Oliver Kragl im Trikot von Frosinone Calcio. © Imago

Von Brandenburg in die Serie A

Der Ex-Babelsberger Oliver Kragl freut sich auf das Duell mit Juventus Turin und Sami Khedira

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Zum Mittag gab es Penne Funghi mit Erbsen. Anschließend ließ sich Oliver Kragl Putenspieße servieren. Der Fußball-Profi genießt das Leben in Italien. „Hier ist alles ein bisschen gemütlicher“, erzählt der 25-Jährige nach dem Restaurant-Besuch mit den Kollegen des Erstligisten Frosinone Calcio. Seit Anfang Januar steht Kragl bei dem Aufsteiger unter Vertrag. Damit ist er der erste Ex-Babelsberger, der es bis in die Serie A geschafft hat.

35 Einsätze und drei Tore für Babelsberg 03

In der Saison 2012/13 spielte der gebürtige Wolfsburger für den damaligen Drittligisten Babelsberg 03. Zuvor hatte er bereits für Eintracht Braunschweig in der 3. Liga gekickt, war dann aber zum Regionalligisten  Germania Halberstadt gewechselt. Ein Rückschritt, um Spielpraxis zu bekommen. In Babelsberg polierte Kragl seinen Namen auf – lieferte eine  gute Saison ab: 35 Einsätze, drei Tore, vier Assists. „Ich habe mich bewiesen.“

* Zweieinhalb starke Jahre in Österreich*

Deshalb warf der österreichische Erstligist SV Ried sein Netz nach dem Linksfüßer aus. Zweieinhalb Jahre kickte Kragl für den Mittelklasse-Club. „Ried ist nicht die beste Mannschaft in Österreich“, sagt er. „Trotzdem habe ich mir einen Namen gemacht, habe  gute Leistungen gebracht. Das sehe ich an Toren,  Assists und den Zweikampfstatistiken.“ Er spielte links offensiv und defensiv, traf in 85 Spielen  zwölf Mal. Bevorzugt mit seiner stärksten Waffe, der linken Klebe. „In Österreich wusste man, dass es gefährlich wird, wenn ich mit links schieße.“

Sì zu Italien

Im Sommer wäre Kragls Vertrag  ausgelaufen. Laut seinem Berater hätte er in die deutsche 2. Bundesliga  wechseln können. Kragl: „Aber da wären nur wenige Vereine interessant gewesen. Es geht ja auch ums Geld. Ich wäre lieber in der österreichischen  ersten Liga geblieben.“ Doch diesen Gedanken musste Kragl nicht weiter austragen. Denn im Dezember kam Frosinone auf ihn zu. Serie A. Eine der besten Ligen der Welt. Vertrag bis 2018. Da sagt man schnell Sì.

1:5 gegen Higuain und Co.

Am vergangenen Sonntag gab Kragl sein Debüt in der Serie A. Beim 1:5 gegen den Herbstmeister SSC Neapel stand er in der Startelf und wurde nach 62 Minuten ausgewechselt. „Trotz der Niederlage war das ein besonderes Erlebnis“, erzählt er. Denn bei Neapel spielt neben anderen Stars der argentinische Vize-Weltmeister Gonzalo Higuain. Der Stürmer traf gegen Frosinone zwei Mal.

Duell mit Khedira

Künftig wird sich Kragl regelmäßig mit den Welt-Stars der Branche messen. „Spiele gegen die Mailänder Mannschaften oder Juventus Turin sind Highlights“, freut er sich. Am 7. Februar steht das Heimspiel gegen Juventus um den deutschen Weltmeister Sami Khedira auf dem Plan. Samstagabend will der Drittletzte Frosinone aber zunächst gegen den FC Turin, der  den Ex-Dortmunder Ciro Immobile zurückgeholt hat, den Anschluss an das Mittelfeld schaffen.

Einzelunterricht Italienisch

Im Abstiegskampf auf dem Stiefel soll Kragls linker Fuß ein Faktor werden. „Ich will Stammspieler werden und  meinen linken Fuß zeigen  – den gibt es nicht oft“, benennt Kragl seine Ziele. Allerdings muss er sich taktisch umstellen. „In Italien wird eher defensiv und abwartend gespielt.“ Ansonsten sehe er wenige Unterschiede, auch wenn Frosinone ein kleiner Verein ist. „Hier ist alles sehr professionell.“ Kommende Woche ziehen seine Freundin und die ein Jahr alte Tochter zu ihm. Dann muss Kragl nur noch die Sprache lernen. „Einzelunterricht, ich will schnell Fortschritte machen.“ Bis dato unterstützen ihn Mitspieler aus Österreich und der Schweiz sprachlich. Deshalb ist das Bestellen im Restaurant kein Problem.

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