat sehr wichtig ist und durch die Perspektive, die mir aufgezeigt wurde, war der Wechsel für mich ein konsequenter und logischer Schritt.

Welche Perspektive meinen Sie konkret?

Erstmal wollen wir in zwei Jahren den Platz sechs in der Tabelle übertreffen. Vielleicht können wir ja auch ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden. Ich habe mittlerweile eine Trainer-Lizenz und könnte danach im Nachwuchsleistungszentrum arbeiten. Viel authentischer geht es ja nicht: Ich stamme aus der Jugend, war 15 Jahre Profi und bin jetzt wieder zurückgekehrt.

Mehr zum 1. FC Lok

Können Sie sich auch eine Zukunft außerhalb des Fußballs vorstellen?

Das Thema Medien und im speziellen Fernsehen begleitet mich ja meine ganze Karriere. Ich werde daher ein Gespräch mit Raiko Richter (MDR-Sportchef, d.R.) führen, ob ich beim MDR mitmachen kann. Vielleicht findet sich eine Aufgabe vor oder hinter der Kamera. Ich war schon immer nicht nur Fußballer, sondern habe über den Tellerrand hinausgeschaut.

Aber der Fußball steht die nächsten zwei Jahre im Vordergrund?

Ich bin Angestellter bei Lok Leipzig! Alles andere darf damit nicht in Berührung kommen. Beim MDR müsste ich natürlich auch die Neutralität wahren.

Drei Jahre haben Sie in Aue gespielt. Wie würden Sie diese Zeit bewerten?

Ich bin zum ersten Mal mit einer Profi-Mannschaft aufgestiegen, wir haben im Jahr danach die Klasse gehalten, obwohl wir eigentlich schon abgestiegen waren – das war beides unglaublich. Ich habe mit Domenico Tedesco den besten Trainer meiner Karriere erlebt und per Fallrückzieher das schönste Tor meiner Karriere erzielt. Es waren schöne und erfolgreiche Jahre.

Glück Auf ⚒ Zusammen, Ja es stimmt. Ich werde in den kommenden 2 Spielzeiten das Trikot mit der Nummer 8 nun für...

Gepostet von Nicky Adler am Mittwoch, 23. Mai 2018

Welche Ziele haben Sie jetzt persönlich mit Lok?

Ich möchte gesund bleiben und möglichst alle Saisonspiele absolvieren und dabei ein entscheidender, positiver Faktor sein, das Spiel mit Toren und Vorlagen mitprägen.

Wie ist es aktuell um Ihren Körper bestellt?

Der Adduktorenabriss ist seit Januar abgeheilt. Seitdem habe ich aber mit muskulären Problem zu kämpfen. Deshalb werde ich nicht lange Urlaub machen und drei Wochen vor Trainingsstart mit persönlichen Übungen anfangen. So kann ich in guter Form ins Training einsteigen. Ich komme mit dem Anspruch, mir einen Stammplatz zu erarbeiten!

Wie groß ist der sportliche Unterschied zwischen 2. Bundesliga und Regionalliga?

Der Fußball ist natürlich etwas langsamer und weniger technisch versiert. Aber was in der vierten Liga deutlich ausgeprägter ist, sind Kampf, Leidenschaft und Aggressivität. Das muss man viel stärker auf den Platz bringen. Dazu können auch in der Regionalliga alle Fußball spielen – sonst würden sie ja noch weiter unten kicken.

Klassenerhalt!!!! Yeeeeeeeeessssss!!!!!! Söööööören Bertram Fußballgott Glück Auf und feiert schön 💜💜⚒⚒💜💜

Gepostet von Nicky Adler am Dienstag, 22. Mai 2018

Kommt Ihnen das entgegen?

Ich bin mit dieser Art Fußball groß geworden. Dazu bin ich nicht der große Techniker. Aber sobald ich auf den Platz gehe, will ich unbedingt mit allen fairen Mitteln gewinnen. So habe ich durch meinen Ehrgeiz im Leben viel erreicht.

Alle Neuzugänge von Lok Leipzig auf einen Klick:

Zur Galerie
Anzeige

Sie haben die Entwicklung von Lok verfolgt. Wie bewerten Sie die?

Ich finde, seit Heiko Scholz am Ruder ist, mit der Unterstützung von Franz-Josef Wernze, hat der Verein eine Wandlung durchgemacht. Es ist ruhiger geworden. Auch die Rivalität mit dem Erzrivalen Chemie empfinde ich nicht mehr so schlimm wie früher. Der Verein will nicht ewig in der 4. Liga bleiben, aber auch nicht mit Hauruck nach oben. Das finde ich gut.

Sie haben vor einiger Zeit die Initiative „Sportler retten Leben“ gegründet, mit der das Bewusstsein und das Wissen um erste Hilfe in Notsituationen verbessert werden sollen. Wie ist das angelaufen?

Von der Sache her ist das ja erstmal ein langweiliges Thema – aber es ist super wichtig! Es sind immer wieder Sportler gestorben – auch weil niemand wusste, was zu tun ist oder es zum Beispiel keinen Defibrillator in der Nähe gab. Das schlimmste ist, in einer Notsituation nichts zu tun. Ich habe mein großes Netzwerk genutzt und mittlerweile wissen viele Sportler darüber Bescheid. Sie können sich bequem vom Sofa über unsere Homepage Videos anschauen, wie Erste Hilfe funktioniert.

Mehr zum Thema

Wie sind sie zu dem Thema gekommen?

Durch meinen besten Freund. Der arbeitet im medizinischen Bereich. Sein Vater ist an einem tragischen Herztod gestorben, obwohl ein Defibrillator im Haus war. Seine Mutter wusste aber nicht damit umzugehen. Ich will dieses Wissen vermitteln!

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt