08. Januar 2019 / 18:07 Uhr

Platzt der Knoten? Waspo 98 kämpft in Ungarn um ersten Sieg in der Königsklasse

Platzt der Knoten? Waspo 98 kämpft in Ungarn um ersten Sieg in der Königsklasse

Stefan Dinse
Von ihm hängt viel ab: Waspos Star 
Aleksandar Radovic ist mit dem deutschen Meister in Ungarn gefordert.
Von ihm hängt viel ab: Waspos Star  Aleksandar Radovic ist mit dem deutschen Meister in Ungarn gefordert. © Florian Petrow
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In der Champions League hat der deutsche Meister Waspo 98 Hannover eine sehr schwierige Aufgabe in Szolnok vor der Brust. Mit Darko Brguljan und Tobias Preuß fallen zudem zwei Stammkräfte aus. Trainer Karsten Seehafer stapelt tief.

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Je größer die Tiefe, desto höher der Druck. Das gilt beim Wasserball ganz besonders. Inzwischen ist Waspo 98 in der Champions League auf den achten und damit letzten Tabellenplatz in Pool B gesunken. Und am Mittwoch um 19 Uhr steht beim ungarischen Vertreter Szolnoki VSC eine weitere Abfuhr zu befürchten. „Alles andere als eine Niederlage wäre eine Überraschung“, räumt Trainer Karsten Seehafer ein. Zumal Hannover zwei wichtige Akteure fehlen.

Zwei Talente im Einsatz

Der auch international für seine Offensivqualitäten gefürchtete Darko Brguljan ist unlängst Vater geworden, er bleibt bei Söhnchen Karlo und Frau Sanela. Nationalspieler Tobias Preuß fällt wegen eines Magen-Darm-Infekts aus. Mit Wolf Moog und Fynn Schütze kommen dafür zwei Talente zum Einsatz. „Womöglich macht uns das dynamischer und unberechenbarer“, sagt Waspo-Vorsitzender Bernd Seidensticker. „Denn auf diesem Niveau kennen sich die besten Spieler natürlich gut.“

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Ein Beispiel dafür ist Waspos bester Torschütze Aleksandar Radovic. Der Montenegriner hat erst am Sonntag das orthodoxe Weihnachtsfest gefeiert, ist gerade aus der Heimat zurückgekehrt. Radovic ist mit Szolnoks Star Andrija Prlainovic zur Schule gegangen, dem serbischen Olympiasieger und zweimaligen Weltmeister. Szolnok hat 2017 den Titel in der Königsklasse geholt, verlor dann aber zwei Topspieler an Ferencvaros Budapest. „Dennoch haben sie viel Klasse im Team und sind daheim eine Macht“, betont Seehafer.

"In Sachen Wasserball ist das keine Provinz"

Gestern hatte Waspo Probleme bei der Anreise, das Flugzeug konnte wetterbedingt nicht in Budapest landen. Über das slowakische Bratislava ging es weiter nach Ungarn. Szolnok ist rund 100 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. „In Sachen Wasserball ist das aber keine Provinz, die spielen da in einer Art Tempel“, betont Seidensticker.

Im Juni wird dann Hannover zur Wasserball-Hauptstadt, der deutsche Meister Waspo richtet das Endturnier der Champions League aus und ist daher qualifiziert. „Es kann aber nicht angehen, dass wir da ohne Sieg antreten“, sagt Abwehrchef Julian Real. „Es ist Zeit, dass wir nun auch international unser Können abrufen und mal gewinnen.“

Das sind die Bilder zur Champions-League-Begegnung zwischen Waspo 98 Hannover und BPM Sportmanagement Mailand:

Spielszene aus der Champions-League-Partie zwischen Waspo 98 und BPM Sportmanagement Mailand. Zur Galerie
Spielszene aus der Champions-League-Partie zwischen Waspo 98 und BPM Sportmanagement Mailand. ©
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