v.li.: Leonie Maier (FC Bayern München, 20) und Cindy König (SV Werder Bremen, 11) im Zweikampf, Duell, Aktion, Action, Spielszene Erst hui, dann pfui. Cindy König (grün) und Werders Frauen boten dem FC Bayern nur eine Halbzeit lang Paroli. © hansepixx.de
v.li.: Leonie Maier (FC Bayern München, 20) und Cindy König (SV Werder Bremen, 11) im Zweikampf, Duell, Aktion, Action, Spielszene

Werder-Frauen kassieren herbe 2:7-Klatsche

Gegen den FC Bayern München gegen die abstiegsbedrohten Grün-Weißen gnadenlos unter - trotzdem haben die Damen des SV Werder Bremen im Saison-Endspurt ein gutes Gefühl

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Ein Fußballspiel wird ja für gewöhnlich schon durch die Halbzeitpause in zwei Hälften geteilt. Das Duell zwischen den Frauenteams des SV Werder und dem FC Bayern hatte neben der eigentlichen Zäsur aber noch zwei völlig verschiedene Gesichter. Die Bremerinnen lieferten nämlich einen sehr guten ersten Durchgang ab und einen ziemlich schwachen zweiten. Heraus kam ein Rekordergebnis, denn mehr Treffer fielen in dieser Erstligasaison noch nicht. Der Gast war angesichts seines 7:2 (1:1)-Sieges dabei deutlich erfolgreicher. „Die sieben Gegentreffer kann man nicht wegdiskutieren, aber wir können Vieles aus diesem Spiel ziehen“, meinte Werder-Trainer Carmen Roth. Ins Spiel gegen die Bayern war Werder als klarer Außenseiter gegangen. Was sollte das in 2018 noch sieglose Team schon ausrichten gegen den Tabellenzweiten? Nach dem Wolfsburger 2:0-Erfolg über die SGS Essen hatte sich der Titel zwar erledigt für die Münchnerinnen. Sie müssen gegen den Tabellendritten aus Freiburg nun aber den Champions-League-Platz behaupten.

Mit anderen Worten: Auf Platz 11 trat ein Topteam an, das nichts zu verschenken hatte. Angesichts dieser Ausgangssituation wären nur große Optimisten auf die Idee gekommen, Werder könne einen oder gar drei Punkte gewinnen. Aber darum ging es auch gar nicht. Mit der Partie gegen die Bayern beendete der Gastgeber schließlich eine Serie gegen die Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte. Die beiden letzten Duelle tragen sie mit Teams aus ihrer Tabellenregion aus – beim Schlusslicht in Köln und gegen den Achten TSG Hoffenheim. Deshalb hatte das Heimspiel gegen die Bayern eine etwas andere Bedeutung: Werder wollte sich mit viel Einsatz in Stimmung bringen für das Saisonfinale, mit einem respektablen Ergebnis auch etwas fürs Selbstbewusstsein tun. Der Plan misslang zwar angesichts des Endergebnisses. „Aber wir haben gesehen, zu was die Mannschaft fähig ist“, betonte Carmen Roth. Sie werden die zweiten 45 Minuten irgendwie aus ihren Köpfen streichen müssen. Sie werden sich erinnern müssen, was vor der Pause geschah. Denn im ersten Durchgang hatte es eine Bremer Mannschaft zu sehen gegeben, die ziemlich gute Chancen auf kommende Erfolge und den Klassenerhalt besitzt.

Dabei war Werder einmal mehr ersatzgeschwächt angetreten. Zwar kehrte Katharina Schiechtl nach einem Nasenbeinbruch mit einer Carbon-Maske zurück. Doch Nina Lührßen fehlte, hatte sie sich beim 2:6 in Essen doch einen Kreuzbandriss zugezogen. Weil auch Lina Hausicke (5. Gelbe Karte) sowie die verletzten Michelle Ulbrich und Giovanno Hoffmann passen mussten, trat der Gastgeber ohne vier Stammkräfte an. Das merkte man seiner Vorstellung allerdings nicht an. Der spielerisch stärkere Gast verfügte zwar bereits vor der Pause über mehr Spielanteile. Er kam bis auf ein paar Fernschüsse aber nicht zum Abschluss.

Ein Lattentreffer von Melanie Behringer aus rund 24 Metern markierte deshalb die beste Gelegenheit der Gäste (20.) – bis kurz vor der Pause. Da waren die Münchnerinnen nämlich doch mal mit einer Kombination in den Bremer Strafraum gekommen – und hatten durch Sara Däbritz gleich zum Ausgleich getroffen. Dass dieses Tor doch ziemlich unerwartet kam, hatte natürlich einen Grund: Werders starke Defensive. Die Bremerinnen kämpften um jeden Ball, übten Druck aus und ließen ihren Gegnerinnen keinen Raum. Weil Marie-Louise Eta mit einem traumhaften Freistoß in den Winkel des Bayern-Tores für die Führung gesorgt hatte, ging Werder mit einem durchaus verdienten 1:1 in die Pause – die angesichts eines Gewitters rund eine halbe Stunde dauern sollte. An der unfreiwilligen Auszeit lag es aber nicht, dass die zweite Hälfte einen anderen Verlauf nahm. Die Bayern investierten im zweiten Durchgang noch ein bisschen mehr, während auf Bremer Seite die Kräfte schwanden. Doch obwohl Werders Kickerinnen bei so manchem Gegentreffer kräftig mithalfen: Ihre Leistung vor der Pause sollte gegen schwächere Gegner zu mehr Erfolg führen. Carmen Roth scheute sich deshalb auch nicht, eine etwas ungewöhnliche Feststellung zu treffen: „Wir haben wieder den Glauben an uns.“

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