11. Mai 2018 / 17:22 Uhr

Werder U23: Das vorerst letzte 3. Liga-Spiel

Werder U23: Das vorerst letzte 3. Liga-Spiel

Stefan Freye
GER, 3.Liga, FC Rot Weiss Erfurt vs Werder Bremen II 29.04.2018 , Erfurt, Steigerwaldstadion, Arena Erfurt, GER, 3.Liga, Saison 2017/2018, 36.Spieltag, FC Rot Weiss Erfurt vs Werder Bremen II im Bild Andre Laurito (Erfurt) gegen Justin Eilers (Bremen II) *** GER 3 Liga FC Rot Weiss Erfurt vs Werder Bremen II 29 04 2018 Erfurt Steigerwaldstadion Arena Erfurt GER 3 League Season 2017 2018 36 Gameday FC Rot Weiss Erfurt vs Werder Bremen II pictured with Andre Laurito Erfurt against Justin Eilers Bremen II
Justin Eilers (weiß) und Werders U23 müssen sich wohl aus der 3. Liga verabschieden. © Imago
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Mit einem Heimspiel gegen den SV Meppen beendet die U23 des SV Werder Bremen die Saison 2017/18, in der die Grün-Weißen sportlich absteigen

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Die Saison war lang, schließlich erfordert eine Spielzeit in der 3. Liga gleich 38 Partien. Sie war auch anstrengend und nicht gerade erfolgreich für die Fußballer von Werders U23. Der Abstieg steht bereits seit Wochen fest, und die Hoffnungen auf den Klassenerhalt am grünen Tisch sind vage – es müsste schon ein weiterer Verein insolvent gehen, damit die Bremer drittklassig bleiben. Man darf also davon ausgehen, dass die Kicker des grün-weißen Talentschuppens längst die Nase voll haben und den Urlaub herbeisehnen. Einer aber nicht. „Jetzt kommt erst mal eine Zwangspause“, sagt Justin Eilers. Er findet es gar nicht gut, dass nach dem Heimspiel gegen den SV Meppen an diesem Sonnabend (13.30 Uhr) erst einmal Schluss ist.

Aber wenn man es genau nimmt, dann hat die Saison für den 29-Jährigen ja auch erst begonnen. Denn Justin Eilers absolvierte gerade zwei Spiele in Folge, ein Novum in dieser Spielzeit. Ein Kreuzbandriss hatte den Stürmer bereits im letzten Sommer gestoppt. Erst im Verlauf des Winters kämpfte sich Eilers wieder heran. Im Frühjahr folgte ein Comeback, das der Profi allerdings in der U23 feiern sollte. Nur war ihm nach dem Spiel gegen Rostock im März nicht zum feiern zumute, musste er den Platz doch nach 42 Minuten wieder verletzungsbedingt verlassen. Wenige Tage später folgte der nächste Anlauf, mit einem fast identischen Ergebnis: diesmal blieb Justin Eilers nach 45 Minuten in der Kabine. Im April unternahm er den dritten Anlauf – und musste bereits nach 23 Minuten wieder raus. „Das waren alles Folgeverletzungen des Kreuzbandrisses“, erläutert Justin Eilers. 

Er schildert die Probleme relativ gelassen. Als habe er sich lange daran gewöhnt, dass immer irgendwas passiert. Seine Zeit in Bremen litt schließlich nicht nur unter den Blessuren der aktuellen Saison. Als Eilers 2016 von Dynamo Dresden zu Werder gewechselt war, war er zwar bereits in einem relativ hohen Alter. Aber er galt auch als Spieler, der es packen kann in der 1. Liga. Oft hatte der Stürmer in den Vorjahren auf sich aufmerksam gemacht, in seiner Geburtsstadt bei Eintracht Braunschweig II, beim VfL Bochum II und beim VfL Wolfsburg II. So richtig in Schwung war die Karriere des Justin Eilers erst in den zwei Jahren bei Dynamo Dresden gekommen. Nach Bremen kam er deshalb als amtierender Torschützenkönig und Spieler des Jahres in der 3. Liga. Aber wie gesagt: Dann begann auch schon bald die Pechsträhne. In der Vorbereitung zog er sich zunächst mal eine nervale Hüftverletzung zu und musste eine monatelange Pause einlegen. Später schloss sich eine Leisten-Operation an. Kaum genesen riss dann das Kreuzband. „Die zwei Jahre waren zum vergessen“, sagt Justin Eilers. Das schlimmste daran: Seinen ursprünglichen Plan, die Bundesliga im Alter von 27 Jahren zu entern, vermochte er schon angesichts der zahlreichen Verletzungen nicht ernsthaft in Angriff zu nehmen. „Ich finde es schade, dass ich mich nie beweisen konnte.“ 

Aber Eilers weiß auch, worum es nun geht. Der Blick in die jüngste Vergangenheit hilft nämlich nicht weiter. Der Stürmer möchte im Saisonfinale gegen Meppen nach den Partien in Erfurt (3:0) und Osnabrück (1:1) noch ein drittes Spiel bestreiten. Die anschließende „Zwangpause“ will er nutzen, um weiter an seiner Fitness zu arbeiten. „Ich gehe schon davon aus, dass ich meinen Körper nun im Griff habe, aber es gibt noch viele Dinge aufzuholen“, so Eilers. Irgendwann möchte er dann auch mal wieder „Spaß am Fußball“ haben. Aber nicht in Bremen. Sein Vertrag mit Werder läuft nämlich aus, und er hat nichts vom Verein gehört. „Ich bin nicht auf den Kopf gefallen“, sagt Eilers und sucht jetzt einen neuen Klub. Er würde gern in der 2. Bundesliga antreten. Aber nach dem Verlauf der letzten Jahre wird sich der Kicker erst einmal alle Offerten anhören. Wo er dann landet, wird sich zeigen. Es ist Justin Eilers vermutlich nicht ganz so wichtig, wie manch anderem Spieler. „Das allerwichtigste ist, dass ich verletzungsfrei bin.“

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