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Was ist Futsal?

Die deutsche Futsal-Nationalmannschaft gibt es seit zwei Jahren. Der Sport ist aber viel älter und hat vor allem in Südamerika eine große Tradition. Was unterscheidet den Hallensport vom Fußball?

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Wer hat's erfunden?

Juan Carlos Ceriani war ein passionierter Sportlehrer. So passioniert, dass er sich im Jahr 1930 eine eigene Sportart für seine Schüler ausdachte. In Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, wollte er unterschiedlich alte Kinder zusammenbringen ­- und brachte den Fußball in die Halle.

So lautet die eine Version zur Entstehung des Futsals. Die Andere besagt, dass der Sport in Brasilien entstand. In Sao Paolo wichen in den 1940er-Jahren Fußballspieler auf Basketballpllätze aus, wenn alle Fußballfelder der Stadt belegt waren. Sie spielten mit einem kleineren, schwereren Ball, damit der nicht ständig vom verkleinerten Spielfeld hüpfte. Und sie nannten ihren Sport "O Esporte da Bola Pesada" - die Sportart des schweren Balles.

Ob der Futsal nun in Uruguay oder Brasilien entstand, ist zwar nicht geklärt. Fest steht, dass Futsal seinen Ursprung in Südamerika hat. Dort ist er auch heute am weitesten verbreitet. Seit 1989 ist Futsal von der FIFA offiziell anerkannt. Seitdem sind auch die Regeln international festgelegt. Der Name leitet sich vom portugiesischen Ausdruck "futebol de salão", Hallenfußball, ab.

Wie lauten die Grundvoraussetzungen?

Je Team treten vier Spieler und ein Torwart an, sie spielen auf einem Spielfeld ohne Bande, das 38 bis 42 Meter lang und 20 bis 25 Meter breit ist. Gespielt wird auf drei Meter breite Handballtore. Doch nicht nur die Tore sind deutlich kleiner als beim Fußball, sondern auch der Ball. Er hat sechs Zentimeter weniger Durchmesser und ist schwerer, damit er nicht so stark springt. So soll eine bessere Ballkontrolle gewährleistet werden.

Die größten Unterschiede zum Fußball?

Eine Halbzeit dauert 20 Minuten, gewechselt werden darf unbegrenzt und fließend. Einwürfe sind durch Einkicks ersetzt, statt eines Elfmeters gibt es einen Sechsmeter. Freistöße werden wie im Fußball gepfiffen, nach dem fünften Foul pro Halbzeit bekommt die gegnerische Mannschaft für jedes weitere Foul einen Freistoß aus zehn Metern Torentfernung zugesprochen, der ohne Mauer ausgeführt werden darf. Bekommt ein Spieler eine rote Karte, darf er nach zwei Minuten Sperre durch einen Mitspieler ersetzt werden.

Was ist die Vier-Sekunden-Regel?

Diese Regel besagt, dass ein Spieler bei ruhenden Bällen nur vier Sekunden Zeit bis zur Ausführung hat. Dauert das zu lange, bekommt die gegnerische Mannschaft den Ball. Zudem gilt beim Futsal eine verschärfte Rückpass-Regel: Der Torwart darf den Ball nur einmal berühren und dabei höchstens vier Sekunden kontrollieren.

Wie steht es um Futsal in Deutschland?

Der DFB-Futsal-Cup fand zum ersten Mal im Apil 2006 statt, seit 2015 gibt es eine deutsche Meisterschaft. Vor knapp zwei jahren gründete sich die deutsche Futsal-Nationalmannschaft. Weil sie noch so jung ist, ist sie noch nicht auf der FIFA-Weltrangliste vertreten.

Welche Nationalmannschaften sind am erfolgreichsten?

Seit 1989 wird alle vier Jahre eine Futsal-Weltmeisterschaft ausgetragen. Die bisher letzte WM gewann Argentinien 2016. Rekordmeister ist Brasilien mit fünf Titeln.

Region/Dresden Kreis Dresden

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