09. Oktober 2018 / 10:04 Uhr

Weidners Präsenz stabilisiert Eutin 08

Weidners Präsenz stabilisiert Eutin 08

Jan-Philipp Wottge
Der Wortführer gab die Richtung vor: Schlussmann Lennart Weidner verlieh Eutin 08 bei seinem Comeback nach Kreuzbandriss in der Partie gegen Türkspor Kiel die nötige Stabilität.
Der Wortführer gab die Richtung vor: Schlussmann Lennart Weidner verlieh Eutin 08 bei seinem Comeback nach Kreuzbandriss in der Partie gegen Türkspor Kiel die nötige Stabilität. © jpw
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Fußball-Oberliga: Mit dem Stammtorwart verscheucht Eutin gegen Schilksee den Heimfluch

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Geht doch. Am Waldeck atmete man nach dem 3:1-Sieg gegen den TSV Schilksee zumindest kurzfristig durch. Für den Regionalliga-Absteiger Eutin 08 war es der erste Heimsieg der Saison und bedeutete gleichzeitig den Sprung weg von einem Abstiegsplatz der Fußball-Oberliga. Rasmus Tobinski mobilisierte um 15.50 Uhr nochmals alle Kräfte. Der Torjäger setzte zum Sprint an. Schiedsrichter Andreas Streich hatte soeben abgepfiffen. Sein Ziel: Lennart Weidner. Der Keeper der Nullachter, der nach sechs Monate nach seinem Kreuzbandriss sein Comeback gefeiert hatte, stützte sich erschöpft auf seinen Knien ab. „Nicht so schnell. Nicht heben“, mahnte Weidner lächelnd.

Das Becken schmerzte noch. Doch wie wichtig die Rückkehr des Stammtorwarts war, zeigte nicht nur Tobinskis Kraftakt, sondern auch die 90 Minuten davor. Nicht, weil „Lenno“ Glanzparaden am Fließband ablieferte. Vielmehr war es seine Präsenz, die den mental angeschlagenen Eutinern ein Stück Stabilität gab. Weidner dirigierte lautstark, motivierte und suchte den Konflikt mit dem Schiedsrichter. Ein bisschen Oliver Kahn, ein bisschen Manuel Neuer. Es half. Die Rosenstädter verscheuchten den Heimfluch. Auch weil das Glück beim Zittersieg zurückkehrte. Ein Kopfball des Schilkseers André Volkers klatschte in der Schlussminute an die Latte. Weidner war bereits geschlagen.

Tippe den 12. Spieltag der Oberliga:

Im Gegenzug sorgte Joker Kevin Ferchen für Erleichterung, als er das 3:1 markierte.Doch nicht Ferchen stand im Blickpunkt, sondern Weidner. „Es war keine Entscheidung gegen die anderen Torhüter, sondern eine für Lennart. Warum? Das haben wir heute gesehen. Er hat ein anderes Standing. Er war bei den hohen Bällen präsent. Er hat uns von hinten gepusht und angeleitet“, lobte 08-Coach Lars Callsen. Dem 45-Jährigen tat der Heimsieg ebenfalls sichtlich gut. Auf der Tribüne hatte Dennis Jaacks Platz genommen. Der ehemalige Eicheder Coach saß nur wenige Meter entfernt vom kommissarischen Vereinsvorsitzenden Jan Knoop.

Nicht auszuschließen, dass bei einer erneuten 08-Niederlage die Reißleine seitens der Vereinsführung gezogen worden wäre.Doch der Eventualitätsfall trat nicht ein. Und einer strahlte nach kurzer Erholungspause um die Wette. Lennart Weidner, der 30-jährige 08-Hoffnungsträger. Er streifte sich die Handschuhe von den Händen und genoss sichtlich seine Rolle als Leitwolf: „Wir haben viel Mist erlebt. Vor uns liegt noch ein weiter Weg. Wir lassen uns nicht alles kaputtmachen. Natürlich bin ich nicht ganz so vorbelastet, was die vergangenen Wochen anbetrifft. Wir haben ein junges Team, dem versuche ich auf meine Art zu helfen.“ Am Sonnabend müssen die Nullachter eine Schaufel drauflegen. Es geht zum VfB Lübeck II, einem echten Spitzenteam.

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