In Spanien liefern sich Ronaldo und Messi ein enges Rennen um den Titel - doch wie steht es im Rest Europas? In Spanien liefern sich Ronaldo und Messi ein enges Rennen um den Titel - doch wie steht es im Rest Europas? © imago/Montage
In Spanien liefern sich Ronaldo und Messi ein enges Rennen um den Titel - doch wie steht es im Rest Europas?

Vor Schlussspurt: So ist der Stand in Europas Ligen

Wie in Deutschland ist in vielen Ländern der Kampf um die Meisterschaft bereits entschieden. Einen spannenden Zweikampf gibt es in Spanien, Kurioses in Schottland.

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Die Bundesliga lebt nur noch von der Spannung des Wettkampfes jenseits der Meisterschaft. Während Rang 1 für den FC Bayern geradezu reserviert zu sein scheint, herrscht dahinter enges Gedränge. Mehrere Teams spielen noch um Europa, zwei machen am letzten Spieltag den Relegationsplatz unter sich aus. Spannung an der Spitze gibt es dagegen noch in Spanien, auch in Italien ist noch nicht alles klar. Wir haben für euch zusammengefasst, wie es in den Top-Ligen und den kleineren Fußball-Nationen so kurz vor Saisonende steht:

Spanien

Real Madrid und der FC Barcelona liefern sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft. Erst am Sonntag fällt die Entscheidung, wenn Barcelona gegen Eibar und Real in Málaga spielt. Nur wenn die "Königlichen" verlieren und Barcelona gleichzeitig gewinnt​. Beide Teams wären dann Punktgleich, aber die Katalanen hätten den direkten Vergleich auf ihrer Seite.

Der FC Barcelona hat noch eine Chance auf den Titel, muss aber auf einen Ausrutscher von Real Madrid hoffen. Der FC Barcelona hat noch eine Chance auf den Titel, muss aber auf einen Ausrutscher von Real Madrid hoffen. © imago

Während Atlético Madrid und der FC Sevilla ihre Plätze in der Champions League sicher haben, rangeln sich Villareal (Platz 5, 64 Punkte), Athletic Bilbao (6, 63) sowie Real Sociedad (7, 63) noch um die beiden Europa-League-Plätze. Im Keller ist dagegen alles fix: Aufsteiger Osasuna sowie Sporting Gijón und der FC Granada treten den bitteren Gang in die zweite Liga an.

Frankreich

An der Spitze ist die Spannung raus. Schon am Mittwoch sicherte sich die AS Monaco die erste Meisterschaft seit 17 Jahren und ließ dabei Favorit Paris Saint-Germain klar hinter sich. Nach einer sensationellen Saison zieht Lucien Favre mit Nizza außerdem in die Champions-League-Playoffs ein. Gewinnt Paris nach dem Coupe de la Ligue auch den Coupe de France ziehen neben Olympique Lyon auch Marseille und Bordeaux in die Europa League ein.

Im Keller brennt dagegen noch die Luft: Schlusslicht Nancy (32 Punkte) kann sich noch in die Relegation retten, wenn Bastia (34) und Lorient (35) patzen. Caen (36) trifft am letzten Spieltag auf Paris Saint-Germain und könnte mit viel Pech der Verlierer im Abstiegskampf werden. Auch Dijon (36) ist noch nicht gerettet, hat mit Toulouse aber den leichtesten Gegner aller Abstiegskandidaten. In der Ligue 2 steht indes mit Racing Straßburg ein ehemaliger französischer Meister vor dem Durchmarsch aus Liga 3 ins Oberhaus. Allerdings: Den Spitzenreiter (64 Punkte) trennen nur drei Zähler vom Sechsten Nimes. Der letzte Spieltag birgt also noch jede Menge Spannung.

England

Der FC Chelsea ist zum dritten Mal in den vergangenen acht Jahren englischer Meister. Am letzten Spieltag ist den "Blues" der Titel nicht mehr zu nehmen. Während Tottenham seinen Platz in der "Königsklasse" sicher hat, streiten sich mit Manchester City (75 Punkte), Liverpool (73) und Arsenal (72) noch drei Teams um die beiden verbliebenen Plätze.

