30. November 2018 / 21:56 Uhr

Wahnsinns-Krimi: Grizzlys besiegen die Adler Mannheim mit 4:3

Wahnsinns-Krimi: Grizzlys besiegen die Adler Mannheim mit 4:3

Jürgen Braun
Eishockey-Wahnsinn: Die Grizzlys feiern einen Sieg mit 4:3 n. V. gegen Mannheim.
Eishockey-Wahnsinn: Die Grizzlys feiern einen Sieg gegen Mannheim © Boris Baschin
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Saaaagenhaft! Ausgerechnet gegen Ex-Grizzlys-Coach Pavel Gross, ausgerechnet gegen den Spitzenreiter Adler Mannheim, beendeten die Wolfsburger ihre Niederlagen-Serie im Eishockey-Oberhaus, gewann 4:3 (1:1, 0:1, 2:1) nach Verlängerung. Sebastian Furchner, Cole Cassels, Spencer Machacek und Daniel Sparre trafen für die Gastgeber.

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Grizzlys-Nachwuchsmann Ceglarski ohne Einsatzzeit

Bei den ersatzgeschwächten Wolfsburgern stand Jakob Ceglarski (19) erstmals auf einem DEL-Spielberichtsbogen, der Stürmer aus dem U-20-Team der Grizzlys hatte aber keine Spielzeit.

Kris Foucault (M.) kommt nach einer Gehirnerschütterung nicht auf die Beine. Zur Galerie
Kris Foucault (M.) kommt nach einer Gehirnerschütterung nicht auf die Beine. ©
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Die Rückkehr des Pavel Gross

Es war die erste Rückkehr von Pavel Gross nach acht Jahren als Chef-Coach in Wolfsburg mit seinem neuen Klub - und die Partie gestaltete sich für das Team des souveränen Tabellenführers ähnlich zäh wie schon das Heimspiel, in dem zwischenzeitlich sogar mal die Wolfsburger geführt hatten. Von den Grizzlys-Fans hatte es für Gross keinen besonderen Empfang gegeben, die forderten ihre Mannschaft mit Sprechchören auf: „Wir wollen euch kämpfen sehen!“ Das versuchten die Wolfsburger auch, hatten aber erst einmal arge Probleme mit den griffigen Gästen. Die Adler hatten am Mittwoch zum erst zweiten Mal in dieser Saison alle Punkte verloren, waren mit 0:4 in Schwenningen eingegangen, das damit den letzten Platz an Wolfsburg weiterreichte. Gross im Vorfeld: „Wenn das da auf die leichte Schulter genommen worden ist, sollte das nicht zweimal passieren.“

Bilder zum Wahnsinns-Sieg gegen Mannheim

Grizzlys gegen Adler Mannheim 29. November 2018 Zur Galerie
Grizzlys gegen Adler Mannheim 29. November 2018 © City-Press GbR

Das erste Drittel - Tolle Vorarbeit von Steven Raabe

Wolfsburg behauptete sich gegen Mannheims Druck, hatte dann mal wieder Pech: Dennis Endras in Mannheims Tor parierte unfassbar mit langem Schläger vor dem leeren Eck, als Jeff Likens die Scheibe mit der Rückhand eindrücken wollte. Im Gegenzug gab es eine Strafe gegen Wolfsburg und in der Folge das 1:0 der Adler im Powerplay durch Andrew Desjardins (9.). Wolfsburg arbeitete sich dann aber in die Partie, die Mannheims Nationalspieler Mathias Plachta mit einer Beinverletzung nach einem Check von Likens gegen sein Knie verlassen musste. Und dann kam der Moment von Steven Raabe (17 Jahre). In seinem fünften DEL-Einsatz hatte der Nachwuchsmann - von Haus aus Stürmer - für die Grizzlys aber Verteidiger eine Schusschance. Er wartete klug, bis Gerrit Fauser und Furchner vor dem Tor eingeparkt hatten - Schuss, Furchner fälschte ab, 1:1! Chad Kolarik traf zwar kurz danach den Außenpfosten, das Remis aber ging zur ersten Pause in Ordnung.

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Adler-Keeper Dennis Endras ärgert Wolfsburg

Ins zweite Drittel starteten die Grizzlys stärker, doch gegen Endras war nichts zu machen. Gegen Marius Möchel, der ihn aus einem Meter Abstand prüfte, parierte er, kurz danach auch mit Blitz-Fanghand gegen Wade Bergman. Dazwischen hatte Chad Kolarik das 2:1 der Gäste eingestreut. Die Gäste hatten weiter Verletzungspech: Armin Wurm erwischte Brent Raedeke unabsichtlich mit hohem Schläger im Gesicht, der Adler-Stürmer musste mit einer Gesichtsverletzung in die Kabine (er spielte im Schlussdrittel wieder mit). Mannheim war spielerisch einen Tick besser, die Wolfsburger kämpften und ärgerten sich weiter mit Endras herum. Der legte gegen Brent Aubins Direktschuss (35.) die nächste Glanzparade hin.

Der Schlussabschnitt - Ausgleich, Rückstand, Krimi

"Hätten wir einen Lauf, würden die Dinger reingehen", ärgerte sich Grizzlys-Stürmer Marius Möchel vor dem letzten Drittel. Und dann war es mal nicht Endras, der die Gäste rettete, sondern bei Bergmans Hammer der Pfosten (43.). Dann gab es doch den Lohn für großes Grizzlys-Bemühen: Zwei Mannheimer hatten sich vor Wolfsburgs Tor über den Haufen gerannt, Cassels fuhr den Konter, Endras parierte zwar, doch der Angreifer war behindert worden, verwandelte den fälligen Penalty trocken zum 2:2 (51.). Die Grizzlys, die gut unterstützt von ihren Fans eine Leistung hingelegt hatten, die man ihnen nach den vergangenen zwei Klatschen nicht zugetraut hätte, schienen glücklos zu bleiben. Möchel kassierte kurz nach dem Ausgleich eine Strafe, das beste Powerplay-Team der Liga nutzte sie durch Jannik Möser zum 3:2. Die Grizzlys aber bissen. Brent Aubin hatte auf dem Weg hinter Mannheims Tor eine tolle Idee: Blitzpass vors Tor, Machacek war da, diesmal hatte Endras keine Zeit zu reagieren - 3:3. Die Grizzlys hatten einen Punkt sicher. Ein Ex-Mannheimer verwandelte Wolfsburgs Fan-Block dann in ein Tollhaus: Sparre hämmerte den Puck früh in der Verlängerung zum 4:3 ins Netz.

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