Zwischen Handball-Bundestrainer Christian Prokop und den Spielern gab es Disharmonien. Zwischen Handball-Bundestrainer Christian Prokop und den Spielern gab es Disharmonien. © imago
Zwischen Handball-Bundestrainer Christian Prokop und den Spielern gab es Disharmonien.

Vor EM-Showdown: Heftiger Eklat zwischen Handball-Team und Bundestrainer

Christian Prokop ließ eine Trainingseinheit vor dem Spiel gegen Spanien platzen, weil er Einsatz und Leidenschaft vermisste. Das Resultat ist eine unterirdische Leistung - und das Aus bei der EM in Kroatien.

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Das war ein Handball-Desaster! Nach einem phasenweise unterirdischen 27:31 gegen Spanien ist die deutsche Handball-Nationalmannschaft sang- und klanglos bei der EM in Kroatien ausgeschieden. Allerdings war dafür nicht nur die sportliche Leistung ausschlaggebend: Vor dem entscheidenden Spiel hat es nach SPORTBUZZER-Informationen einen heftigen Streit zwischen Bundestrainer Christian Prokop und den "Bad Boys" gegeben.

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Vor der Neuauflage des EM-Endspiels 2016 wollte Prokop seine Mannschaft in einer Halle am Hotel anschwitzen lassen - doch der 39-Jährige ist mit dem Einsatz und der Leidenschaft seiner Mannschaft nicht einverstanden. Es kommt zum Eklat: Prokop wird nach einem Tempogegenstoß, den Lemke über das Tor semmelt sauer - und verlässt erzürnt die Halle, vermisste die nötige Fokussierung vor dem so wichtigen Spiel. Es ist nicht das erste Mal, dass es zwischen Mannschaft und Trainer zum Zerwürfnis kommt.

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Alles begann mit der Nicht-Berücksichtigung von Finn Lemke, der eigentlich als Abwehrchef vorgesehen war, von Prokop jedoch überraschend nicht nominiert wurde. Das war bei vielen Teamkollegen auf Unverständnis gestoßen. Der 25-Jährige wurde später nachnominiert und gehörte mit seiner ruhigen, sachlichen Art zu den Stützen während einer schwierigen EM. Das Turnier endete trotzdem ernüchternd. Torwart Andreas Wolff deutlich : "Ich bin schockiert, wir haben ein katastrophales Turnier gespielt!" Andere Spieler sahen das ähnlich.

Profis vom Trainer genervt?

Unser Reporter Jens Kürbis hatte während des Turniers Disharmonien zwischen Mannschaft und Trainer beobachtet. "Die Profis fühlten sich vom Trainer genervt. Dass sie im Training Spielzüge zigmal wiederholen mussten. Dass der Spaß abhandengekommen sei. Dem Vernehmen nach soll es vor dem Spanien-Spiel gekracht haben", schrieb er im SPORTBUZZER. Die "Bad Boys" und Prokop – zwei Welten, die in Kroatien nicht immer zusammenpassten.

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Prokop, der vor einem Jahr Nachfolger des erfolgreichen und beliebten Isländers Dagur Sigurdsson wurde, hat weiterhin die Rückendeckung des Verbandes - und will bleiben. "Da mache ich mir keine Gedanken drüber, weil ich Großes vorhabe", sagte der 39-Jährige. Um Deutschland in die Weltspitze zurückzuführen, will er keine Kompromisse eingehen, er setzt auf seine Spielphilosophie. "Ich möchte eine Mannschaft sehen, die mit viel Tempo hinten rauskommt, nicht ausrechenbar ist", sagte er.

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