06. Februar 2019 / 21:20 Uhr

Es geht doch: Waspo 98 erkämpft sich ersten Saisonsieg in der Champions League!

Es geht doch: Waspo 98 erkämpft sich ersten Saisonsieg in der Champions League!

Stefan Dinse
Eine von zwölf Paraden: Waspos starker Moritz Schenkel wehrt einen Wurf der Berliner ab.
Eine von zwölf Paraden: Waspos starker Moritz Schenkel wehrt einen Wurf der Berliner ab. © Florian Petrow
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Waspo 98 feiert einen 11:7-Erfolg gegen Spandau 04 in der Champions League. Maßgeblichen Anteil am ersten Sieg in der Champions League in dieser Saison hat Torwart Moritz Schenkel. "Das war nichts für schwache Nerven", sagt Trainer Karsten Seehafer.

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Im dritten Viertel hat Abwehrchef Julian Real von Waspo 98 Hannover binnen zehn Sekunden zwei ebenso wichtige wie sehenswerte Aktionen gehabt. Erst entschärfte der Kapitän der Wasserball-Nationalmannschaft einen Gewaltwurf mit dem Kopf. Der noch brummende Schädel mag ursächlich gewesen sein, bei der nächsten Chance nicht lange zu überlegen: Real traf aus der Distanz zum wichtigen 7:4.

Und auch Waspo dürfte nun den Kopf frei haben für die kommenden Aufgaben. Das 11:7 (1:3, 4:1, 4:0, 2:3) gegen Spandau 04 war Hannovers erster Saisonerfolg in der Champions League. Mann des Abends war der überragende Torwart Moritz Schenkel, der nicht weniger als zwölf Paraden zeigte.

„Es war nicht unser bestes Spiel und nichts für schwache Nerven. Aber wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können“, sagte Waspo-Trainer Karsten Seehafer zu der Leistung am achten Spieltags der Königsklasse.

Fotos zur Champions League zwischen Waspo 98 Hannover und Spandau 04:

Predrag Jokic klatscht mit Luka Seculic ab. Zur Galerie
Predrag Jokic klatscht mit Luka Seculic ab. ©
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Beide Teams nutzen Chancen in Überzahl schlecht

Im ersten Viertel leistete sich Waspo den Luxus, alle fünf Überzahlspiele ungenutzt zu lassen – und das teilweise sogar kläglich. Allein der sehr starke Montenegriner Aleksandar Radovic war mit einem Gewaltwurf aus mehr als acht Metern erfolgreich. Es war ein Versuch, weil nichts anderes funktionieren wollte. Spandau zog sich, anders als beim jüngsten 15:9-Sieg gegen Waspo in Berlin, recht weit zurück. „Das haben wir schlecht gespielt am Anfang“, kritisierte Seehafer.

Im zweiten Abschnitt machten es die Gastgeber deutlich cleverer, jetzt klappte bei den Berlinern offensiv nicht mehr viel. Sie scheiterten oft an Schenkel und hatten mit zwei Toren aus elf Versuchen eine fast ebenso schlechte Überzahlquote wie Waspo (2 Tore/13 Fouls). Hannover setzte sich von 2:4 auf 9:4 im dritten Durchgang ab. Sieben Treffer am Stück sind auch beim Wasserball selten. Das gab viel Beifall, unter anderem von den Oberliga-Fußballern von Arminia Hannover.

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Tobias Preuß gerät mit einem Berliner aneinander

Obwohl das Duell praktisch entschieden war, schenkten sich die Kontrahenten nichts. Waspos Tobias Preuß und Ben Reibel gerieten zu Beginn des vierten Abschnitts handfest aneinander, als sie beim Anschwimmen den Ball erobern wollten. Es blieb jedoch folgenlos und der letzte große Aufreger des Abends. „Spiele gegen Spandau sind immer emotional“, sagte Seehafer sichtlich erleichtert.

Waspos Tore: Radovic 3, Real, Ante Corusic je 2, Luka Sekulic, Predrag Jokic, Darko Brguljan, Preuß je 1.

Nächster Gegner in der Champions League ist am 27. Februar Szolnok aus Ungarn. Waspo hat Heimrecht im Stadionbad.

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