11. Februar 2019 / 13:34 Uhr

Vorpommern-Greifswald: Schiedsrichter-Chefin sucht neue Mitstreiter

Vorpommern-Greifswald: Schiedsrichter-Chefin sucht neue Mitstreiter

Wolfgang Dannenfeldt
Heidi Wegner (M.) ist die älteste noch aktive Schiedsrichterin Deutschlands. Die 74-Jährige kümmert sich auch um die jungen Schiri-Anwärter.  
Heidi Wegner (M.) ist die älteste noch aktive Schiedsrichterin Deutschlands. Die 74-Jährige kümmert sich auch um die jungen Schiri-Anwärter.   © Wolfgang Dannenfeldt
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Die Unparteiische Diana Räder-Krause: Unsere Referees müssen mit Herz und Seele dabei sein.

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Greifswald. Wer kennt das nicht: Pfeifende und schimpfende Fußball-Fans, die damit selten ihre eigene Mannschaft meinen – sondern den Gegner oder noch viel öfter den Schiedsrichter – übelste Beleidigungen eingeschlossen. Dem Spielleiter wird kein einziger Fehler (der zugegebenermaßen auch fatal sein kann) zugestanden.

Räder-Krause: „Referee muss Geschehen innerhalb weniger Sekunden erfassen"

Doch es ist anzuzweifeln, dass der „allgemeine“ Fußballfan alle Regeln kennt. 17 (!) sind es – und auch deren Auslegungen muss der Schiri beherrschen. Umso schwerer wird die Aufgabe für ihn, wenn er ein Spiel dann auch noch allein leiten muss. „Der Referee muss innerhalb weniger Sekunden das Geschehen erfassen, um dann das sportliche Vergehen entsprechend zu ahnden und das Spiel regelgerecht fortführen zu können“, sagt Diana Räder-Krause, die Vorsitzende des Schiedsrichter-Ausschusses des Fußballverbandes Vorpommern-Greifswald (FVVG).

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Der Verband versucht, das „Problem“ Schiedsrichter auch bei seinen „Fairständnis-Turnieren“ an den Mann/die Frau zu bringen. „Hier kann jeder Interessent mal ein Spiel pfeifen, und er wird sehen, dass das gar nicht so einfach ist“, sagt Manfred Lübke, der amtierende Vorsitzende des FVVG.

Lob für Torgelower FC und Pasewalker FV

Und es gibt die Schiedsrichterausbildung. Wenn sich von den „Meckerern“ nur jeder Zehnte auf die Schulbank setzen würde, könnte das Schiedsrichterwesen im Kreis einen ungeahnten Aufschwung nehmen. So sieht das auch Räder-Krause. „Uns fehlen Schiedsrichter. In der ersten Halbserie 2018/19 haben elf aus den unterschiedlichsten Gründen aufgehört.“ Zwar stehen dem Kreisverband für die Rückrunde 117 Spielleiter in der Landesklasse, Kreisoberliga und -liga zur Verfügung, doch „das ist nicht ausreichend“, sagt Räder-Krause. „Unsere Schiri-Ansetzer haben Wochenende für Wochenende zu kämpfen, um alle Pflichtspiele zu besetzen.“

Die Schiri-Chefin lobt vor allem den Torgelower FC und den Pasewalker FV, die über jeweils sieben Spielleiter verfügen. Laut Satzung des FVVG muss jeder Verein für eine Mannschaft im Erwachsenenbereich, die im Spielbetrieb ist, einen Schiri stellen. „Erfolgt das nicht, können auch drastische Geldstrafen wie erst kürzlich ausgesprochen werden“, sagt Lübke.

Nächster Schiri-Lehrgang im April

„Und es ist wichtig, dass die Entscheidung, Schiri zu werden, auch auf Dauer anhält. Jemandem einen Gefallen tun zu wollen, reicht nicht“, ergänzt Räder-Krause. „Un­sere Unparteiischen müssen mit Herz und Seele dabei sein.“ Info: Der nächste Schiri-Lehrgang, findet am 6./7. April und am 13./14. April statt. Bisher liegen nur drei Anmeldungen vor. Sie kommen aus Ückeritz, Rollwitz und Loitz. Weitere Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle des FFVG bis zum 24. März entgegen.

Info:
Der nächste Schiri-Lehrgang, findet am 6./7. April und am 13./14. April statt. Bisher liegen nur drei Anmeldungen vor. Sie kommen aus Ückeritz, Rollwitz und Loitz. Weitere Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle des FFVG bis zum 24. März entgegen.

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