14. September 2018 / 17:42 Uhr

Werders U23-Kapitän Christian Groß: "Das Ziel bleibt die 3. Liga"

Werders U23-Kapitän Christian Groß: "Das Ziel bleibt die 3. Liga"

Stefan Freye
02.09.2018, Marschwegstadion, Oldenburg, GER,RL Nord, VfB Oldenburg  vs Werder Bremen II, im Bild
der Kampf um den Ball
Pascal Steinwender (VfB Oldenburg #7 )
Christian Groß (SV Werder Bremen II #6 )
Julian Rieckmann (SV Werder Bremen II #21 )
Foto © nordphoto / Rojahn
Christian Groß (weiß) trat für den HSV, Lotte und zuletzt Osnabrück an, ehe er zu Werders U23 wechselte. Am Samstag geht es zu U.L.M. Wolfsburg. © Nordphoto
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Im Interview spricht der Kapitän von Werders U23 über die bisherigen Spiele sowie seine neue Mannschaft

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Herr Groß, vorm Duell mit dem Aufsteiger verlor die U 23 am letzten Spieltag überraschend mit 1:3 gegen den SSV Jeddeloh. Was war los?

Christian Groß: Wir haben es einfach nicht geschafft, mit der richtigen Einstellung anzutreten. Und dann verlierst du eben gegen Jeddeloh. Wir müssen in jedem Spiel 100 Prozent geben und fokussiert sein.

Konnten Sie das als erfahrener Spieler nicht ändern?

Natürlich ist es meine Aufgabe, das in die richtige Richtung zu lenken. Im Mannschaftssport ist das aber nicht so einfach. Ich lebe das vor, auf dem Platz und in der Kabine. Trotzdem ist es schwierig für eine Mannschaft, den Schalter in einem solchen Spiel noch einmal umzulegen.

Sie wurden extra verpflichtet, um Ihre Routine einzubringen und die jungen Spieler zu führen. Haben Sie bereits in diese Rolle gefunden?

Ich denke schon. Ich fühle mich sehr wohl in Bremen und war vorher ja auch immer in einer Führungsposition, oft auch als Kapitän. Nun ist es allerdings sehr spannend, mit so vielen jungen Spielern zu arbeiten. Es geht darum, den Jungs, etwa am Beispiel der Jeddeloh-Partie, klar zu machen, dass man im Fußball immer an die Grenzen gehen muss, um erfolgreich zu sein. Insofern war das letzte Spiel auch eine wichtige Erfahrung.

Gegen Jeddeloh fehlten einige Talente, darunter Joshua Sargent, der im Profikader stand. Ist die U 23 von dieser Verstärkung abhängig?

Sicher bringen die Spieler von oben eine extra Qualität, vor allem Josh Sargent. Er sorgt ja gerade für Euphorie, und sein Weg wird sicher nach oben gehen. Aber wir haben auf der anderen Seite auch einen sehr großen Kader mit viel Qualität und jeder hat den Anspruch zu spielen. Dann muss man seine Chance auch nutzen, um im Profifußball zu überleben. Das klingt vielleicht sehr groß. Aber irgendwann bekommst du als junger Fußballer nicht mehr viele Chancen. Also musst du auf dem Platz voll da sein und sie nutzen.

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Durch Abstellungen und Leihgaben wurden bereits die ersten Saisonwochen vom Pendelverkehr zwischen Profis und U 23 geprägt. Wie nehmen Sie die Arbeit Ihres Teams wahr?

Es gibt unheimlich viel Dynamik im Kader. Teilweise trainieren wir mit zehn Spielern, weil einige oben dabei sind und andere erst kurz vorm Spiel zu uns kommen. Aber das ist auch die Herausforderung, die das Ganze interessant macht. Sie macht es allerdings auch in manchen Phasen schwierig, gerade in puncto Detailarbeit.

Sie kommen dem Drittligisten VfL Osnabrück. Ist die Rückkehr in diese Liga ein persönliches Ziel?

Ich bin schon auf den maximalen Erfolg ausgerichtet und möchte deshalb auch mit der U 23 zurück in die 3. Liga.

Wo werden die Talente denn besser ausgebildet: In der 3. Liga oder in der Regionalliga?

Das ist eine sehr schwierige Frage. In der 3. Liga gewöhnt dich das Umfeld mehr an die Bundesliga, etwa bei einem Auswärtsspiel in Kaiserslautern. Die äußeren Bedingungen in der Regionalliga sind oft schwierig, etwa, was die Plätze betrifft. Darauf muss man sich als Fußballer auch einstellen können.

Im VfL Wolfsburg II und dem VfB Lübeck haben sich zwei Teams etwas abgesetzt an der Regionalligaspitze. Wie sehen Sie die Perspektive der U23, dem aktuellen Vierten?

Die Liga ist nicht zu unterschätzen, und die Lage an der Spitze ist eng. Wir haben aber das Potenzial, mit den anderen Mannschaften mitzuhalten. Allerdings nicht mit einer Leistung wie gegen Jeddeloh. Wir spielen nur um die Spitze mit, wenn wir ans Limit gehen.

Und das bedeutet für das Spiel bei U.L.M. Wolfsburg?

Es bedeutet, dass wir dort gewinnen müssen und dass wir uns Auftritte wie gegen Jeddeloh oder Havelse nicht mehr erlauben dürfen.

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