14. September 2018 / 07:45 Uhr

„Weber raus“-Rufe: Schlittert der ZFC Meuselwitz in die Krise?

„Weber raus“-Rufe: Schlittert der ZFC Meuselwitz in die Krise?

Jörg Wolf
Szene mit Symbolcharakter: Viktorias Kwabenaboye Schulz bringt ZFC-Offensivmann Andy Trübenbach zu Fall. Am Ende verlieren die Meuselwitzer 0:2.
Szene mit Symbolcharakter: Viktorias Kwabenaboye Schulz bringt ZFC-Offensivmann Andy Trübenbach zu Fall. Am Ende verlieren die Meuselwitzer 0:2. © Mario Jahn
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Nach der 0:2-Niederlage gegen den FC Viktoria Berlin ist der ZFC beim Samstags-Gastspiel in Bischofswerda gefordert.

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Meuselwitz. Mittwochabend nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Johannes Schipke aus Halle stand die Enttäuschung jedem ZFC-Spieler deutlich ins Gesicht geschrieben. Gegen den FC Viktoria Berlin hatte die Truppe von Heiko Weber wieder das altbekannte Manko deutlich zutage treten lassen: Alle rackerten und legten sich ins Zeug. Aber im Abschluss klemmte wieder einmal die berühmte Säge, weshalb die Partie mit 0:2 gegen effizientere und vor allem treffsichere Hauptstädter verloren ging.

Und nicht nur dies: Auch die erste Miniserie der noch jungen Saison von drei ungeschlagenen Heimspielen in Folge riss jäh an diesem gebrauchten Mittwochabend. Und unter einem kleinen Teil der enttäuschten 463 Zuschauer machte sich gar richtiger Frust breit: „Weber raus“, skandierten die und glänzten auch nicht gerade mit Nettigkeiten gegen das eigene Team. Es spricht für den 53-jährigen Cheftrainer, dass er sich trotz großer eigener Enttäuschung nach Spielende diesen Fans zum Disput stellte.

Wenngleich er in der Pressekonferenz nochmals betonte, vor allem gegenüber den Spielern solche Rufe nicht zu verstehen, ja auch im höchsten Grade ungerechtfertigt zu finden. „Die Jungs haben gefightet und alles reingehauen. Das war insgesamt aller Ehren wert. Klar ärgert man sich über so unnötige Tore, die nach individuellen Fehlern entstanden sind. Aber am mangelnden Willen lag es wirklich nicht. Und irgendwie ist das auch für uns alle beschämend“, meinte der Übungsleiter, der damit auch die „Weber raus“-Rufe meinte.

Goslar: "Wenn der ZFC so auftritt, wird er keine Probleme bekommen"​

Viktorias Trainer Jörg Goslar hob ebenso nach Spielschluss die Meuselwitzer Stärken hervor: „Wenn man in dieser noch jungen Saison bei einer Mannschaft antreten muss, die bislang noch keine Heimpartie verloren hat, dann ist das für mein Team ja wie eine Auszeichnung, hier drei Punkte mitzunehmen. In der ersten Halbzeit haben wir es versäumt, nach dem frühen 1:0 noch nachzulegen. Der ZFC hat hingegen immer auf Konter gelauert. Und in der zweiten Halbzeit hat meine junge Mannschaft gegen die stärkeren Meuselwitzer sowie der aufkommenden Hektik und Unruhe standgehalten. Dieser Dreier war schon ein idealer Start in die englische Woche. Und dem ZFC wünsche ich von Herzen alles Gute. Wenn er weiter so auftritt, wie heute, wird er keine Probleme bekommen.“

Schöne Worte, für die sich Team, Verantwortliche und Fans aber nichts kaufen können. Die Realität sieht etwas trister aus: Mit sieben Punkten aus sieben Partien rutschen die Ostthüringer nun auf den 14. Tabellenrang und damit in die Kellerzone ab. Schon am Sonnabend besteht aber die Chance auf Wiedergutmachung in der Fremde, wenn es zum Aufsteiger Bischofswerdaer FV 08 geht. Anpfiff ist im Volkspark Sportpart an der Weseritz um 13.30 Uhr.

„Klar brauchen wir jetzt unbedingt drei Punkte auswärts, um im Soll zu bleiben“, so Trainer Heiko Weber. Bislang sind die Meuselwitzer in der Fremde noch ohne Punktgewinn. „Das ist ein ganz starker Aufsteiger. Aber unser Erfolg ist zwingend“, so Weber. Derzeit liegen die Bischofswerdaer mit acht Punkten auf dem 12. Tabellenrang.

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