11. Juli 2018 / 17:40 Uhr

Wegen falscher Socken: FIFA-Rekordstrafe für Schweden-Kapitän

Wegen falscher Socken: FIFA-Rekordstrafe für Schweden-Kapitän

Redaktion Sportbuzzer
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Andreas Granqvist trug im Spiel gegen England falsche Socken und wurde deshalb bestraft.
Andreas Granqvist trug im Spiel gegen England falsche Socken und wurde deshalb bestraft. © Getty
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Die FIFA spricht harte Sanktionen aus: Schwedens Kapitän Andreas Granqvist trug im Viertelfinale gegen England falsche Socken – und wird dafür zum wiederholten Male zur Kasse gebeten.

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Die FIFA hat bei dieser WM eine Rekordstrafe verhängt: Schwedens Kapitän Andreas Granqvist muss rund 110 000 Euro zahlen – weil er im Viertelfinale gegen England (0:2) die falschen Socken (!) getragen hat. Bizarr. Der Grund: Die Firma Trusox, die Granqvist beliefert, ist kein  offizieller FIFA-Partner. Somit bewegt sich der Schwede auf dünnem Eis und bekam nach der Viertelfinalpleite gegen die Engländer ein Strafgeld in Höhe von 55 000 Euro.

Warum also 110 000 Euro? Granqvist hatte bereits nach der Vorrunde eine Strafe in gleicher Höhe erhalten, ist also Wiederholungstäter. Absurd: Die Firma Trusox erhält allein durch die Bestrafung Granqvists mehr Aufmerksamkeit, als sie sonst erhalten hätte. Und das wollte die FIFA doch eigentlich verhindern.

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Kriegsverbrecherspruch: Krstajic zahlte nur 4300 Euro

Pikant: Serbiens Coach Krstajic musste wie der nationale Verbandschef Slavisa Kokeza nur 4300 Euro Strafe zahlen. Der Ex-Bundesliga-Profi hatte mit seinen Aussagen über einen nicht gegebenen Elfmeter durch den deutschen Schiedsrichter Felix Brych für Wirbel gesorgt.

Kommentar zu den Sanktionen

„Ich würde ihn nach Den Haag schicken, damit man ihm den Prozess macht, so wie man uns den Prozess gemacht hat“, sagte Krstajic. Das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Serben wegen schwerster Verbrechen während der Kriege beim Auseinanderbrechen Jugoslawiens (1991–1999) verurteilt.

Sockenstrafen auch für England und Uruguay

Auch England und Uruguay müssen wegen falscher Ausrüstung blechen: Wegen Verstoßes gegen die Marketingregeln hat der Weltverband die Verbände zu fünfstelligen Geldstrafen verurteilt. Der englische Verband muss 60 000 Euro zahlen, weil seine Spieler vor dem WM-Viertelfinale gegen Schweden lange Socken mit einem nicht genehmigten Logo getragen hatten.

Uruguay erhielt eine Strafe von 43 000 Euro wegen des gleichen Vergehens, dabei war aber nur ein Spieler beteiligt. Zudem kam das Team vor dem Viertelfinale gegen Frankreich zu spät am Stadion an. Damit erhöht sich die Gesamtsumme der Disziplinarstrafen nach Berechnungen der dpa bei der WM auf 687 000 Franken.


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