Wird er den Egestorfern lange fehlen? Für Sascha Derr ging es im Test nicht weiter (Archivbild) © Stefan Zwing (Archiv)

Warten aufs MRT: Sascha Derr verletzt sich im Test mit dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder

Sorgen beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder: Sechser Sascha Derr hat sich beim Test gegen den SC Herford verletzt. Bei einem längeren Ausfall gehen Coach Jan Zimmermann die Alternativen aus.

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Der Trip zum SC Herford hat für den Fußball-Regionalligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder letztlich unter keinem guten Stern gestanden. Dabei waren es weniger das etwas magere 1:1, die erneut dürftige Chancenverwertung oder die Defizite bei der Defensivarbeit, die Coach Jan Zimmermann Sorgenfalten auf die Stirn trieben. Vielmehr schockte ihn die Ausfall von Mittelfeldspieler Sascha Derr, der nach zehn Minuten mit einer Fußverletzung ausgewechselt werden musste. „Wir müssen das MRT abwarten.“

Große Not auf der Sechs

Sollte die Untersuchung allerdings einen schwerwiegenderen Schaden und eine längere Ausfallzeit signalisieren, könnte der Verein zum Handeln gezwungen sein: Denn mit Jannik Oltrogge (Pfeiffersches Drüsenfieber) fällt bereits ein etatmäßiger Sechser aus. „Dann blieben mir noch Marvin Stieler sowie Sebastian Ratzsch und Jan Baßler.“ Doch auch Ratzsch plagen aktuell Beschwerden in der Wadenmuskulatur. Außerdem: „Der Plan sah anders aus.“ Die Oldies Ratzsch und Baßler sollten eigentlich primär als Aushilfe parat stehen, „als Ausnahmen“. „Wenn Sascha Derr und Jannik Oltrogge länger ausfallen, müssen wir uns ernsthaft Gedanken machen, ob wir personell noch einmal tätig werden. Ich hätte sonst große Bauchschmerzen“, gibt Zimmermann ehrlich zu.

Während im defensiven Mittelfeld derzeit also Probleme herrschen, die auch die Partie in Herford durchaus sichtbar werden ließen, gibt es in der Abwehr Entwarnung: „Die Lage auf den Innenverteidigerpositionen entspannt sich“, sagt Zimmermann. Vor allem das Comeback von Yannick Oelmann nach fast einjähriger Verletzungspause nahm der Coach erfreut zur Kenntnis. „Yannick macht in allen Belangen einen Supereindruck, scheint voll belastbar und ist eine absolute Option für den Saisonstart.“

Arbeit gegen den Ball passt nicht

Überhaupt bereite ihm die Viererkette keine Sorgen. Diese habe letztlich am Ende das Schlimmste noch verhindert. „Aber im Mittelfeld passt es bei der Arbeit gegen den Ball nicht.“ Dem Gegner werde viel zu viel Raum gelassen, es fehlt die Kompaktheit und die Disziplin. „Die Jungs müssen zu viel hin- und herlaufen. Und wir erobern zu wenige Bälle“, bemängelt der Trainer auch die Zweikampfschwäche. „Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir uns noch ein zweites Tor gefangen hätten.“

Auf der anderen Seite seien die Offensivbemühungen auch in Herford wieder durchaus passabel gewesen. „Wir haben uns wieder eine Vielzahl von Chancen herausgespielt, hätten vor allem in der Schlussphase den Sieg klar machen müssen.“ Doch erneut fehlte es an der nötigen Effizienz.  So blieb es bei dem einen Treffer, den Christoph Beismann per Strafstoß erzielte (25.). Der SC Herford hatte kurz zuvor durch ein 20-Meter-Traumtor die Führung vorgelegt (20.). „Das war schon eine gute Truppe, die Oberliga-Niveau hat. Aber wir haben sie halt auch spielen lassen.“

Im nächsten Test ist am Freitag (19.30 Uhr) beim Landesligisten SVBE Steimbke. Dort will Zimmermanneine Steigerung sehen: „Wir müssen kompakter agieren, mehr Ballgewinne schaffen, besser umschalten und effizienter mit unseren Chancen umgehen“, fordert der Coach.

Das DFB-Pokal-Duell gegen den Bundesligisten 1899 Hoffenheim wurde übrigens auf Sonntag, 21. August terminiert. Anpfiff ist um 15.30 Uhr.

Regionalliga Nord Region Norddeutschland (Herren) Region/Lübeck Germania Egestorf/Langreder (Herren)

KOMMENTIEREN

KOMMENTARE