10. November 2018 / 22:07 Uhr

Weckt VfL Lübeck-Schwartau seinen „Killerinstinkt“?

Weckt VfL Lübeck-Schwartau seinen „Killerinstinkt“?

Redaktion Sportbuzzer
Schwartaus Spieler schwören sich auf das Spiel ein, wollen am Sonntag ihre weiße Heimweste wahren.
Schwartaus Spieler schwören sich auf das Spiel ein, wollen am Sonntag ihre weiße Heimweste wahren. © Agentur 54°
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Nach Wilhelmshaven-Pleite: Schwartauer Handballer suchen nach Gründen für Auswärtsseuche – Doppelspieltag: Wundertüte Hagen kommt am Sonntag in der Hansehalle

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Gegen zwei Uhr in der Nacht waren Schwartaus Zweitliga-Handballer aus Wilhelmshaven zurück – müde, gerädert, dazu noch mit der fünften Auswärtsniederlage (23:27) im Gepäck. In den heimischen vier Wänden, ist für das Gros an Schlaf aber nicht zu denken. „Das Spiel läuft da immer wieder ab. Man macht sich da so seine Gedanken“, erzählt Dennis Klockmann. Beim 45-minütigen individuellen Auslaufen hatte er gestern noch Zeit, den Kopf frei zu kriegen. Denn danach musste er den Hebel bereits wieder umlegen. Er saß vorm Computer, studierte den für die Torhüter komprimierten Videomitschnitt über die Wurfbilder des morgigen Gegners. Eintracht Hagen kommt um 16.30 Uhr zu Teil zwei des Doppelspieltages in die Hansehalle.

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Wilhelmshaven abgehakt. Fokus Hagen. Nicht so ganz. Was bleibt ist: Der VfL hat in dieser Saison die Auswärtsseuche. Sechs Spiele, fünf Pleiten, Rang 17 in der Auswärtstabelle. Was für eine Diskrepanz: Im Wohnzimmer Hansehalle ist der VfL noch ungeschlagen, die Nummer eins der Liga. „Erklären kann ich mir das nicht“, sagt Klockmann, „dass es nur an den Fans liegt, glaube ich nicht.“ Käptn Martin Waschul schon: „Die Emotionen, die Fans, die uns zu Hause tragen, fehlen uns, das sind zehn entscheidende Prozent.“ In Wilhelmshaven fehlten die in Halbzeit eins in der Abwehr, trotz eines Plus im Tor (neun Klockmann-Paraden). „Wir haben besprochene Dinge nicht umgesetzt, keinen Zugriff bekommen“, fand Waschul.

Für Trainer Torge Greve ist aber auch ein Fakt, „dass uns seit Saisonbeginn ein Viererblock fehlt, immer fehlen vier Leute. Das wird oft vergessen.“ Mal ist es Jan Schult, dann Pawel Genda, Markus Hansen oder* Toni Podpolinski. Zuletzt mussten deshalb sogar Abwehrchef Waschul (Greve: „Er hat das auch in Wilhelmshaven gut gemacht“) und Außen *Jasper Bruhn im Rückraum ran. Greve: „Wir klagen nicht, aber die Leistungsträger fehlen uns in der Breite.“ Gerade in spielentscheidenden Situationen. „Ob in Nordhorn, Hüttenberg oder Wilhelmshaven – in der Crunchtime fehlt mir auswärts der Killerinstinkt“, bemängelt Greve. „Das haben wir im Vorjahr deutlich besser gemacht.“

Doch auch er ist jetzt im Hagen-Modus. Die Eintracht ist in dieser Saison eine Art Wundertüte. Das Team um den ehemaligen Schwartauer Torhüter Tobias Mahncke bezwang zu Hause die Erstliga-Absteiger Nettelstedt und Hüttenberg, ist aber nach zwei Heimniederlagen – zuletzt am Freitag gegen Essen (22:28) – „in einem Tief. Sie kommen mit ganz schön Frust“, ahnt Greve und warnt: „Hagen hat ein gutes Laufspiel, wenn sie ins Rollen kommen, wird es eng.“ Dass Hagen derzeit auf Abstiegsplatz 16 steht, spiegelt für Klockmann „nicht das Leistungsvermögen der Mannschaft wieder. Sie sind personell sehr stark besetzt, bekommen es nur nicht immer auf die Platte.“ Ob Ex-Nationaltorhüter Nils Dresrüsse (zwei Länderspiele), die Außen Dragan Tubic und Daniel Mestrum oder der Ex-Hüttenberger Tim Stefan (Rückraum links) – alle sind erstligaerprobt. Greve gibt die Richtung vor: „Wir schauen auf uns, müssen mit den Fans die letzten Körner rausholen.“ Und den „Killerinstinkt“ wieder wecken. Jens Kürbis

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