Luke Zimmermann (MTV Engelbostel-Schulenburg II) - 29 Tore In der abgelaufenen Oberliga-Saison gab es weniger Tore zu sehen. © Imago
Luke Zimmermann (MTV Engelbostel-Schulenburg II) - 29 Tore

Weniger Tore in der Fußball-Oberliga

Aufsteiger Chemie Leipzig rettet die Zuschauerbilanz.

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Leipzig. Der Blick auf statistische Details erhellt eine Fußball-Saison oft im Nachhinein. Oder er untermauert Eindrücke, die man ohnehin schon gewonnen hatte. Dass Staffelsieger Chemie Leipzig in der NOFV-Oberliga-Süd die mit Abstand meisten Zuschauer anlockte, dürfte zum Beispiel kaum mehr überraschen. Diese Zahl ist dennoch interessant. Im Schnitt kamen 1819 Fans zum Aufsteiger, der gleich mal in die Regionalliga durchmarschiert ist.

Der Zweite dieser Wertung folgt erst mit riesigem Abstand und ist nicht der Tabellenzweite Germania Halberstadt. Zum VFC Plauen, der nach Punkten nur als Neunter einkam, pilgerten im Schnitt 540 Besucher, zu Germania mit 532 etwas weniger.

Der FC International Leipzig wurde in der Zuschauerrangliste mit 187 Besuchern je Partie Achter. Inter spielte meist in Machern, in der neuen Saison wird die neue Heimspielstätte nun sogar nach Torgau verlegt (LVZ berichtete). Absteiger SSV Markranstädt erlebte wahrlich keinen Zuschauer-Boom, ist mit 172 aber immerhin Zehnter. Der Gesamtdurchschnitt lag nur bei dürftigen 332 Besuchern pro Spiel. Wenn Chemie nicht gewesen wäre, läge die Zahl noch niedriger. So wie es in der kommenden Saison eintreten wird, da der „Retter der Bilanz“ dann die Regionalliga aufhübschen dürfte. Die Sinnhaftigkeit der Oberliga wird durch besagt magere Resonanz nicht gerade befeuert.

Chemie und Bischofswerda zu Hause ungeschlagen, Demuth-Elf auswärts eine Macht

Sportlich war Chemie zwei Punkte besser als Halberstadt, was bei Saisonhalbzeit noch genau umgekehrt aussah. Heimstärkste Mannschaften waren Bischofswerda und Chemie, wobei die „Schiebocker“ knapp um sechs Tore besser waren. Beide bleiben daheim ungeschlagen. Chemie war auswärts allein beste Mannschaft. Inter war in der Heimtabelle Fünfter, auswärts indes nur Neunter. Beim SSV Markranstädt war bemerkenswert, dass er in der Hin- wie in der Rückrunde Vorletzter wurde, insgesamt aber als Schlusslicht landete, was nicht zum Liga-Verbleib reichte.

Jena-Knipser Mergel Torschützenkönig, Chemie-Ass Kind zweitbester Torjäger

Bester Torschütze der Saison war Artur Mergel von der zweiten Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena mit 23 Toren. Goalgetter der beiden Staffel-Ersten folgen erst in sieben und acht Treffern Abstand, Tommy Kind von Chemie kam als Zweitbester Schütze auf 16, der Halberstädter Florian Beil ebenso wie der Geraer Dennis Blaser auf 15 Tore. Nächster Leipziger ist Chemie-Oldie Andy Müller mit zwölf Toren auf Rang acht. Angesichts seiner Verletzungsprobleme und entsprechend knapper Einsätze eine tolle Abschlussbilanz für den scheidenden Routinier.

Liga-Quote leicht gesunken - 3,1 Tore pro Spiel

Bester Torschütze des FC Inter war der Finne Kimmo Hovi mit zehn Treffern. Der von den Chemie-Fans zum Spieler der Saison gewählte Alexander Bury landet mit 7 Treffern nur auf Rang 28 der Torschützenliste. Vor ihm liegen unter anderem noch seine Teamkollegen Daniel Heinze (9) und Tim Bunge (8). Der im Winter von Inter zu Regionalligist Neugersdorf gewechselte Bocar Djumo wurde mit seinen neun Treffern aus der ersten Halbserie zusammen mit Heinze immerhin 18.

Insgesamt wurden 744 Tore erzielt, was eine Quote von 3,1 pro Partie ergibt. Im Vorjahr lag diese noch bei 3,43 – aus damals 819 Toren. Immerhin 75 weniger als vor Jahresfrist, wenngleich 2015/16 ein Spiel weniger ausgetragen wurde.

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