Philipp Rockahr Ehrlich und gefährlich: Philipp Rockahr bereichert die Offensive des Bremer SV. © Daniel Chatard
Philipp Rockahr

Wahl zum Amateurfußballer des Jahres: Der Torgarant

Philipp Rockahr ist eine Bereicherung für den Bremer SV

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Außen vor bleiben kann das Thema nicht. Dieser Tage sprechen doch sowieso alle über den Bremer SV. Auch Philipp Rockahr tut dies, er ist schließlich ein Spieler des Traditionsvereins. „Das ist eine belastende Situation“, sagt der 28-Jährige. Nachdem Trainer Sasa Pinter entlassen worden war, war das gesamte Team in einen Streik getreten. Nur auf Druck vom Verein und dessen Freundeskreis absolviert der einst so stolze Tabellenführer die bis zur Winterpause noch ausstehenden Partien in der Bremen-Liga. Im Gegenzug erhalten alle Spieler ihre Freigabe – wenn sie wollen. Philipp Rockahr weiß noch nicht, ob er gehen will in der Winterpause. Er weiß ja nicht mal, wie es weitergeht beim BSV. Was er weiß: Seine Nominierung zum Fußballer des Jahres ist eine ziemlich gute Abwechslung in dieser Zeit. Ein deutlich schöneres Gesprächsthema, oder? „Das stimmt“, sagt der Stürmer.

Es hatte knapp 50 Vorschläge gegeben, aus denen eine Jury aus Vertretern des WESER-KURIER und des Bremer Fußball-Verbandes schließlich die fünf Kandidaten für diese Gemeinschaftsaktion auswählte. Die ein oder andere Mehrfachnennung war dabei. Kein zweiter Spieler wurde allerdings so oft genannt wie Philipp Rockahr. Dabei fiel auf: Die sportlichen Qualitäten des Philipp Rockahr sind unbestritten, aber den Menschen gefällt ganz offenbar auch seine Art. Jedenfalls war auch von einer „Vorbildfunktion“ und der „guten Außendarstellung“ die Rede. Was außerhalb des Bremer SV derart gut ankommt, hat das Team intern natürlich auch längst gemerkt. „Vom Wesen her ist Philipp ein offener und ehrlicher Typ, er bereichert jede Mannschaft“, sagt Christian Ahlers-Ceglarek. Der BSV-Kapitän räumt allerdings auch ein, dass es eine Weile gedauert hatte, ehe der Stürmer wirklich in der Mannschaft angekommen war. Dafür konnte Philipp Rockahr allerdings nichts.

Mehr zur Wahl des Amateurfußballer des Jahres 2017

Rückblende: Im Jahr 2015, als der BSV gerade den zweiten seiner nun vier vergeblichen Aufstiegsversuche unternahm, trat Rockahr mit dem VfV Hildesheim am Panzenberg an. Die Partie ging für die Gäste verloren, und der BSV wähnte sich angesichts des 2:1-Erfolges fast schon in der Regionalliga. Doch am Ende stiegen neben dem TSV Schilksee auch die Hildesheimer auf, mit Philipp Rockahr. Er ahnte damals noch nicht, dass er rund ein Jahr später beim BSV anheuern sollte. Nach einem halben Jahr beim Aufsteiger war er zunächst zum TSV Havelse gegangen, einem ungleich ambitionierteren Regionalligisten. Im Sommer 2016 aber, da hatte der Hildesheimer Rockahr sein Studium des internationalen Informationsmanagements abgeschlossen und wollte nach Jahren der Fernbeziehung endlich mit seiner Freundin zusammenziehen – sie lebte jedoch in Bremen, und so stand ein Umzug an. „Ich habe mir die Tabelle der Bremen-Liga angeguckt und dann den BSV ausgewählt“, erinnert sich der Kicker. Am Bremer SV führte damals einfach kein Weg vorbei.

„Ich habe mich auch schnell eingelebt“, sagt Rockahr. „Er musste sich einige Sprüche anhören“, sagt Ahlers-Ceglarek. Die Kollegen hatten noch nicht vergessen, dass der Stürmer ihnen im Jahr zuvor gemeinsam mit Hildesheim einen Strich durch die Aufstiegsrechnung gemacht hatte. Aber das ist längst vergessen, auch weil Philipp Rockahr damals gleich seine sportlichen Qualitäten einbrachte. „Er ist ein überragender Fußballer“, findet dessen Kapitän. Die Zahlen sprechen für sich: Rockahr erzielte bislang 45 Tore im Trikot des Bremer SV und gab zudem noch 23 Torvorlagen. Mittlerweile tritt Rockahr zwar deutlich zentraler an als zu seiner Regionalligazeit, die er überwiegend auf dem Flügel verbracht hatte. Er findet allerdings nicht, dass er einen großen Vorteil als Stürmer einer Spitzenmannschaft hat: „Sicher haben wir mehr Abschlüsse als andere Teams, aber bei uns verteilen sich die Tore auch auf viel mehr Spieler.“ Ein Vergleich mit ähnlich erfolgreichen Angreifern aus weniger erfolgreichen Mannschaften würde deshalb hinken. Wie auch immer: Rockahr zählt ganz sicher zu den stärksten Angreifern der Liga; er hat bereits eine Spielklasse höher mitgehalten und könnte dies jederzeit wieder tun. Ganz aufgegeben hat er die Rückkehr in die Regionalliga ja auch noch nicht. Und wer weiß, was noch alles passiert? „Vielleicht steigen wir mit dem Bremer SV ja doch noch auf“, sagt Philipp Rockahr.

WÄHLEN SIE IHREN FAVORITEN

Wer wird Nachfolgervon Frithjof Rathjen als Bremens Amateurfußballer des Jahres? In dieser Woche stellen wir die fünf Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor. Bis Donnerstag, 14. Dezember, um 12 Uhr können Sie für Ihren Favoriten anrufen (Kosten pro Anruf 50 Cent aus dem deutschen Festnetz/Handytarife können abweichen). Nennen Sie ihren Vor- und
Zunamen, Adresse und Telefonnummer. Unter allen Teilnehmern an diesem Telefon-Voting verlost der WESER-KURIER ein Paket mit vier Tickets für das Bundesliga-Nordderby gegen den Hamburger SV Ende Februar im Weserstadion inklusive einer Werder-Card mit 50 Euro Guthaben.

Die Rufnummern im Überblick:

Daniel Block (FC Oberneuland) 01379 - 60 444 1

Jan Niklas Kersten (Leher TS) 01379 - 60 444 2

Uwe Meyer-Porsch (TSV Lesum-Burgdamm) 01379 - 60 444 3

Philipp Rockahr (Bremer SV) 01379 - 60 444 4

Christopher Taylor (SC Borgfeld) 01379 - 60 444 5

Region/Bremen Bezirk Bremen Bremer SV (Herren) Bremen Liga Bremen-Liga (Herren) 30. Amateur-Hallenturnier 2017 in Bremen

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