David Wagner steht mit Huddersfield Town vor dem Aufstieg in die Premier League - dazu muss in den Playoffs Reading besiegt werden. David Wagner steht mit Huddersfield Town vor dem Aufstieg in die Premier League - dazu muss in den Playoffs Reading besiegt werden. © imago

Mit Sunderland, Middlesbrough und Hull City stehen im Keller die drei Absteiger fest. Dagegen kehrt Newcastle im direkten Anlauf zurück in die Premier League, auch Brighton hat es direkt gepackt. Im Finale der Playoffs um den letzten Platz im Oberhaus treffen der FC Reading und Huddersfield unter dem deutschen Trainer David Wagner aufeinander.

Italien

Anders als in den anderen Top-Ligen Europas ist die Saison in Italien erst am 28. Mai beendet. Titelverteidiger Juventus Turin (85) hat vier Punkte Vorsprung auf Verfolger AS Rom (81) und wird sich die sechste Meisterschaft in Folge kaum noch nehmen lassen. Auch der SSC Neapel (80) hat nur noch hypothetische Chancen auf den Titel. Mit Atalanta Bergamo steht ein absolutes Überraschungsteam vor einem echten Coup: Der Klub aus der Lombardei wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum ersten Mal überhaupt für die Europa League qualifizieren.

Sicher in der Serie B sind indes Delfino Pescara und US Palermo, die sich beide nicht mehr retten können. Crotone darf dagegen noch hoffen und ist auf Tuchfühlung mit Empoli und dem FC Genua. Kurioserweise ist in der Serie B die Saison schon beendet. Mit Hellas Verona und SPAL Ferrara stehen zwei Traditionsklubs als Rückkehrer in die Serie A fest. Ferrara hatte zuletzt vor fast 50 Jahren erstklassigen Fußball gespielt. Den dritten Aufstiegsrang machen sechs weitere Teams unter sich aus.

Türkei, Portugal und Co.

In Belgien (RSC Anderlecht), Portugal (Benfica Lissabon), der Niederlande (Feyenoord Rotterdam), Dänemark (FC Kopenhagen), Österreich (RB Salzburg), Griechenland (Olympiakos Piräus), Russland (Zenit St. Petersburg) sowie der Ukraine (Shakthar Donetsk) steht der Meister kurz vor Ende der Saison (in der Niederlande ist die Spielzeit schon beendet) bereits fest.

Spannend ist es in der Türkei. Dort läuft die Saison noch bis Ende Mai, an der Spitze liefern sich Besiktas Istanbul und Überraschungsteam Basaksehir ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel. Auch in der Schweiz (Basel steht als Meister fest) sowie in Polen läuft die Saison noch bis in den Juni hinein. Dagegen hat in den nordischen Ländern (Schweden, Norwegen, Finnland) die Spielzeit gerade erst begonnen.

Mit unfassbarem Vorsprung sicherte sich Celtic die sechste Meisterschaft in Folge. Mit unfassbarem Vorsprung sicherte sich Celtic die sechste Meisterschaft in Folge. © imago

Ein kurioser Sonderfall ist Schottland. Während sich unsereins schon über die Dominanz der Bayern sorgt, ist im britischen Landesteil Celtic Glasgow seiner "Konkurrenz" um astronomische Längen voraus. Unfassbare 103 Punkte sammelte die noch ungeschlagene Elf von Brendan Rodgers bisher, erzielte dabei 104 Tore (bei 25 Gegentreffern). Mit 33 Siegen aus 37 Spielen hat Celtic 30 (!) Zähler Vorsprung auf Vizemeister Aberdeen. Der einstige Erzrivale, die Glasgow Rangers, liegt sogar 39 Punkte zurück und war im direkten Duell gnadenlos unterlegen (3 Siege, ein Remis für Celtic, 13:4 Tore). Damit sind die "Hoops" längst zum sechsten Mal in Folge Meister und dürften auch in Zukunft kaum vom Platz an der Sonne zu verdrängen sein.

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