03. Dezember 2018 / 09:08 Uhr

"Das zeichnet uns aus": Waspo 98 bleibt ganz ruhig und dreht das Topspiel in Spandau

"Das zeichnet uns aus": Waspo 98 bleibt ganz ruhig und dreht das Topspiel in Spandau

Stefan Dinse
31.3.2018 , Wasserball , Champions League: 2017-18 , FOTO: Florian Petrow :
Waspo - Moskau:
Geschlagen . Moritz Schenkel
Moritz Schenkel (rote Kappe) und seine Mitspieler von Waspo 98 lassen sich in Spandau nicht aus der Ruhe bringen. © Florian Petrow
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Waspo 98 liegt in Spandau bereits mit 0:3 zurück, bleibt jedoch ruhig und wendet das Blatt im Topspiel noch. Das Team von Karsten Seehafer setzt sich noch mit 6:5 durch. Ärger gibt es um Darko Brguljan, der aus dem Becken muss. "Sieht unglücklich aus, war aber keine Tätlichkeit", sagt Abwehrchef Julian Real.

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Von diesem Doppelschlag hätten sich die Wasserballer von Waspo 98 gar nicht erholen dürfen. Kurz vor der Halbzeit musste Darko Brguljan, der Mann für die wichtigen Tore, wegen eines schweren Fouls raus, und Gastgeber Spandau 04 erzielte prompt das 3:0. „Aber wir sind ruhig geblieben, das zeichnet uns aus“, sagte der erneut sehr starke Schlussmann Moritz Schenkel. Waspo drehte das Topspiel noch und gewann mit 6:5 (0:1, 1:2, 2:0, 3:2).

"Dann passiert so etwas schon mal"

Brguljan war vom Berliner Stefan Pjesivac zweifach hart angegangen worden, dann wollte er sich losreißen. „Sieht unglücklich aus, war aber keine Tätlichkeit. Die Schiedsrichter haben vorher viel laufen lassen, dann passiert so etwas schon mal“, sagte Abwehrchef Julian Real. Der Montenegriner Brguljan musste mit Ersatz raus, zuletzt war ihm das auch schon in der Champions League passiert. Er wird für eine Partie gesperrt.

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„Insgesamt war es jedoch fair“, so Real, dem 20 Sekunden vor dem Seitenwechsel noch das wichtige 1:3 gelang, zuvor hatte Waspo beste Chancen vergeben. „Danach sind wir zwar nicht brillant, aber einfach besser“, stellte Trainer Karsten Seehafer fest.

Im zweiten Abschnitt übernahm der von den White Sharks gekommene Wolf Moog zweifach Verantwortung, traf in Überzahl zum Ausgleich. „Stark, da hat er sich ein Herz gefasst und das Vertrauen in ihn bestätigt“, lobte Schenkel. Anschließend führte jeweils Waspo, nun schwamm Spandau dem Meister hinterher.

Kovacevic sieht Rot

Stress gab es im Schlussviertel, als die Hausherren vermeintlich das 6:5 erzielt hatten. Sie hatten sich bei der Ausführung eines Freiwurfs aus fünf Metern jedoch zu viel Zeit gelassen, der Treffer zählte nicht. Berlins Coach Petar Kovacevic ließ sich daraufhin nicht beruhigen, auch der Betreuer konnte ihn nicht aufhalten. Kovacevic schäumte und kickte zwei Hütchen ins Wasser, sah schließlich Rot. „Die Entscheidung des Schiedsrichters war okay. Das hat ewig gedauert mit diesem Freiwurf“, betonte Schenkel.

Bilder vom fünften Spiel um die Deutsche Wasserballmeisterschaft zwischen Waspo 98 und Spandau 04 (Juni 2018)

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Die Waspo-Spieler feiern mit Sekt und Pokal. ©
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42 Sekunden vor dem Abpfiff bewies dann Neuzugang Alex Giorgetti, dass auch er ein Mann für entscheidende Tore ist. Er traf zum Endstand. „Ich habe die Chance gesehen und endlich getroffen, davor hatte ich weniger Glück bei einem Pfostenschuss“, sagte der Italiener. „Offensiv waren wir in der ersten Hälfte schlecht, trotzdem gewinnen wir, weil wir am Ende frischer sind. Das ist entscheidend“, betonte Giorgetti.

Nur kurze Verschnaufpause

„Jetzt haben wir in der Liga eine super Ausgangsposition vor Spandau“, sagte Waspo-Vorsitzender Seidensticker. Lange ausruhen kann sich Waspo nicht, am Dienstag (20.30 Uhr) geht es am 4. Spieltag der Champions League zu Jadran Split.

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