Mein Foto hat die Umschreibung: Licht ins Dunkel bringen. USER-BEITRAG Mein Foto hat die Umschreibung: Licht ins Dunkel bringen. © Udo Zagrodnik
Mein Foto hat die Umschreibung: Licht ins Dunkel bringen.

Von einem Museum im stillen Örtchen

Leipzig hatte einst ein Sportmuseum, das Sportgeschichte dokumentierte.

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Messe– und Sportstadt Leipzig: Die Leipziger Volkszeitung (LVZ) berichtete in der Vergangenheit und zu Jahresbeginn (04.01.2018) ausführlich zu den Problemen des Sportmuseums Leipzig. Es hat im Jahre 1977 seinen Ursprung, mit 600m² Ausstellungsfläche, in der Friedrich–Ebert–Straße, im heutigen Waldstraßenviertel. Es ist im Hauptgebäude des Zentralstadions. Die Eröffnung war ein Beitrag zum VI.Turn– und Sportfest und zur VI.Kinder– und Jugendspartakiade. Entnommen wurde das Historische einem Taschenbuch: Leipzig Stadtführer Atlas, VEB Tourist Verlag Berlin/Leipzig, 3.Auflage 1987, Walter Fellmann und Karl Czok.

Leipzig hatte einst ein Sportmuseum, das Sportgeschichte dokumentierte.

Meine Erinnerung: Man erreichte es beim damaligen Schwimmstadion die vielen Treppen und Stufen hinaufgegangen zur Stadiondammkrone. Es zeigte die die Entwicklung des Sports von der Mitte des 19.Jahrhunderts bis zur Gegenwart, aus Leipziger– und DDR–Sicht.

Es kam die friedliche Revolution mit der politischen Wende und der Deutschen Wiedervereinigung. Im Vorfeld der Fußball–Weltmeisterschaft 2006, bei uns in Deutschland, erfolgte der Neubau des Zentralstadion, der viel kleinere Neubau in den Wall des ursprünglichen Stadions. Aus der 100.000er „Schüssel“ wurde eine rund 42.000er Arena. Das Hauptgebäude und der Glockenturm wurden erhalten. Doch mit dem einmaligen Sportmuseum war es nun aus und vorbei. Die vielen Sportzeitzeugen wurden an einem stillen Örtchen eingelagert.

Bis ins heutige 2018 wurde keine Neulösung gefunden. Man beachte, die LVZ schrieb jüngst von 90.000 Exponaten, vom Sportabzeichen bis hin zum 13 Meter langen Ruderboot. Es liegt die Vermutung nahe, das dass „DDR–Kind“ einigen Damen und Herren nicht in die Bundesdeutsche Landschaft paßt. Doch denkt mancher an Doping als Verhinderungsgrund, dann sollte daran erinnert werden, das alle großen Sportnationen dopten und manche dopen noch heute, und manchem wird es nachgewiesen.

Eine Sonderausstellung zur Leipziger Sportgeschichte​

Hierzu muß man das Zeitgeschichtliche Forum einfügen. In der Ära des damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder wurde es eröffnet (und an der Nikolaikirche die Gedenksäule zur friedlichen Revolution geweiht). Das war im Oktober 1999. Dort gibt es neben der Dauerausstellung (aus Bundesdeutscher Sicht) auch Sonderausstellungen. Und nun zurück zum eigentlichen Sportmuseum. Und da muß das heutige Museum der bildenden Künste und deren Anbau, auf dem früheren Sachsenplatz, genannt werden, im Herzen unserer Messestadt. Aktuell berichtete die LVZ, das im Museumsanbau (im Böttchergäßchen) ab 28.März eine Sonderausstellung zu sehen sein wird: „In Bewegung – Meilensteine der Leipziger Sportgeschichte.“ Sie wird die große Rolle Leipzigs in der nationalen und internationalen Sportszene zeigen. Und da muß man auch die Deutsche Hochschule für Körperkultur und Sport (DHfK) nennen, heutig nur noch eine Fakultät der Universität Leipzig.

In diesem Atemzug muß man auch den Bowlingtreff am Wilhelm–Leuschner–Platz nennen. Zum VIII. Turn– und Sportfest und zur XI.Kinder– und Jugendspartakiade 1987 (dem Letzten) wurde er feierlich seiner Bestimmung übergeben. Mit 14 Bowlingbahnen, unterirdisch in 2 Hallen, und Gastronomie (eine hausmittig die Treppen hinauf gegangen, unterm Glasdach) war es das Modernste seiner Art. Weit und breit gab es nichts Vergleichbares. Doch nach der politischen Wende wurde der Bowlingtreff geschlossen und gammelt nun, seit über zwei Jahrzehnten, vor sich hin.

Da war mal im Gespräch, das dass Naturkundemuseum (altersschwaches Gebäude) dorthin umziehen soll. Im Internet wurde hierzu ein Video gefunden, doch von der Mitteldeutschen Zeitreise (MDR) war nur das Kurzvideo auffindbar. Im Jahre 2015 war es eines von vielen Themen zur Leipziger DOK–Filmwoche. Während einige Damen und Herren aufschauen zu einem Fußballverein mit Österreichischer Wurzel, der erfolgreich in der Bundesliga spielt, mit dem Aufstieg nach Europa, gibt es andererseits unter anderem die genannten Schatten, die Leipzig verdunkeln.

Mein Fazit: Man kann diese Problematik im weitesten Sinne mit der hohen Bundespolitik vergleichen, bei der einzelne Politiker(innen) sprichwörtlich an ihrem Stuhl festkleben (ähnlich 1989 dem politischen Wendejahr) und seit der Bundestagswahl im vergangenen 2017er Oktober noch keine Regierung zu Stande gebracht haben. Und noch immer sind wir, BR(D)DR, in der Praxis nicht vereint (zum Beispiel noch immer große Lohnunterschiede).

Abschließend: Von einem Museum im stillen Örtchen in meiner Überschrift geschrieben, verändern wir das in der Praxis. Leipziger Stadtväter bringt endlich Licht ins Dunkel, beim genannten Thema und vielem anderen wo es der Bedarf erfordert. Man muß die Vergangenheit wahren und die Zukunft sehen.

Region/Leipzig Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren) 1. FC Lokomotive Leipzig (Herren) ugccontent

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige