29. Mai 2018 / 12:53 Uhr

Waspo-Coach Seehafer und Spandau-Trainer Kovacevic für nächstes Play-off-Spiel gesperrt

Waspo-Coach Seehafer und Spandau-Trainer Kovacevic für nächstes Play-off-Spiel gesperrt

Jörg Grußendorf
Beide Trainer sahen im Laufe des Spiels sie rote Karte.
Beide Trainer sahen im Laufe des Spiels sie rote Karte. © Florian Petrow
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Diese Begegnung bleibt noch lange Erinnerung: Waspo 98 empfing WF Spandau 04 zum dritten Finalspiel in Hannover. Beide Trainer sahen sind beim vierten Aufeinandertreffer nicht dabei. Karsten Seehafer kann sich die rote Karte nicht erklären, sein Gegenüber Petar Kovacevic küsste den Schiedsrichter.

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Die Wellen schlagen immer noch sehr hoch. Die Ringkämpfe im Wasser, markige Wortgefechte am Beckenrand und rote Karten für Spieler und Trainer im dritten Play-off-Spiel um die deutsche Wasserball-Meisterschaft am Sonntag beschäftigten Waspo 98 und die Wasserfreunde Spandau noch. Dass die Hannoveraner am Mittwoch (19.30 Uhr in Berlin) in Spiel vier der Finalserie „Best of 5“, in der sie mit 2:1 führen, den ersten Titel nach 25 Jahren klarmachen können, gerät da fast zur Nebensache.

Zu viel war im hannoverschen Stadionbad passiert. Einig war man sich dabei nur über den Sieger. „Wir waren diesmal schlechter“, befand Waspo-Trainer Karsten Seehafer. Damit erschöpft sich die Übereinstimmung. „Ich kann beiden Seiten im Sinne des Wasserballs nur raten, sich zurückzunehmen“, sagt Rainer Hoppe, Wasserballwart des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV). „Mit dem Nachtreten schadet man sich und unserem Sport.“

Bilder des ersten Spiels der Meisterschafts-Serie zwischen WF Spandau 04 und Waspo 98 Hannover

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Radovic und Brguljan sehen ebenfalls Rot

Er trifft aber eher auf taube Ohren. Besonders die Schiedsrichterleistung und das Verhalten von Spandau-Präsident Hagen Stamm erregen die Waspo-Gemüter. „Stamm kann sich nicht hinstellen und erklären, er sei als Vereinspräsident hier“, sagt Waspo-Trainer Karsten Seehafer. „Er ist Bundestrainer, und dann muss er sich auch so verhalten.“

Viel harscher ist die Kritik von Seehafer und auch Clubchef Bernd Seidensticker aber an den Referees. „Es kann nicht sein, dass die Schiedsrichter in der Nacht zwischen den beiden Spielen im selben Hotel wohnen und sich an der Hotelbar über die Fehler des zweiten Finals austauschen“, sagt Seehafer. „Und dass dann zufällig die Spieler, über die gesprochen wurde, am Tag darauf noch die Leidtragenden sind.“ Gemeint sind die Waspo-Stars Aleksandar Radovic und Darko Brguljan, die wie ihr Trainer die rote Karte erhielten.

Interview mit Waspo-Trainer Karsten Seehafer nach dem Spiel

​"Keine Regel verletzt"

Wie die einzelnen Ausschlüsse bewertet werden, ist nur bei zwei der vier roten Karten klar: Die Trainer Seehafer und Spandaus Petar Kovacevic dürfen morgen den Wettkampfbereich der Schwimmhalle Schöneberg nicht betreten. „Ich weiß noch nicht, wo ich sitzen darf, ob im VIP-Bereich oder auf der Tribüne“, sagt Seehafer. Er lächelt dabei, wird aber gleich wieder ernst. „Ich weiß bis jetzt nicht, warum ich die rote Karte bekommen habe.“ Seidensticker stimmt ihn zu. „Seefi hat die Mannschaft angefeuert, keine Regel verletzt.“

Die Strafe bleibt. „Eine rote Karte zieht automatisch eine Ein-Spiel-Sperre nach sich“, sagt Hoppe. Gleiches gilt natürlich für Spandaus Kovacevic, der sich nach einer gelben Karte mit einem Küsschen auf die Wange beim Schiedsrichter „bedankt“ und daraufhin Rot gesehen hatte. Morgen wird der emotionale Seidensticker Waspo coachen. Bei Spandau übernimmt Betreuer Peter Röhle.

Spandau-Trainer Petar Kovacevic sieht nach einem Küsschen die rote Karte

Glimpflicher, was die Strafen angeht, kommen Seehafers Routiniers Radovic und Brguljan weg. Stand jetzt können beide am Mittwoch mitspielen. Radovic war nach einer sogenannten Rolle ausgeschlossen worden. Müsste also spielberechtigt sein. Und auch Brguljan, der sich nach Spielschluss unsportlich gegenüber den Schiedsrichtern verhalten hatte, droht frühestens nach der Finalserie eine Sperre. Bislang liegt dem DSV nämlich noch kein schriftlicher Bericht der Schiedsrichter vor. Dazu haben sie bis Mittwoch Zeit – aber an dem Tag steigt schon das nächste Spiel.

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