Bleibt Löw Bundestrainer? © dpa

Weiter Bundestrainer? Das sagt Löw über seine Zukunft

Nach dem 0:2 gegen Frankreich spricht Joachim Löw über das Spiel, den Handelfmeter, Bastian Schweinsteiger und seine Zukunft.

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Joachim Löw, nach 2010 und 2012 zum dritten Mal im Halbfinale eines großen Turniers gescheitert, sprach ab 23.30 Uhr auf der Pressekonferenz im „Stade de Velodrome“. Der Bundestrainer hielt nach dem 0:2 im EM-Halbfinale gegen Frankreich seine Zukunft trotz eines bis zur WM 2018 gültigen Vertrages offen: „Mein Vertrag ist heute Abend keinen Gedanken wert.“ Und: „Heute Abend kann ich nicht vorausgucken.“ Seinem Kapitän Bastian Schweinsteiger macht er wegen seines Handspiels, der zum Elfmeter beim Stand von 0:0 führte, „keinen Vorwurf“. Denn, so Löw: „Solche Bewegungen sind nicht einfach zu kontrollieren.“

Löw im Einzelnen über...:

...Das Spiel:

„Heute ist relativ wenig schief gelaufen, wir haben wahnsinnig viel investiert und nach vorne gespielt. Wir hatten eine unheimlich gute, machtvolle Körpersprache. Wir waren die bessere Mannschaft, sie hat alles umgesetzt. Es ist Pech, wenn der Ball einem Spieler an die Hand springt. Wir hatten nicht das notwendige Glück. Wir waren mutig, von meiner Seite gibt es keinen Groll.“

...die Handelfmeter-Entscheidung:

„Zur Schiedsrichter-Leistung sage ich grundsätzlich nichts. Nur das: Es gibt die Regel mit dem Handspiel, wenn die Hand nicht am Körper ist. Der Spieler geht in den Zweikampf rein mit dem Kopf, dann springt der Ball an die Hand. Solche Bewegungen sind nicht einfach zu kontrollieren.Kein Vorwurf. Es war eine unglückliche Situation.“

...das Schicksal und den Turning Point des Spiels (der Elfmeter):

„Auf solch einem Niveau entscheiden einzelne Aktionen – auch Glück und Pech. Wenn wir in Führung gehen, haben wir das Spiel dermaßen im Griff, denke ich. Aber wenn du in der 45. Minute einen Elfmeter gegen dich bekommst, ist es schwer. In der Halbzeit musste ich die Spieler erst einmal beruhigen, da war natürlich große Aufregung. Außerdem konnten die Franzosen dann kontern. In der Situation vor dem 2:0 hätten wir den Ball vielleicht klären müssen.“

...die Leistung von Kapitän Bastian Schweinsteiger:

„Seine Leistung insgesamt war gut. Bastian hat in der 1. Halbzeit viele Zweikämpfe gewonnen, hat auch Giroud gut aus dem Spiel genommen. Wir wussten nicht, wie weit er im Spiel durchhält. Später war klar, dass wir offensive Kräfte nachschieben mussten.“

...die schlechten Vorzeichen mit den Ausfällen:

„Klar hatten wir einige Ausfälle, Mats Hummels war zudem gesperrt. Das ist in so einem Spiel nicht so einfach zu verkraften. Dann musste auch noch Jérôme Boateng verletzt raus. Es fehlten dann vier wichtige Spieler.“

...seine eigene Zukunft:

„Mein Vertrag ist heute Abend keinen Gedanken wert. Das warten wir jetzt erst einmal ab. Heute Abend kann ich nicht vorausgucken, nicht mal bis morgen früh. Vielleicht werden wir morgen etwas dazu sagen.

Wenn wir morgen heimfliegen, werden wir entscheiden, wann wir das Turnier im Trainerstab aufarbeiten werden.“

...seine Turnier-Bilanz:

„Heute hatten wir den Franzosen etwas voraus, das war in den Halbfinals 2010 (0:1 gegen Spanien bei WM in Südafrika, d.Red.) und 2012 (1:2 gegen Italien bei EM in Polen/Ukraine, d.Red.) nicht so. Es war ein gutes Turnier, es war viel Energie in der Mannschaft. Das Niveau im Training war gut, wir haben gut gearbeitet. So viele Fehler habe ich nicht festgestellt.“

...das Finale Frankreich gegen Portugal:

„Ich denke, dass die Franzosen gegen Portugal gewinnen. Frankreich hat mit Pogba und Griezmann gute Spieler. Portugal hat bisher nicht überzeugt. Die Franzosen haben eine gute Mannschaft, aber wir waren heute die bessere Mannschaft.“

Region/National

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