Feiner Techniker: Bremens Aaron Hunt (l.) holt zum Torschuss aus, Raffael Kleinschmidt kommt zu spät, um noch zu retten. © Jentzsch

Werder Bremen schlägt Eichsfeldauswahl mit 9:1

Özkan Beyazit bereitet vor 2300 Zuschauern mit Hunt-Tunnel 1:1 vor

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Teistungen. Fußball-Fest bei angenehmer Abendsonne: 2300 Zuschauer verfolgten am gestrigen Freitagabend den 9:1 (2:1)-Sieg des Bundesligisten SV Werder Bremen gegen eine Eichsfeldauswahl auf der Sportanlage „Am Klosterholz“ in Teistungen. Nach eher schleppender ersten Halbzeit drehten die Profis, bei denen unter anderem die Nationalspieler Aaron Hunt, Eljero Elia und Theodor Gebre Selassie sowie der Ex-Bayern-Stürmer Nils Petersen aufliefen, in den zweiten 45 Minuten auf, trafen noch siebenmal.

Vor dem Anpfiff hatte Timo Friedrichs, Spielertrainer des SV Germania Breitenberg, noch gehofft, als Innenverteidiger nicht unbedingt auf Elia treffen zu müssen. Doch genau der Niederländer, der wie Friedrichs in den zweiten 45 Minuten eingesetzt wurde, kreuzte die Wege des Germania-Akteurs desöfteren. „Das ist schon beeindruckend, wenn der Fahrt aufnimmt“, konstatierte Friedrichs hinterher. Dass der Eichsfeldauswahl auch ein eigener Treffer gelang, daran hatte Özkan Beyazit vom FC Grone gehörigen Anteil. In der 22. Minute tunnelte der ehemalige Oberliga-Spieler Aaron Hunt, schlich sich in die Mitte und feuerte die anschließende Volleyabnahme so scharf auf das Werder-Gehäuse, dass Bremens Schlussmann Raphael Wolf nur abklatschen konnte. Benjamin Orscheel vom SC Heiligenstadt bedankte sich und staubte zum umjubelten 1:1 ab. „Man hat schon gemerkt, dass bei denen jetzt die Luft ein bisschen raus ist“, sagte Beyazit, der fast per – allerdings zu flach angesetztem – Lupfer auch selber getroffen hätte (32.).

Bremens Trainer Robin Dutt, der Anlage und Organisation lobte, warb nach den 90 Minuten um Verständnis dafür, dass seine Jungs nach einer lange Saison „nicht 90 Minuten den Platz rauf und runter rennen“. Für fußballerische Feinkost sorgte das Profi-Ensemble ab und an gleichwohl: Nils Petersen traf volley mit links nach Hunt-Pass neun Minuten vor der Halbzeit trocken zum 2:1, der junge Maximilian Eggestein verwertete eine Direktpass-Kombination zum 4:1 (56.), und der sonst eher rustikale Innenverteidiger Assani Lukimya war per Torwart-Beinschuss in Minute 53 erfolgreich.

Bei der Eichsfeldauswahl, die speziell in der ersten Halbzeit durchaus versuchte, auch selber frech nach vorne zu spielen, gefielen neben Beyazit vor allem Siemerodes Denys Repetylo und der reaktionsschnelle Keeper Christoph Sternadel (SC Heiligenstadt). Sein Teamkollege Manuel Lubojanski war Werder-Trainer Robin Dutt ins Auge gestochen, „wenn nur der Bauch nicht wäre.“ Wacker Teistungens Präsident Horst Dornieden war nicht nur stolz auf das 100-jährige Jubiläum des Vereins, sondern auch auf die eines Bundesligisten würdige Kulisse: „Wir sind angenehm überrascht“, konstatierte Dornieden nach einem Blick über die 2300-köpfige Zuschauermenge. Ex-Nationalspieler Clemens Fritz verriet unterdessen, noch ein Jahr für Werder Bremen auflaufen zu wollen. Danach, so Fritz, müsse abwarten, was geschehe, einen Job im Werder-Management sei vorstellbar. Die Fans hätten sicherlich nichts dagegen, Fritz und die anderen Bremer Bundesligastars bald wieder auf der Sportanlage „Am Klosterholz“ begrüßen zu können.

Region/Göttingen-Eichsfeld

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