04. Januar 2019 / 18:24 Uhr

Wer holt sich den Titel beim 21. Lotto-Hallenmasters in Kiel?

Wer holt sich den Titel beim 21. Lotto-Hallenmasters in Kiel?

Volker A. Giering
Die Einlaufshow in der Sparkassen-Arena beim

20. SHFV-LOTTO-Masters im vergangenen Januar war ein echtes Lichtspektakel.
Die Einlaufshow in der Sparkassen-Arena beim 20. SHFV-LOTTO-Masters im vergangenen Januar war ein echtes Lichtspektakel. © 54°/Koenig
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Aufeinandertreffer der besten acht Mannschaften Schleswig-Holsteins in der Sparkassen Arena in Kiel - VfB Lübeck mit Nachwuchsteam - Strand 08 peilt Top-Trio an - SV Todesfelde mit der "gelben Wand" im Rücken - Besuch von DFB-Boss Grindel

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Es wird wieder richtig Feuer unter dem Hallendach sein, wenn am Samstag ab 17.45 Uhr die besten acht Mannschaften des Landes den Titelträger beim SHFV-Lotto-Hallenmasters ermitteln. Auch bei der 21. Auflage dürfte die Kieler Sparkassen-Arena mit 8750 Zuschauern ausverkauft sein. Lediglich 500 Karten gibt es noch an der Tageskasse vor Ort. Aus dem LN-Gebiet sind dieses Mal drei Teams dabei. Besonders heiß sind die zurzeit gut aufgelegten Kicker von Oberliga-Meister NTSV Strand 08, die sich mit dem jüngsten Gewinn des Confima-Cups auf die fünfte Teilnahme eingestimmt haben.

Kampfansage von Salomon: "Mit uns ist zu rechnen!"

„Der Sieg beim Confima-Cup war nur der Anfang. Vom Vorrundenaus bis zum Turniersieg ist alles drin“, glaubt Strands Vizekapitän Marcello Meyer. Der Vorjahresdritte trifft in der vermeintlich schwereren Gruppe A auf die beiden Vorjahresfinalisten SC Weiche Flensburg 08 (der Titelverteidiger feierte 2018 seinen vierten Titel) und TSB Flensburg (mit Meyer´s Kumpel und TSB-Kapitän Lasse Sohrweide) und seinem Ex-Klub VfB Lübeck. Für „Cello“ ist es eine „geile Gruppe“, in der Weiche Flensburg der klare Favorit sei. Auch NTSV-Teamchef Frank Salomon traut seiner Mannschaft einiges zu. „Wir sind letztes Jahr Dritter geworden. Da nehmen wir uns jetzt nicht vor, Fünfter zu werden“, sagt er, „mit uns ist zu rechnen. Unser Vorteil kann sein, dass sich die Aufregung bei meinen Spieler in Grenzen halten wird. Alle haben Masters-Erfahrung. An guten Tagen können wir jedes Team schlagen.“ Wie schon in 2018 soll das Maskottchen „Der Strandpirat“ dem Oberliga-Primus Glück bringen.

Die Teilnehmer des Hallenmasters 2019 in Kiel

Wird Vorjahressieger SC Weiche Flensburg den Pokal auch 2019 wieder holen? Die Nordlichter machten den Titel-Hattrick im letzten Jahr mit einem 2:1 Sieg gegen Stadtrivalen TSB Flensburg perfekt. Zur Galerie
Wird Vorjahressieger SC Weiche Flensburg den Pokal auch 2019 wieder holen? Die Nordlichter machten den Titel-Hattrick im letzten Jahr mit einem 2:1 Sieg gegen Stadtrivalen TSB Flensburg perfekt. ©
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Mit einem reinen Nachwuchsteam reist der VfB Lübeck (gewann zuletzt 2011) an. Lediglich Routinier Nils Kjär, Enes Dagli und Til Weidemann (beide im Vorjahr) kennen die Atmosphäre in der früheren Ostseehalle. „Für meinen Geschmack wurde bei dem Turnier in den vergangenen Jahren eher langweiliger Fußball geboten. Wir wollen frech aufspielen und Spaß haben“, sagt Trainer Serkan Rinal, der die Grün-Weißen vor Ort betreut. Das Ziel sei es, die Gruppenphase zu überstehen. Im letzten Jahr blamierte sich der Regionalligst nach Strich und Faden, wurde im letzten Gruppenspiel gar mit 3:8 von den „Strandpiraten“ aus der Halle geschossen. Für Rinal ist dieses Spiel längst vergessen. „Zum einen, weil wir es ja nicht waren. Zum anderen haben wir in dieser Saison als einziges Oberligateam vier Punkte gegen den Oberliga-Spitzenreiter geholt“, meint er. Duelle gegen die Salomon-Elf würden immer Spaß machen. Die Kulisse sei indes ein Riesenhighlight sowie ein Ansporn. „Es gibt nichts geileres. Für die Jungs ist es eine gute Erfahrung. Sie können viel lernen. Wir wollen Vollgas geben.“

