12. September 2018 / 11:33 Uhr

Walpurgis und sein Déjà-vu mit Dynamo Dresden

Walpurgis und sein Déjà-vu mit Dynamo Dresden

Jochen Leimert
Maik Walpurgis bei seiner ersten Pressekonferenz als Dynamo-Trainer.
Dynamo Dresdens neuer Chefcoach Maik Walpurgis (35). © Picasa
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Der Cheftrainer der Schwarz-Gelben ist seinem neuen Arbeitgeber in der Vergangenheit schon häufiger begegnet.

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Die Trainerkarriere von Maik Walpurgis ist keine typische, denn sie begann früher als bei den meisten seiner Kollegen, die oft erst nach einer längeren Spielerlaufbahn an die Seitenlinie wechseln. Doch bei Walpurgis fing sie schon 1992 an, weil er mit 18 Jahren als Spieler wegen diverser Verletzungen nicht mehr weitermachen konnte. Zunächst stieg der Novize in seiner Heimatstadt als Jugendtrainer beim SC Herford ein. Bis 1998 blieb er dem Verein treu, ehe er die U19 des FC Gütersloh übernahm und zum Westfalenmeister machte. Weil der Verein in die Insolvenz schlitterte, wechselte Walpurgis 2000 zum SV Enger-Westerenger und stieg mit dem Dorfclub im Jahr darauf in die Verbandsliga Westfalen auf. 2002 kehrte er nach Gütersloh zurück und übernahm die 1. Männermannschaft des neu gegründeten FC Gütersloh 2000. Von 2003 bis 2005 coachte er die Reserve von Arminia Bielefeld in der Oberliga und führte sie in die Regionalliga Nord. Obwohl sein Vertrag noch länger lief, gab er seinen Posten wegen mangelnder Rückendeckung auf der „Alm“ auf und tauchte erst 2008 unweit bei den Sportfreunden Lotte wieder auf.

DURCHKLICKEN: Erstes Dynamo-Training unter Maik Walpurgis

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​DFB-Pokal-Quali mit den Sportfreunden Lotte

Dort begannen erfolgreiche fünf Jahre, in denen der Coach die Mannschaft 188 Spiele lang begleitete. Walpurgis führte das Team in obere Tabellen-Regionen der Regionalliga West und zum Sieg im Westfalenpokal. So qualifizierte er sich mit den Sportfreunden auch für den DFB-Pokal 2009/10. Im Jahr 2013 war er sogar nah dran, den Sprung in die 3. Liga zu schaffen, doch in den Aufstiegsspielen gegen RB Leipzig fehlte ihm das Glück. Nach einem 0:2 in Leipzig holte seine Mannschaft zu Hause mit einer Energieleistung den Rückstand auf, verlor aber in der Verlängerung durch zwei Tore von Matthias Morys und Stefan Kutschke. Bis heute erinnert er sich gern an den Club aus dem Vorort von Osnabrück: „Ich will die Zeit dort nicht missen.“ Noch immer pflegt er gute Kontakte zu den Sportfreunden.

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Das Verhältnis zu den Clubchefs war 2013 aber zeitweise nicht mehr so gut, denn nach dem verpassten Aufstieg wechselte Walpurgis in die Nachbarschaft zum VfL Osnabrück, der gerade die Relegation gegen Dynamo verloren und die Rückkehr in die 3. Liga verpasst hatte. Eigentlich lief sein Vertrag noch, Lotte wollte ihn auch nicht gehen lassen, aber Walpurgis setzte sich durch.

Dynamo klopfte bereits bei Walpurgis an


In Osnabrück arbeitete er dann bis 2016 und lehnte im Sommer 2014 einen Wechsel nach Dresden ab. „Ich wollte niemanden im Stich lassen“, begründete er gestern seine damalige Entscheidung, nahe seiner Heimat zu bleiben und den Wiederaufbau bei den Niedersachsen weiter voranzutreiben.

Vom Ligakonkurrenten zur SGD

Den Höhepunkt seiner Karriere erlebte Walpurgis im November 2016, als er den FC Ingolstadt in der Bundesliga übernehmen durfte. Die schlecht gestarteten „Schanzer” hielt er lange chancenreich im Abstiegskampf, musste mit ihnen aber letztlich doch die Segel im Oberhaus streichen. Beim Neuanfang in der 2. Liga klemmte es aber, und nach drei Niederlagen zu Saisonbeginn – u.a. mit den Ex-Dynamos Stefan Kutschke und Romain Brégerie – war Schluss. Seither wartete der bodenständige Westfale auf neue Angebote, jetzt ist er zurück im Geschäft.

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