03. Januar 2018 / 14:00 Uhr

Wegen rechtsradikaler Parolen: Eintracht Frankfurt schmeißt Mitglied raus

Wegen rechtsradikaler Parolen: Eintracht Frankfurt schmeißt Mitglied raus

Redaktion Sportbuzzer
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Peter Fischer ist seit 2000 Präsident von Eintracht Frankfurt.
Peter Fischer ist seit 2000 Präsident von Eintracht Frankfurt. © imago
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Eintracht Frankfurt greift im Kampf gegen Rechts durch und lässt Aussagen von Präsident Peter Fischer Taten folgen und schmeißt das erste Mitglied raus. Die AfD verklagt Fischer sogar.

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Eintracht Frankfurt gibt rechtem Gedankengut im Verein keine Chance. Präsident Peter Fischer hatte bereits im Dezember angekündigt, dass der Verein hart gegen rechtes Gedankengut und die Mitglieder der AfD vorgehen will. "Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt", sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Nun ließ der Verein Taten folgen. Eintracht Frankfurt habe bereits die Mitgliedschaft eines Fan gekündigt, "weil er auf seiner Internetseite rechtsradikale Parolen veröffentlichte", teilte Geschäftsführer Dieter Burkert der Bild mit. Allerdings habe man als Verein keinen Einfluss darauf, "wer wen wählt".

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Nach den Aussagen Fischers ist Eintracht Frankfurt ins Visier der Anhänger der AfD gerückt. Die Partei verklagte Fischer sogar wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung. Auf der Geschäftsstelle trudeln derzeit viele empörte Emails ein. "Unsere Kanäle sind zugemüllt. Hunderte von Schmutz-Emails, wie die AfD das halt in ähnlichen Fällen so gemacht hat", sagte Burkert.

Zwei hessische AfD-Sprecher haben sogar aus Protest einen Mitgliedsantrag bei der Eintracht gestellt. Große Chancen auf eine Annahme haben sie aber wohl nicht. "Die Satzung besagt, dass bei uns der Präsident und der Verwaltungsrat über die Aufnahme von Mitgliedern abstimmen. Wir stehen gegen Antisemitismus", sagte Fischer dem Hessischen Rundfunk.

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