05. Dezember 2018 / 19:16 Uhr

Waspo tappt wieder in die Prügelfalle

Waspo tappt wieder in die Prügelfalle

Simon Lange
Wurde in Split im Gesicht verletzt: Waspo-Star Darko Brguljan.
Wurde in Split im Gesicht verletzt: Waspo-Star Darko Brguljan. © Florian Petrow
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Hannovers Top-Wasserballer von Waspo98 haben sich bei der 10:15-Niederlage in Split in der Champions League erneut provozieren lassen. "Wir wehren uns zu blöd", sagt Waspo-Trainer Karsten Seehafer.

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Waspo-Trainer Karsten Seehafer hätte es wohl lieber gehabt, mit seinen Vorhersagen danebenzuliegen. Doch seine schlimmen Ahnungen vor dem Champions-League-Gruppenspiel im kroatischen Split wurden Wirklichkeit. Orakel eins: „Jadran kann jeden schlagen. Wir sind sicher nicht Favorit.“ Orakel zwei: „Meine Sorge ist, dass wir wieder verprügelt werden.“

Auch am vierten Spieltag kein Sieg

Mit beiden Prophezeiungen traf Seehafer ins Schwarze. Sein Wasserball-Team kassierte eine empfindliche 10:15 (3:2, 3:2, 2:8, 2:3)-Pleite, bleibt damit nach vier Spieltagen ohne Sieg in Gruppe B. Jadran wiederum durfte den ersten Sieg feiern. Obendrein wurde Waspo beim Gastspiel an der Adria gleich doppelt verprügelt: sportlich und physisch.

Top-Star Brguljan im Gesicht verletzt

Wie zuvor schon gegen die Italiener von BPM in der Königsklasse (10:11) und beim Bundesligaspiel gegen Erzrivale Spandau (6:5) ging es im Wasser hoch her. Tiefschläge inbegriffen. Beim Schlagabtausch mit Split zog Hannover mehrfach den Kürzeren. Top-Spieler Darko Brguljan, der zuletzt zweimal des Beckens verwiesen wurde, musste diesmal verletzt aus dem Wasser. Zwei Schnittwunden ober- und unterhalb des rechten Auges sprechen für die ruppige Gangart der Kroaten. Brguljan wurde genäht und nach dem Spiel noch geröntgt. „Es ist zum Glück nichts gebrochen“, sagt Seehafer. In sieben Tagen werden die Fäden gezogen. Brguljan wird beim Pokalspiel am Sonntag in Krefeld aussetzen.

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In Split wurden statt Brguljan diesmal Ante Corusic und Jorn Winkelhorst disqualifiziert. Der Ausschluss des Holländers (im nächsten Spiel gegen Dubrovnik gesperrt) sorgte sogar für eine vierminütige Unterzahl im dritten Viertel. Zu dem Zeitpunkt war das Spiel schon gekippt – von 6:4 auf 8:11. Waspo war nach dem Winkelhorst-Aus gebrochen – und verlor endgültig den Faden. „Man darf nicht lamentieren, man muss sich dem stellen“, krittelt Seehafer. „Wir werden verprügelt. da muss man sich wehren. Aber wir wehren uns einfach blöd.“ Was er damit meint: Seine Spieler lassen sich provozieren, anstatt sportlich zu antworten. „Wir müssen diszipliniert bleiben und Wasserball spielen. Darum geht es. Wir müssen das Spiel im Blick behalten. Aber das kriegen wir nicht hin.“

Kühlen Kopf gegen Dubrovnik

Auch die Tabelle sollte Waspo im Blick behalten. In der Gruppe B grüßt Hannover von unten. Als Gastgeber ist Waspo zwar automatisch für das Final 8 im Juni qualifiziert. Das Team hatte sich trotzdem vorgenommen, sich sportlich mit Platz drei oder vier zu empfehlen. Davon ist Waspo weit weg.

„Wir haben schon tolle Spiele gezeigt“, betont Seehafer. „Aber jetzt sollten wir beginnen, Punkte zu holen und zu siegen. Wir blicken von Spiel zu Spiel.“ Im Kalendarjahr 2018 steht nur noch die Heimpartie am 19. Dezember gegen Dubrovnik an. Da muss Waspo endlich kühlen Kopf bewahren

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