02. Januar 2019 / 15:46 Uhr

Waspo 98-Kapitän Tobias Preuß im Interview: "Wasserball ist kein Schachspiel"

Waspo 98-Kapitän Tobias Preuß im Interview: "Wasserball ist kein Schachspiel"

Stefan Dinse
Waspo-Kapitän Tobias Preuß im SPORTBUZZER-Interview. 
Waspo-Kapitän Tobias Preuß im SPORTBUZZER-Interview. 
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Sie sind das Maß aller Dinge in der DWL: die Wassersportfreunde von 1898. Sie feierten ein erfolgreiches Jahr, holten das Triple. Kapitän Tobias Preuß über Allüren, Teamchemie und einen nervenzehrenden Moment. 

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Pokalsieger, Supercup-Sieger, Deutscher Meister: Die Wasserballer von Waspo 98 Hannover dominieren die deutsche Eliteklasse. Nationalspieler Tobias Preuß (30) spricht über die Höhepunkte des Triple-Siegers.

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Mit 2:0 hat Waspo in der Finalserie um die Meisterschaft schon geführt. Alles schien sicher. Trotzdem begann noch das große Zittern, Finalgegner Spandau glich sogar aus. Das entscheidende Spiel gewann dann Ihr Team...

Ein 3:0 gegen Spandau wäre auch zu viel gewesen, so kann man diesen Gegner nicht abfertigen. Nach dem 2:0 war das wie ein Höhenflug, dann hat es uns Spandau aber noch einmal gegeben. Entscheidend war eine absolute Mannschaftsleistung.

Es war ein verrückter Titelkampf. Spandaus Trainer wurde für ein Küsschen gesperrt, das er dem Schiedsrichter gab. Auch Waspos Coach Karsten Seehafer musste im vierten Duell zusehen …

Das war wahnsinnig nervenzehrend, der Druck war riesengroß. In der Nacht vor dem fünften Spiel hab ich nicht geschlafen. Als ich dann in die Gesichter der Jungs geschaut und diese Entschlossenheit gesehen habe – das war für mich das Schönste in dieser Saison. Für solche Momente treiben wir diesen Sport.

Was ist der Grund dafür, dass Waspo als Team so stark zusammengerückt ist?

Nach dem Gewinn des Supercups waren wir auf einer Welle, dann haben wir auch die Herausforderung im Pokal gemeistert. Spätestens da hat es Klick gemacht, da waren wir ein absolutes Team.

Spandau-Trainer Petar Kovacevic sieht nach einem Küsschen die rote Karte

Mit den Ex-Duisburgern Moritz Schenkel und Julian Real sind vor der Saison zwei absolute Top-Spieler gekommen. Wie wichtig war das?

Das war natürlich sehr wichtig. Julian als Center-Verteidiger ist einfach Weltklasse. Er räumt unheimlich viel ab. Und Moritz hat in dieser Saison wahnsinnig gut gehalten. Er wurde nicht umsonst zum besten Torwart des Weltcups in Berlin gewählt.

In der Champions League läuft es hingegen noch nicht wirklich rund. In der bisherigen Gruppenphase hat es noch nicht zu einem Erfolg gereicht …

Wir haben nur zwei schlechte Spiele gemacht bisher, dazu gab es zwei Unentschieden, das ist nicht dramatisch. Uns sportlich für die Finalrunde zu qualifizieren, dieses Ziel haben wir noch nicht abgeschrieben. Es ist für uns eine Frage der Ehre. Und beim Final-8-Turnier sind es K.-o.-Spiele, da ist alles möglich.

International geht es auch mal gerne deftiger zur Sache. Hat ein Waspo ein Problem mit dieser Härte?

Nein, sicher nicht. Aber man muss auch sagen, dass es zeigt, wie wir ticken. Setzt der Gegner am richtigen Punkt an, kann Hektik aufkommen. Letzten Endes ist Wasserball aber kein Schachspiel. Da geht es schon zur Sache.

Den Titel hat Waspo auf der Limmerstraße gefeiert, alle drei Pokale in einem Einkaufswagen dabei. Könnte das im nächsten Sommer wieder so bodenständig ablaufen?

Ja, wir haben da keine Allüren. Das ist ja auch bezeichnend für diese Mannschaft. Ich finde das sympathisch.

Die Bilder vom Supercup-Gewinn der Wasserballer von Waspo 98 Hannover gegen die Wasserfreunde Spandau

Eindrücke vom Supercup-Gewinn der Wasserballer von Waspo 98 Hannover gegen Spandau. Zur Galerie
Eindrücke vom Supercup-Gewinn der Wasserballer von Waspo 98 Hannover gegen Spandau. ©
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