30. November 2018 / 19:20 Uhr

Was wäre, wenn Eintracht Braunschweig absteigt? 16 Fragen und Antworten zum Worst-Case-Szenario

Was wäre, wenn Eintracht Braunschweig absteigt? 16 Fragen und Antworten zum Worst-Case-Szenario

Alex Leppert
Ein viel zu häufiges Bild in dieser Saison: Niedergeschlagene Eintracht-Spieler nach einem verlorenen Ligaspiel.
Ein viel zu häufiges Bild in dieser Saison: Niedergeschlagene Eintracht-Spieler nach einem verlorenen Ligaspiel. © imago/Noah Wedel
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Es sind zwar noch 22 Spiele und damit 66 Punkte zu vergeben – doch so langsam muss sich Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig wohl oder übel mit dem Thema Regionalliga befassen. Erst recht dann, wenn für das Schlusslicht am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den VfR Aalen kein Sieg herausspringt. Doch was würde ein Abstieg bedeuten? Hier kommen Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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Wäre die Eintracht pleite?

Eher nicht. Zum einen würden im Zweifel die regionalen Sponsoren sowie die Stadt alles tun, Braunschweigs sportliches Aushängeschild zu erhalten. Zum anderen wurde in den vergangenen Jahren zumindest solide gewirtschaftet.

Aber was ist mit den Schulden?

Als großes Problem könnte sich der millionenschwere Rückkauf der TV-Rechte erweisen. Als diese Vereinbarung 2015 mit Unternehmer Michael Kölmel getroffen wurde, war nicht abzusehen, dass die Einnahmen daraus von gut neun Millionen Euro nahezu auf Null sinken würden.

Bleiben die Sponsoren?

Da die großen Sponsoren fast alle aus regionaler Verbundenheit die Eintracht unterstützen, ist damit zu rechnen. Die Summen werden aber natürlich deutlich niedriger. Viele Kleinsponsoren werden hingegen ganz abspringen.

Kommt ein Investor?

Klub (und darüber entscheidende Mitglieder) würden einen großen Fehler machen, einen Teil der 100 Prozent Anteile zu verkaufen. Wie teuer schnelles Geld in schlechten Zeiten später werden kann, hat sich ja nach dem Jahr 2000 beim Kölmel-Vertrag gezeigt.

Was ist mit der Geschäftsstelle?

Dort gibt es bereits jetzt personelle Einschnitte, die selbst bei einem Klassenerhalt am Saisonende weitergehen werden. Bei einem Abstieg müssen noch mehr Mitarbeiter gehen.

Das ist der Spielplan von Eintracht Braunschweig:

19. Spieltag (15. Dezember, 14 Uhr): Energie Cottbus - Eintracht Braunschweig Zur Galerie
19. Spieltag (15. Dezember, 14 Uhr): Energie Cottbus - Eintracht Braunschweig ©
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Steht das Nachwuchsleistungszentrum auf der Kippe?

Ja, es wäre in seiner jetzigen Form nicht mehr finanzierbar. Zudem gibt es dort sportlich und infrastrukturell eh schon Probleme.

Wäre die Regionalliga unter der Eintracht-Würde?

Gefühlt ja. Allerdings war die alte Oberliga/Regionalliga Nord von 1974 bis 2000, in der Braunschweig bereits acht Jahre spielte, im Grunde identisch mit der heutigen Klasse – allerdings eine Ebene höher.

Wie hoch wäre der Etat?

Der von 1860 München lag im vergangenen Regionalliga-Jahr bei drei Millionen Euro, in diesem Bereich dürfte sich auch die Eintracht einpendeln – und wäre damit klar der Liga-Krösus.

Wird weiter im Stadion gespielt?

Ja, die Stadt wäre schlecht beraten, überhaupt keine statt geringe Pachteinnahmen zu haben.

Wie viel Fans kommen noch?

Das hinge davon ab, ob es eine Art Aufbruchstimmung gibt. Dann sind sogar fünfstellige Besucherzahlen möglich.

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Bleibt der Trainer?

Nein, André Schubert hat erklärt, dass sein Vertrag (bis 2021) nicht für die Regionalliga gilt.

Und die Mannschaft?

Vom jetzigen Profi-Kader dürfte maximal eine Handvoll Spieler bei den Blau-Gelben bleiben. Dazu einige, die derzeit zwischen Drittliga- und Oberliga-Team pendeln.

Ist mit Einnahmen aus Transfers zu rechnen?

Kaum. Der Vertrag von Christoffer Nyman beispielsweise läuft aus, lediglich der an Union Berlin ausgeliehene Suleiman Abdullahi dürfte einen für einen Regionalligisten nennenswerten Betrag in die Kasse bringen, wenn er überhaupt für die Regionalliga gilt.

Muss die U23 wieder zwangsabsteigen?

Nein, sie könnte – wenn das überhaupt noch so gewollt ist – weiter in der Oberliga spielen.

Was passiert mit dem Präsidium?

Präsident Sebastian Ebel ist keiner, der sich versteckt, wenn's unangenehm wird. Er wird wohl weitermachen, ist aber ohnehin noch bis Ende 2019 gewählt.

Kann die Eintracht wieder aufsteigen?

Das sollte sie, denn in der nächsten Saison muss der Nord-Meister keine Relegationsspiele bestreiten. Doch wie schwer es ist, nach einem Abstieg eine komplett neue Mannschaft zusammenzustellen, zeigt sich ja gerade in der aktuellen Spielzeit...

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