09. November 2018 / 16:08 Uhr

"Wärme und Herzlichkeit gespürt ": Als Dieter Hecking für VfB Leipzig spielte

"Wärme und Herzlichkeit gespürt ": Als Dieter Hecking für VfB Leipzig spielte

Redaktion Sportbuzzer
Dieter Hecking in der Saison 1993/94 im Trikot des VfB Leipzig.
Dieter Hecking trug in der Saison 1993/94 das Trikot des VfB Leipzig. © Imago
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Der Fußball in Probstheida blickt auf eine lange Geschichte zurück. An diesem Wochenende feiert der 1. FC Lok Leipzig den 125. Geburtstag seines Vorgängervereins VfB Leipzig. Anlässlich des Jubiläums erinnert sich Gladbach-Trainer Dieter Hecking an seine Zeit im VfB-Trikot.

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In 125 Jahren haben zahlreiche prominente Fußballer das Trikot des VfB sowie des 1. FC Lok Leipzig getragen. Einer von ihnen ist Dieter Hecking, der ebenso wie sechs andere Zeitzeugen seine Erinnerungen schildert.

Der 54-Jährige schaffte 1993 mit den Sachsen den überraschenden Bundesliga-Aufstieg. In der darauffolgenden Saison absolvierte der heutige Trainer von Borussia Mönchengladbach für den VfB 30 der insgesamt 36 Erstliga-Spiele seiner Karriere.

DURCHKLICKEN: Sechs Zeitzeugen erinnern sich

<b>Frank Edmond</b> war fester Bestandteil der  Bundesliga-Elf und lief fast 350 Mal für die Probstheidaer Teams auf. Schon sein Geburtsjahr war ein Fingerzeig: Als Frank Edmond 1966 geboren wurde, war der 1. FC Lokomotive Leipzig erst wenige Monate alt. Und als er mit 13 ehrfürchtig auf dem Clubgelände stand und an der Wand von Liebe, Ehre und Treue zum Verein las, schwenkte das Schicksal endgültig auf die Gleise der Loksche ein. „Ich hatte das große Glück, zwischen ehemaligen Topspielern heranzureifen – wie Henning Frenzel, Werner Gase oder Wolfram Löwe“, sagt Frank Edmond. Der 51-Jährige lief 349 Mal für Lok und VfB auf, stand 1987 im Finale des Europapokals der Pokalsieger und war Teil der legendären Bundesliga-Elf 1993/94. „Großartige Erinnerungen habe ich natürlich an unsere gemeinsamen Erfolge, wie die beiden gewonnenen FDGB-Pokalendspiele in Berlin, die großen Europacup-Abende im Zentralstadion – die unvergessen sind, sich auf die Festplatte vieler Leipziger eingebrannt haben und nicht getoppt werden können. Lok ist im wundervollen Sinne einzigartig“, sagt Edmond. Und: „Lok ist Kult!“ Zur Galerie
Frank Edmond war fester Bestandteil der Bundesliga-Elf und lief fast 350 Mal für die Probstheidaer Teams auf. Schon sein Geburtsjahr war ein Fingerzeig: Als Frank Edmond 1966 geboren wurde, war der 1. FC Lokomotive Leipzig erst wenige Monate alt. Und als er mit 13 ehrfürchtig auf dem Clubgelände stand und an der Wand von Liebe, Ehre und Treue zum Verein las, schwenkte das Schicksal endgültig auf die Gleise der Loksche ein. „Ich hatte das große Glück, zwischen ehemaligen Topspielern heranzureifen – wie Henning Frenzel, Werner Gase oder Wolfram Löwe“, sagt Frank Edmond. Der 51-Jährige lief 349 Mal für Lok und VfB auf, stand 1987 im Finale des Europapokals der Pokalsieger und war Teil der legendären Bundesliga-Elf 1993/94. „Großartige Erinnerungen habe ich natürlich an unsere gemeinsamen Erfolge, wie die beiden gewonnenen FDGB-Pokalendspiele in Berlin, die großen Europacup-Abende im Zentralstadion – die unvergessen sind, sich auf die Festplatte vieler Leipziger eingebrannt haben und nicht getoppt werden können. Lok ist im wundervollen Sinne einzigartig“, sagt Edmond. Und: „Lok ist Kult!“ ©
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Die beginnenden Neunziger waren eine Zeit für Pioniere – auch im Fußball: Als Dieter Hecking 1992 von Waldhof Mannheim zum VfB Leipzig wechselte, also als Wessi in den Osten kam, war dieser Weg noch eine Seltenheit. „Ich war einer der ersten Spieler, die diese umgekehrte Richtung gegangen sind.“ Was nun folgte, habe ihn tief geprägt. „Ich habe durchweg gute Erinnerungen an die zwei Jahre in Leipzig. Der Aufstieg in die Bundesliga war eine absolute Sensation.“ Die Klasse zu halten hätte angesichts der sportlich und infrastrukturell überlegenen Konkurrenten eines kleinen Wunders bedurft. Hecking und seine Mitstreiter konnten den Abstieg nicht verhindern.

Auch abseits des Platzes war es eine spannende Zeit für Hecking, seine Frau und die beiden Kinder. „Wir haben in Großpösna ein Haus gefunden, der Standard war damals noch nicht so hoch. Das war für uns als Familie schon eine Herausforderung.“

Am Anfang noch ein wenig skeptisch beäugt, habe er sehr schnell große Wärme und Herzlichkeit gespürt. In Leipzig bekam die Familie Zuwachs, die Zwillinge Jonas und Aaron wurden hier geboren. Ganz in der Nähe wohnte damals VfB-Verteidiger Frank Edmond – die Freundschaft der beiden hält bis heute. „Auch mit Jürgen Rische spreche ich noch häufiger, beide sind ja damals auch nach Braunschweig gewechselt.“ Die Leipziger Zeit – diese sensationellen, aber auch aufreibenden Jahre – sie wirkt bis heute nach.

Christopher Resch

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