Harry Kane bejubelt mit seinen Teamkolllegen das 1:0. Harry Kane bejubelt mit seinen Teamkolllegen das 1:0. © imago
Harry Kane bejubelt mit seinen Teamkolllegen das 1:0.

Harry Kane schießt England zur Weltmeisterschaft - 1:0-Sieg gegen Slowenien

Englands Fußball-Nationalmannschaft hat sich zum sechsten Mal in Serie für die Endrunde einer Weltmeisterschaft qualifiziert. Der Tabellenführer der Gruppe F gewann sein Heimspiel gegen Slowenien aber erst durch einen Treffer von Torjäger Harry Kane in der Nachspielzeit (90.+4 Minute) mit 1:0 (0:0).

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Der Auftrag war klar für die englische Nationalmannschaft beim Spiel gegen Slowenien. Es ging nicht darum, besonders ansehnlichen Fußball zu zeigen, es ging nicht darum, das Publikum im Wembley-Stadion mit Hackentricks oder Passstafetten zu verwöhnen. „Wir haben einen Job zu erledigen. Wenn wir das Stadion verlassen, wollen wir in Russland sein“, sagte Trainer Gareth Southgate vor der Partie. Es ging einfach nur um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. Um mehr nicht.

England spielte mit angezogener Handbremse

Und die Mannschaft tat wie ihr aufgetragen wurde. Sie erfüllte die Pflicht und sicherte sich mit den 1:0-Erfolg durch den Treffer von Kapitän Harry Kane in der vierten Minute der Nachspielzeit schon vor dem letzten Qualifikationsspiel am Sonntag in Litauen das Ticket für das Turnier in Russland. Mehr nicht.

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Es war ein trister Abend im Wembley-Stadion. Auf dem Platz und auch daneben. Die Engländer spielten wie mit angezogener Handbremse. Trotz namhafter Profis wie Raheem Sterling von Manchester City oder Kane von Tottenham Hotspur hatten sie kaum nennenswerte Chancen. In der 26. Minute scheiterte Jordan Henderson vom FC Liverpool aus kurzer Distanz an Sloweniens Torwart Jan Oblak von Atlético Madrid. Nach gut einer Stunde wurde der Lupfer von Marcus Rashford von Manchester United kurz vor der Linie geklärt. Viel mehr brachten die Engländer bis zu Kanes spätem Treffer nicht zustande. In der Defensive wirkten sie anfällig.

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Keine gute Stimmung im Wembley-Stadion

Zu der trüben sportlichen Vorstellung passte der Rahmen. Im riesigen Wembley-Stadion blieben Tausende Plätze frei. Der Oberrang der Gegengerade war komplett leer. Entsprechend mau war die Stimmung. Zeitweise war es so leise, dass die Kommandos von Englands Trainer Southgate bis auf die Tribüne zu hören waren. Jubel kam nur dann auf, wenn es einer der von den Tribünen geworfenen Papierflieger bis auf den Rasen schaffte. Je länger das Spiel dauerte, desto intensiver widmeten sich die Zuschauer diesem Zeitvertreib. Kurz vor Schluss lief dann auch noch ein Flitzer auf den Rasen – und wurde vom Publikum bejubelte. Es waren absurde Szenen.

Aber immerhin mit gutem Ausgang aus englischer Sicht. Durch den Sieg sind die Engländer seit 38 Qualifikationsspielen ungeschlagen. Die bislang letzte Niederlage auf dem Weg zu einer EM oder einer WM gab es im Oktober 2009. Doch bei den Endrunden enttäuscht die Mannschaft regelmäßig. Bei der WM 2014 scheiterte sie in der Vorrunde, bei der EM im vergangenen Jahr blamierte sie sich mit dem Achtelfinal-Aus gegen Island. In Russland wollen es die Engländer besser machen. Eine Leistung wie gegen Slowenien dürfte dazu nicht reichen.

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