Auch beim SV Todesfelde ist die Vorfreude auf das bundesweit größte Hallenevent groß. „Unser Ziel ist es, besser als im letzten Jahr abzuschneiden“, sagt Trainer Sven Tramm, dessen Team bei der sechsten Teilnahme punktlos geblieben war. „Wir haben damals sehr offensiv gesielt und wurden ausgekontert. Das werden wir dieses Mal anders machen und wollen möglichst eine Runde weiter.“ Den letzten freien Kaderplatz wollte Tramm erst nach dem Solarstrom-Cup ab Freitag beim Leezener SC festlegen – Kandidaten sind Elia Kukanda, Kevin Benner und Jan-Ole Urbanski. Die parallele Teilnahme in Leezen begründet er „mit Verpflichtungen in unserem Kreis.“

Mit Christian Jaacks haben die Segeberger einen Spieler in ihren Reihen, der zum damaligen Sensationssieger und ewigen Kreisrivalen TuS Hartenholm (2015) gehörte. „Das ist immer noch präsent. Überall wird man darauf angesprochen, wenn das Masters näher rückt“, sagt der 27-Jährige, der mit seinen Treffern im Halbfinale (2:1 gegen Holstein Kiel) und im Endspiel gegen den VfB Lübeck, als er ebenfalls das entscheidende Tor beim 2:1 zehn Sekunden vor Schluss erzielte. Jaacks träumt von einer Wiederholung des Coups.

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700 Tickets verkauft - "Blau-Gelbe-Invasion" in Kiel

Nach dem Heider SV mit mehr als 1000 verkauften Tickets im Vorwege stellen die Todesfelder mit über 700 Fans den größten Anhang. Die Euphorie bei „Deathfield“ ist ungebrochen. Eine Blau-Gelbe Invasion reist mit elf Bussen in die Landeshauptstadt. Die von der Papierform leichtere Gruppe B verspricht Spiele mit besonderer Atmosphäre. „Wir haben die geilsten Fans, die uns im letzten Jahr trotz des frühen Ausscheidens erstklassig unterstützt haben. Wir wollen etwas zurückzahlen“, sagt Tramm.

Rekordsieger Holstein Kiel (acht Titelgewinne) schickt unterdessen wie auch der VfB Lübeck nur seine zweite Mannschaft (Regionalliga), da die Zweitligaprofis früh ins zwölftägige Trainingslager nach Spanien fliegen. Einziger Neuling im Teilnehmerfeld ist Oberliga-Aufsteiger TSV Bordesholm. Fest steht, dass die 21. Auflage trotz mancher Diskussionen im Vorwege auch weiterhin die Massen elektrisiert. Kein Wunder, dass SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer, der die 21. Auflage gemeinsam mit DFB-Boss Reinhard Grindel eröffnen wird, gern von einer „Premiummarke“ spricht. Schon bei der stimmungsvollen Eröffnung mit Lasershow und Pyrotechnik ist traditionell ordentlich Feuer unter dem Hallendach.

Die Kader der Masters-Teilnehmer aus der Region:

NTSV Strand 08:
Tor: Sunny Singh, Denis Klassen.
Feld: Nico Fischer, Lars Gödeke, Marcel Hansen, Arnold Hoeling, Marcel-Sven Meier, Marcello Meyer, Eric Owusu, Marco Pajonk, Markus Steinwarth, Sascha Woelki.

SV Todesfelde:
Tor: Lukas Benner, Fabian Oeser.
Feld: Emanuel Bento, Yannick Chaumont, Sören Gelbrecht, Christian Jaacks, Morten Liebert, Lasse Petzold, Kevin Schulz, Niklas Stehnck, Cedric Szymczak.
Der letzte freie Platz geht an: Kevin Benner, Eliakim Kukanda oder Jan-Ole Urbanski.

VfB Lübeck:
Tor: Christian Spolert, Kevin Tittel.
Feld: Corvin Bock, Enes Dagli, Kenny Korup, Nils Kjär, Lerom Shalom, Krenar Svirca, Jonah Vogt, Til Weidemann, Luca Will.

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