23. April 2018 / 08:50 Uhr

Wermsdorf feiert überzeugenden Auswärtssieg in Beilrode

Wermsdorf feiert überzeugenden Auswärtssieg in Beilrode

LVZ
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Wermsdorfer Torjubel in Beilrode: Justus Keller, Dominic Arendt und Florian Böttger (v.l.).
Wermsdorfer Torjubel in Beilrode: Justus Keller, Dominic Arendt und Florian Böttger (v.l.). © André Kamm
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Florian Böttger trifft beim 3:0-Erfolg der Blau-Weißen doppelt. Neuzugang Jakob Jülich mit gutem ersten Auftritt

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Beilrode. Der FSV Blau-Weiß Wermsdorf hat in der Fußball-Nordsachsenliga mit einem 3:0 (1:0)-Sieg die Punkte beim FSV Beilrode mitgenommen. Im Duell der Freunde hatten die Blau-Weißen noch einiges gut zu machen, hatte man sich doch im Hinspiel an der heimischen Sachsendorfer Straße ordentlich vorführen lassen – Endstand: 2:5.

Entsprechend angestachelt schickte Trainer Dierk Kupfer seine Mannen in die Partie, in welche die Platzbesitzer aufgrund des besseren Tabellenplatzes und des Heimvorteils als Favorit gingen. Dass sie dieser Rolle gerecht werden wollten, deutete die Heimelf in den ersten Minuten der Partie an. Wermsdorf dagegen mit noch keiner Bindung zum Spiel und unzureichender Körpersprache. Angetrieben von Kapitän Benjamin Schönitz sollten die Blau-Weißen die (möglicherweise) letzten Nachwirkungen des Debakels der vergangenen Woche allerdings schnell ablegen und sich in dieses Spiel arbeiten.

Erster Aufreger nach knapp 30 Minuten

Das Geschehen dabei von Beginn an zwischen den Strafräumen konzentriert – Torschüsse Fehlanzeige. Was nicht heißt, dass die Partie unansehnlich daher kam. Beide Teams zeigten engagierte Leistungen und lieferten sich einen guten Schlagabtausch, bei dem sie sich letztlich aber eben oft neutralisierten. Nach einer knappen halben Stunde der erste wirkliche Aufreger der Begegnung. Justus Keller setzte per verunglücktem Linksschuss den eingelaufenen Sebastian Körner in Szene, der den aufspringenden und damit schwer zu kontrollierenden Ball nicht im Netz unterbringen kann. Auf der anderen Seite musste Schönitz nach einer Ecke zupacken, die Situation entschärfte Wermsdorfs Nummer 1 gewohnt souverän.

Die Hubertusburger kamen mit fortlaufender Spieldauer immer besser ins Rollen. Erspielten sich optische Feldvorteile, ließen aber noch die Durchschlagskraft vermissen. Ein Zustand, der sich in der letzten Minute der ersten Hälfte änderte. Beilrode nach einer Ecke noch einmal weit aufgerückt, die Blau-Weißen konnten klären, einige Schritte vorm eigenen Strafraum legte Florian Böttger für Benjamin Münch auf und dann schwärmten sie aus. Der blau-weiße Konter rollte über Münch, der trieb den Ball schnell voran, Vier gegen Drei tief in der Beilroder Hälfte, alles orientierte sich auf Böttger in der Zentrale, doch Münch schickte Keller nach rechts auf die Reise, der nahm das Spielgerät gut mit, hörte seinen Mannschaftskameraden in der Mitte rufen, ein druckvoller Querpass nach innen, wo Böttger in eiskalter Stürmermanier in den Ball rutschte, der schlug im Netz ein. Nach tollem Spielzug quasi mit dem Pausenpfiff das 1:0 für die Gäste, in einer unterhaltsamen ersten Hälfte die nicht unverdiente Führung.

Böttger macht das erlösende 0:2

Wermsdorf und Halbzeitführungen, da war doch was. Doch diese drei Punkte wollten sich Dierk Kupfer und seine Spieler jetzt nicht mehr nehmen lassen. Vom Wideranpfiff weg drückten die Hubertusburger auf den zweiten Treffer und sie kamen nun früh zu ihren Chancen. Erst musste es Keller machen, der völlig frei und vollkommen ungestört vorm Tor nicht mehr als ein laues Lüftchen von Schüsschen zustande brachte, dann war es Dominic Arendt, der den Ball nach starker Jonnek Flanke übers Tor setzte. Zwei ungenutzte Riesenmöglichkeiten, die sich fast gerächt hätten, denn die Platzbesitzer konterten direkt und hatten nach einem Kopfball Pech, dass der Ball von der Querstange ins Aus sprang. Ein Moment, in dem das Spiel hätte kippen können, doch die Wermsdorfer waren umgehend wieder auf dem Posten.

Die an diesem Tag offensichtlich unüberwindbare Abwehr um einen auf der Rechtsverteidigerposition überragend agierenden Philipp Springer, legte den Grundstein für die folgenden Aktionen. Die 58. Spielminute, öffnender Ball von Denny Beckedahl, der den startenden Böttger fand, der enteilte der Beilroder Hintermannschaft und schloss flach und unhaltbar ab. Damit stellte der beste blau-weiße Torjäger die Uhren auf 0:2 und somit in Richtung Auswärtssieg. Zudem schraubte er sein persönliches Torekonto auf nunmehr zehn Treffer.

Neuzugang Jülich bekommt seine Chance

Die Heimmannschaft versuchte noch einmal nach vorn gefährlich zu werden, wurde dabei aber immer wieder von der glänzend aufgelegten Hintermannschaft der Gäste gestoppt. Vorn wirbelten Böttger und Co. die gegnerischen Abwehrreihen weiter durcheinander. Nach 71 Minuten die Entscheidung: Ballgewinn Keller, direkt zu Böttger, der steckte weiter durch auf Arendt. Den blau-weißen Pfeil kriegte keiner mehr zu fassen – er netzte per Lupfer ein und drehte zum Jubeln ab. Deckel drauf auf einen überzeugenden Auftritt.

Das gab Trainer Kupfer die Möglichkeit, Jakob Jülich, den Neuzugang aus Strehla, zu bringen. Dieser fügte sich gleich gut ein. Die Platzbesitzer arbeiteten ihrerseits noch einmal am Anschlusstreffer, was auf der anderen Seite Räume gab. Tom Köppes Treffer wurde nach Abseitsstellung von Meik Eckert, der 14 Minuten vor Schluss eingewechselt wurde, aber zurecht nicht anerkannt. Köppe auch in der nächsten Situation im Fokus, verpasste allerdings das rechtzeitige Abspiel vorm Tor und scheiterte bei seinem Schussversuch. Danach war Schluss.

Nach einer über 90 Zeigerumdrehungen überzeugenden Leistung kletterten die Blau-Weißen in die Top 5. Mann des Spiels war Böttger mit zwei Treffern und einer Torvorlage. Rechtsverteidiger Springer machte zudem sein bestes Spiel im Wermdorfer Trikot.

Wermsdorf: Schönitz, Beckedahl, Staude, Jonnek (Jülich), Freiberg, Springer, Münch, S. Körner, Keller (Eckert), Böttger, Arendt (Köppe).

Justus Keller

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