39 Mal landete der Ball in 70 Minuten im Netz. 39 Mal landete der Ball in 70 Minuten im Netz. © IMAGO
39 Mal landete der Ball in 70 Minuten im Netz.

Wenn ein 39:0 niemanden wirklich glücklich macht...

Es war am Wochenende deutschlandweit das höchste Ergebnis in einem Fußballspiel: Mit 39:0 setzten sich die C-Junioren der SG Wankendorf/BBT II in der Kreisklasse B9 bei der FSG Schackendorf/Fahrenkrug durch - in 70 Minuten.

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"In einer Liga gibt es immer eine Mannschaft, die ganz oben steht und eine ganz unten. Das wissen die Jungs und akzeptieren das." Mike Cordura, Trainer der C-Junioren der FSG Schackendorf/Fahrenkrug, hatte zuvor nach 0:48 Toren aus vier Spielen gefragt, ob sie denn zum Heimspiel in Fahrenkrug gegen den Tabellenführer antreten wollen, obwohl sie nur einen Torwart und vier Feldspieler für die Kleinfeld-Partie hatten. Zuletzt war eine Begegnung beim Stand von 0:20 zur Halbzeit abgebrochen worden. "Sie haben gesagt, dass sie spielen wollen. Sie lieben den Fußball, sind motiviert, hängen sich im Training rein, und wollen die Saison durchziehen", erläutert Cordura.

Gäste-Trainer Stefan Diephaus schickte - fair geht vor - auch nur fünf Spieler auf den Rasen. Trotzdem stand es nach zwei Minuten bereits 3:0. "Die Wankendorfer hatten so bedauerlicherweise mehr Platz und haben das ausgenutzt",  erklärt Cordura. Beim 18:0 zur Pause fragte Diephaus seinen Kollegen, ob man nicht doch lieber abbbrechen wolle. Doch die Schackendorfer Jungs verneinten, brachten die Partie tapfer zu Ende.

Ohne ihre verhinderte starke Torfrau, mit einem Jungen im Tor, der noch nie zuvor im Kasten gestanden hatte. Schiedsrichter Rolf Bonus musste durchschnittlich alle 1,79 Minuten einen Treffer notieren. Ball im Netz, zurück zur Mittellinie, erneuter Angriff - und am Ende meist ein Tor. 39 Mal. Das torreichste Spiel zwischen Ostsee und Alpen am vergangenen Woche. Rekord.  Einmal hätte es fast auf der Gegenseite geklingelt, doch der aufgerückte SG-Keeper klärte außerhalb des Strafraums mit der Hand - und sah dafür die Gelbe Karte.

Aufgeben kommt für die FSG jedoch nicht infrage. "Wir haben vor der Winterpause noch zwei Spiele, wollen unbedingt unser erstes Tor schießen", geben sich Cordura und seine Jungs kämpferisch. "Im Winter hoffen wir, dass wir den Kader auffüllen können. Zehn Spieler wäre ein Traum, aber auch zwei oder drei würden uns weiterhelfen", hofft Cordura, dass sich noch ein paar Interessierte finden, die mit seinen tapferen Jungs - und Mädchen - kicken möchten. Denn das 0:39 hat weder die Schackendorfer noch die Wankendorfer wirklich glücklich gemacht...

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