21. April 2018 / 20:26 Uhr

Wenig Fingerspitzengefühl: Emil Forsberg fehlt RB Leipzig nach Roter Karte im Endspurt

Wenig Fingerspitzengefühl: Emil Forsberg fehlt RB Leipzig nach Roter Karte im Endspurt

Anne Grimm
Emil Forsberg
Emil Forsberg © Christian Modla
Anzeige

Die Rote Karte für Emil Forsberg sorgte nach der 2:5-Klatsche gegen Hoffenheim noch für Diskussionen. Der Schwede und sein Trainer Ralph Hasenhüttl statten dem Schiedsrichter einen Besuch in seiner Kabine ab.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Leipzig. Auch nach dem Spiel hatten sich die Gemüter noch nicht beruhigt. Trainer Ralph Hasenhüttl und Emil Forsberg statteten Schiedsrichter Tobias Welz einen Besuch in seiner Kabine ab. Denn der 40-Jährige hatte den schwedischen Nationalspieler in der 47. Minute beim Stand von 0:3 mit einer Roten Karte vom Platz geschickt. Nach dieser Entscheidung war das Verfolgerduell, das für RB Leipzig gegen die TSG Hoffenheim in einem Debakel mit 2:5 endete, endgültig entschieden.

DURCHKLICKEN: Bilder zur Pleite gegen Hoffenheim

Zur Galerie
Anzeige

„Ich wollte ihm erklären, wie ich das gesehen habe. Er hat gesagt, wie er das gesehen hat“, schilderte Forsberg sein Gespräch mit dem Schiedsrichter nach der Partie kurz und knapp. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte der schwedische Nationalspieler versucht, sich nach langem Halten des Hoffenheimers Florian Grillitsch, mit dem Arm zu befreien. „Ich treffe ihn, aber nicht im Gesicht, sondern auf der Brust und auch nicht hart. Dafür bekomme ich die Rote Karte. Ich bekomme Schlag auf Schlag auf Schlag von Anfang an und sollte vielleicht auch Freistöße kriegen. Es ist eine schwere Situation. Natürlich sollte ich meine Hände unten lassen. Aber der Schiedsrichter kann das auch verhindern, wenn er das früher pfeift“, meinte Forsberg zu der umstrittenen Szene.

RB-Trainer Hasenhüttl sah das ähnlich: „Die Schwierigkeit für den Schiedsrichter ist es zu entscheiden, wie lange ist es Vorteil. In dem Moment war er vier, fünf Sekunden am Halten – da muss ich auch mal frühzeitiger pfeifen. Dann passiert das nicht. Deswegen ist es für Emil dumm gelaufen.“ Auch Sportdirektor Ralf Rangnick hatte wenig Verständnis für die Entscheidung des Schiedsrichters: „Er hat sich losgerissen und den gegnerischen Spieler im Bereich der Brust getroffen. Der hält sich dann eine Minute lang das Gesicht. Damit ist eigentlich alles ausgesagt. Ich bin mal gespannt, wie es vom Schiedsgericht bewertet wird. Aber nützt ja nichts. Auch wenn ich sage, für mich war es keine Rote Karte, nimmt er sie trotzdem nicht zurück.“

Mehr zu RB Leipzig

Forsberg stand nach dem Spiel minutenlang bedröppelt in den Katakomben des Stadions, das Ziel Champions League ist nun in weite Ferne gerückt. Dann sagte er: „Es tut mir leid.“ Sein Mitspieler Diego Demme zeigte Verständnis: „Es ist ein natürlicher Reflex, wenn du fünf bis zehn Sekunden gehalten wirst, dich versuchst loszureißen. Bei Emil können wir uns sicher sein, dass es keine Absicht war. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl lässt er ihn auf dem Platz.“

Forsberg ist nun für mindestens ein Spiel, also kommenden Sonntag in Mainz, gesperrt. Über die Höhe der Strafe entscheidet das Sportgericht des DFB Anfang der kommenden Woche. „Wenn es mehr als zwei Spiele Sperre werden, wäre es nicht korrekt“, sagte der schwedische Nationalspieler. Ob der Verein noch Protest gegen die Rote Karte einlegen wird, blieb am Samstagabend offen.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt