02. Dezember 2018 / 16:19 Uhr

Was für eine Show! Puckkind Gustl begeistert bei den Grizzlys Wolfsburg

Was für eine Show! Puckkind Gustl begeistert bei den Grizzlys Wolfsburg

Jürgen Braun
Starker Auftritt von Puckkind Augustin Philipp.jpg
Starker Auftritt von Puckkind Augustin Philippi.
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Vielleicht war das ein gutes Omen. Auf jeden Fall war es eine gute Show und sorgte schon vor dem Start des Eishockey-Hits am Freitag zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Adlern Mannheim für Begeisterung: Puckkind Augustin Philippi zeigte auf dem Weg zu Bullypunkt und Schiedsrichtern ein paar coole Tricks. Dabei ist er erst acht Jahre alt.

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Abgang mit Vollbremsung wie die Großen

Puck hintenrum durch die eigenen Beine spielen, vorne wieder aufnehmen, Puck hintenrum durch die Beine, mit der Kufe weiterleiten, wieder aufnehmen und weiter. Es hatte Stil, was der Youngster machte, der schon für die U 11 (wie sein Bruder Caspar) der Grizzlys spielt. So eine Vorstellung aber hat sich bislang noch keiner getraut. Das Puckkind hat Tradition bei den Grizzlys. Stets bringt ein ganz junger Nachwuchsspieler oder eine Nachwuchsspielerin das Spielgerät vor der Eröffnung zum mittleren Bullypunkt, manche hauen gleich schüchtern wieder ab, manche klatschen mit den Spielern und Referees ab, alle bekommen in der Regel den aufmunternden Klaps mit dem Schläger von den gestandenen Profis. Philippi, dessen Eltern aus München stammen, nach einer Zwischenstation in Berlin vor acht Jahren nach Wolfsburg kamen, und der deshalb nur Gustl gerufen wird, klatschte mit Hauptschiedsrichter Daniel Piechaczek ab, dann schoss er zum Ausgang, legte eine spritzende Vollbremsung im Stile der Großen hin, verschwand in der Kabine. Später erklärte er souverän: "Die Ehre stand auf dem Spiel."

Die Show von Augustin Philippi

Nice Skills 🏒👏❤

Gepostet von Grizzlys Wolfsburg am Samstag, 1. Dezember 2018

Die Mutter hatte nichts geahnt

Die Show des Jüngsten - Mutter Caroline war fassungslos: "Geübt hat er das meines Wissens nach nicht, so zocken soll der Nachwuchs im Training eigentlich auch gar nicht". Und sie hatte auch nichts geahnt: "Er war nachmittags noch bei einem Freund, kam mit Bekannten zur Halle. Allerdings, so erinnert sich die Mutter: "Als ich wusste, dass er Puckkind wird, hatte ich gemeint, er könne doch vielleicht mit Gerrit Fauser abklatschen, wo er doch auch die Nummer 23 trägt. Doch er meinte nur ,Mama, ich muss mich da konzentrieren.'" Am Freitagabend erlebten dann die Mutter und 2550 Zuschauer, worauf sich der Knirps, der seit seinem dritten Lebensjahr aufs Eis geht, konzentrieren musste. Die Profis konzentrierten sich danach auch, gewannen gegen Mannheim 4:3 nach Verlängerung. Die Grizzlys verbreiteten das Video vom Auflaufen, es gab ein Riesenecho.

Grizzlys gegen Adler Mannheim 29. November 2018 Zur Galerie
Grizzlys gegen Adler Mannheim 29. November 2018 © City-Press GbR
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Nachwuchs wünscht sich zweite Eisfläche

Es passte irgendwie auch ins Bild bei den Grizzlys. Denn die haben im Profi-Team ungeheure Personalnot. Mit Steven Raabe zählt ein 17-Jähriger dort schon zum Stammpersonal. Coach Hans Kossmann hat überhaupt kein Problem, solche Jungs einzubauen.Jakob Ceglarski aus der U 20 stand auch schon auf dem Spielberichtsbogen. Und wer weiß, wohin der Weg des einen oder anderen ganz jungen Nachwuchsspielers wie Augustin oder Caspar Philippi führt. Die Mutter weiß: "Dass Steven oben spielt, das freut uns in der Nachwuchsabteilung natürlich ungemein. Toll ist auch, dass wir seit dieser Saison einen zweiten hauptamtlichen Trainer haben." Zu Roland Flöss, der dem jüngsten Philippi das Schlittschuhlaufen beigebracht hatte, stieß noch Daniel Galonska aus Iserlohn, die beiden kümmern sich auch stark um die U 11. Nur einen Wunsch hätte Caroline Philippi noch: "Wir brauchen eine zweite Eisfläche, wir haben viele Kinder, aber nicht genug Eiszeiten." Eine Zeitlang gab es für das Grizzlys-Puckkind einen Trikotsponsor. Den gibt es im Moment nicht...

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