CF_20170919_047 Rafael Kazior und Werders U23 scheinen das Toreschießen verlernt zu haben. © CF Photo Art
CF_20170919_047

Werders U23 mit flaute im Sturm

Gegen den Chemnitzer FC wollen die grün-weißen Drittliga-Kicker ihre Negativserie beenden

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Bereits nach der 0:1-Niederlage in Zwickau, dem sechsten sieglosen Spiel in Folge, hatte Florian Kohfeldt deutliche Worte gefunden. Vorm Heimspiel gegen den Chemnitzer FC an diesem Sonnabend (14 Uhr) wiederholt er sie: „Wir dürfen uns nicht einreden, dass alles nur Zufall ist.“ Dem Trainer von Werders U 23 ist ganz offenbar an der richtigen Einordnung der Negativserie gelegen. So richtig schlecht waren seine Kicker in den vergangenen Partien nicht aufgetreten. Sie hatten zweifellos auch Pech, kassierten späte Gegentore und zumindest einen umstrittenen Strafstoß. Aber sie taten auch nicht immer genug, um den Ausgang einer Partie positiv zu beeinflussen. Und wie die Experten gern sagen: Die Tabelle lügt nicht.

Zwar zählen die Bremer als Tabellenneunter noch immer zum Mittelfeld der 3. Liga. Von einem gesicherten Platz kann aber keine Rede mehr sein. Lediglich drei Punkte trennen die U 23 vom Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt. Damit hatte nach dem tollen Start mit elf Punkten aus sechs Partien eigentlich niemand gerechnet. Auch Florian Kohfeldt nicht. Zwar betont der Trainer, dass „wir weit davon entfernt sind, nun etwas erzwingen zu müssen.“ Er sieht demnach auch keinen Anlass etwas grundsätzlich infrage zu stellen. „Aber wir müssen nun in den Modus vom Saisonanfang zurück, als jeder spürte, dass wir keine Niederlage zulassen.“

Das ist sicher ein Hinweis, der sich auf defensive Zweikämpfe bezieht. Keine Niederlage zulassen zu wollen, bedeutet auch, den Gegner mit allen Mittel vom Torerfolg abzuhalten. Doch eigentlich richtet sich der Fokus von Florian Kohfeldt auf die Offensive seines Teams. Die Zahlen sprechen ja auch nicht gerade für die Grün-Weißen. Ganze zehn Treffer gelangen ihnen in ihren zehn Saisonspielen, lediglich fünf Mannschaften der 3. Liga liegen unter diesem Wert. Ein Torjäger ist folglich auch nicht auszumachen, Rafael Kazior, der derzeit beste Schütze, war drei Mal erfolgreich. „Dabei haben wir keine schlechten Torabschlüsse“, betont Florian Kohfeldt.

Für ihn ist die Flaute im Sturm deshalb weniger mit der Qualität als mit der Quantität der Möglichkeiten verbunden: „Wir müssen uns mehr Torchancen erspielen.“ In den ersten Saisonwochen war seine Mannschaft zwar nicht als Torfabrik auffällig geworden, hatte sich aber deutlich mehr Strafraumszenen erarbeitet. Fehlt es am unbedingten Willen, den Ball irgendwie über die Linie des Tore zu befördern? „Die Entschlossenheit ist nicht weg“, sagt Florian Kohfeldt. Aber er sagt auch, dass heute vielleicht ein Prozent fehlt. „Und das reicht, um die Spiele zu verlieren.“ Andererseits zählt der Trainer einen solchen Prozess zum Ausbildungsprogramm einer U 23. So schlecht scheint ihm der Zeitpunkt nicht gewählt: „Lieber jetzt als im April.“ Jetzt steht das Heimspiel gegen den CFC auf dem Spielplan. Eine Aufgabe, die trotz des 18. Tabellenplatzes des Gegners nicht leichter werden dürfte als die vergangenen Spiele.

Region/Bremen Bezirk Bremen SV Werder Bremen II (Herren) Chemnitzer FC (Herren) 3. Liga Deutschland 3.Liga (Herren) SV Werder Bremen II-Chemnitzer FC (30/09/2017 16:00)

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige