23. Januar 2019 / 21:00 Uhr

Packung: Waspo 98 bekommt bei Spandau 04 einen gewaltigen Schuss vor den Bug

Packung: Waspo 98 bekommt bei Spandau 04 einen gewaltigen Schuss vor den Bug

Stefan Dinse
Spritzig: Aleksandar Radovic (rechts) greift gegen Spandaus Kapitän Marko Stamm zu.
Spritzig: Aleksandar Radovic (rechts) greift gegen Spandaus Kapitän Marko Stamm zu. © Sandra Seifert
Anzeige

Diese Niederlage schmeckt niemandem: Waspo 98 Hannover verliert in der Champions League mit 9:15 bei den WF Spandau 04. Damit hängt Waspo 98 in Pool B weiter am Tabellenende fest. Torwart Moritz Schenkel lässt sich entnervt auswechseln.

Anzeige

Waspo-Chef Bernd Seidensticker hat sich im vierten Abschnitt gar nicht mehr richtig aufgeregt. Er war richtig bedient. Die Wasserballer von Waspo 98 Hannover saßen da längst auf dem Trockenen, für den Meister ging bei den WF Spandau 04 nichts mehr. Am 7. Spieltag der Champions League verlor Waspo in Berlin mit 9:15 (3:5, 3:4, 2:4, 1:2). Damit hängt Hannover einstweilen am Tabellengrund in Pool B fest. „Das war in Summe heute nicht unser Tag“, stellte Trainer Karsten Seehafer fest.

Mehr Wasserball im Sportbuzzer

Waspo scheitert oft am Pfosten

Mit 2:5 hatte Waspo in einer hektischen Begegnung schon zurückgelegen, kämpfte sich auf 5:5 heran. Den Ausgleich erzielte Darko Brguljan im Nachsetzen, was Spandaus Torwart Laszlo Baksa dazu veranlasste, vor Zorn den Pfosten regelrecht zu würgen. Das war insofern ungerecht, als das Gebälk zuvor vierfach einem Waspo-Treffer im Weg gewesen war und dem Ungarn gute Dienste geleistet hatte. Anschließend blieb dann auch den Gästen die Luft weg, vor allem Spandaus Strafzeiten nutzten sie nicht aus und fielen dadurch vorentscheidend auf 5:9 zurück. „Wir hatten genügend Möglichkeiten und wussten, dass das Überzahlspiel entscheidend sein wird“, monierte Seehafer.

Waspo machte etliche Fehler, wirkte defensiv wenig beweglich. Dazu kamen Wurfpech und etliche umstrittene Szenen. Es gab viele offene und versteckte Fouls und Nickligkeiten, Geschrei und Gezänk. Die anfängliche Hektik wollte nicht abebben. Beim Stand von 5:9 flutschte der Ball zwischen Pfosten und Nationaltorwart Moritz Schenkel durch, insgesamt brachte es Hannovers Schlussmann nur auf zwei Paraden.

Die Bilder vom Supercup-Gewinn der Wasserballer von Waspo 98 Hannover gegen die Wasserfreunde Spandau

Eindrücke vom Supercup-Gewinn der Wasserballer von Waspo 98 Hannover gegen Spandau. Zur Galerie
Eindrücke vom Supercup-Gewinn der Wasserballer von Waspo 98 Hannover gegen Spandau. ©
Anzeige

Moritz Schenkel macht keine gute Figur

Der ungewohnt wurfschwache Brguljan verkürzte auf 6:9 und Center Jorn Winkelhorst im dritten Abschnitt auf 7:9. Näher kam Waspo nicht mehr heran. Baksa wuchs über sich hinaus, ohne sich dafür noch einmal am Aluminium festhalten zu müssen.

Schenkel andererseits rutschte ein weiterer leichter Ball durch die Hände, er ließ sich im finalen Abschnitt entnervt auswechseln. Fluchend warf er in der letzten Pause mehrere Bälle durch die Schöneberger Schwimmhalle – das Malträtieren des Tores ist seine Sache nicht. Der eingewechselte Kevin Götz machte keine Fehler, die Partie war jedoch längst gelaufen. „Womöglich war das ein Warnschuss zur rechten Zeit. Glückwunsch, Spandau war klar besser“, sagte Seidensticker.

Waspos Tore: Darko Brguljan, Jorn Winkelhorst je 2, Tobias Preuß, Predrag Jokic, Ante Corusic, Aleksandar Radovic, Julian Real

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Hannover
Sport aus aller Welt