03. Dezember 2018 / 21:20 Uhr

Was ist möglich für den VfL Wolfsburg? Labbadia: "Setze mir nie ein Limit"

Was ist möglich für den VfL Wolfsburg? Labbadia: "Setze mir nie ein Limit"

Engelbert Hensel
Freude bei Cheftrainer Bruno Labbadia und Wout Weghorst.
Freude bei Cheftrainer Bruno Labbadia und Wout Weghorst. © imago/Hübner
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Der VfL Wolfsburg blüht nach holprigen Wochen wieder auf und zwingt die Topteams Eintracht Frankfurt und RB Leipzig in die Knie. Das Selbstvertrauen wächst bei den "Wölfen" ebenso wie die Hoffnung auf eine sorgenfreie Saison - oder geht der Blick sogar noch oben?

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Nach dem Top-Start mit sieben Punkten aus den ersten drei Liga-Spielen folgte die Durststrecke (nur ein Sieg aus neun Partien) – aber die hat der Wolfsburger Fußball-Bundesligist eindrucksvoll beendet. Dank der Siege gegen die Spitzenteams Leipzig und jetzt am Sonntag bei Eintracht Frankfurt.

"Wir sind happy, dass wir innerhalb einer Woche zwei Topteams schlagen konnten“, sagt VfL-Angreifer Daniel Ginczek. „Das ist ein Ausrufezeichen. Das war eine Reifeprüfung für die Mannschaft.“

Bilder vom Spiel der 1. Bundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg

Wolfsburgs Robin Knoche (rechts) und der Frankfurter Ante Rebic kämpfen um den Ball. Zur Galerie
Wolfsburgs Robin Knoche (rechts) und der Frankfurter Ante Rebic kämpfen um den Ball. ©
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"Die Stimmung war schon wieder ein bisschen negativ"

Eine Mannschaft, die ihren Fans noch vor drei Wochen nach zwei Fast-Abstiegen in Folge Sorgen bereitet hatte. „Die Stimmung war schon wieder ein bisschen negativ“, beschreibt Ginczek die Tage nach der 1:2-Niederlage bei Hannover 96, nach denen zu befürchten war, der VfL könnte wieder in Richtung Relegation rutschen. Vergessen und vorbei, denn die beiden letzten Auftritte der Wolfsburger erinnern stark an den VfL zu Saisonbeginn.

Die oberen Plätze sind in Reichweite

Erfolgshungrig, kampfstark und mit der nötigen Coolness vor dem gegnerischen Gehäuse hat sich das Team von Bruno Labbadia an die oberen Plätze herangekämpft. Der Coach: „Es ist gut, dass wir uns jetzt für unseren Aufwand belohnen. Wenn wir am Anschlag arbeiten, sind wir schwer zu schlagen.“

Das sind die Noten für die Spieler des VfL Wolfsburg nach dem Spiel in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt

Koen Casteels. Zur Galerie
Koen Casteels. ©

Schmadtke will "keine Forderungen stellen"

Gegen Leipzig und in Frankfurt war das so, befand Jörg Schmadtke. Der VfL-Manager: „Ich finde, dass wir in den vergangenen beiden Spielen deutlich besser verteidigt haben, klarer in den Abwehraktionen waren – das ist die größte Veränderung zu den Wochen zuvor.“

Diese Auftritte seien jetzt „ein Stück weit ein Gradmesser für die Spiele, die nun kommen. Die Mannschaft legt sich die Messlatte da relativ hoch“, sagt Schmadtke einerseits. Gleichwohl betont er: „Ich möchte jetzt keine Forderungen stellen – mir macht es Spaß, wenn die Mannschaft so auftritt. Auch in kritischen Situationen ruht sie in sich, so wirkt das zumindest – das ist gut zu sehen.“

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Daniel Ginczek: Wir haben gesagt, dass wir eine gute Ausgangslage für die Rückrunde schaffen wollen. Wir hatten zwölf Punkte, jetzt haben wir zwei sehr gute Mannschaften geschlagen und 18 Punkte. Das haben wir uns erarbeitet. Natürlich wollen wir aus den letzten vier Spielen jetzt auch einen maximalen Erfolg. Zur Galerie
Daniel Ginczek: "Wir haben gesagt, dass wir eine gute Ausgangslage für die Rückrunde schaffen wollen. Wir hatten zwölf Punkte, jetzt haben wir zwei sehr gute Mannschaften geschlagen und 18 Punkte. Das haben wir uns erarbeitet. Natürlich wollen wir aus den letzten vier Spielen jetzt auch einen maximalen Erfolg." ©

Vorn harmonieren Admir Mehmedi, Wout Weghorst und Ginczek, im Mittelfeld überzeugten zuletzt Maximilian Arnold (als Sechser), Elvis Rexhbecaj und Yannick Gerhardt (auf den Seiten) mit einer hohen Laufbereitschaft. Schmadtke lobt: „Arnold interpretiert seine Rolle sehr intelligent, stellt gut die Räume zu, in denen es gefährlich werden könnte.

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Laufwunder Rexhbecaj und Gerhardt

Die beiden anderen laufen wie die Häschen, schaffen mit ihrem Bewegungsdrang Entlastung für den Defensivverbund und unterstützen die Angreifer.“ Gerhardt war mit zwölf Kilometern der laufstärkste VfLer, Rexhbecaj lief 11,5 km, war damit zweitstärkster Wolfsburger, Arnold kam auf 10,8 km, gehörte damit zu den Top Fünf im Labbadia-Team. Top-Werte.

Bleibt die Frage: Geht in dieser Saison, in der nach zwei Fast-Abstiegen das Stabilisieren im Blickpunkt steht, nach den jüngsten Erfolgserlebnissen etwa doch mehr? Labbadia selbstbewusst: „Ich setze mir nie ein Limit, wir wollen jeden Punkt holen, den wir holen können – das habe ich auch der Mannschaft gesagt.“

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