08. November 2018 / 13:49 Uhr

Wermsdorfer Fußballer übernehmen Bauhof-Bus

Wermsdorfer Fußballer übernehmen Bauhof-Bus

Jana Brechlin
Die Wermsdorfer Fußballer bekommen für ihre Auswärtsfahrten einen Bus. 
Die Wermsdorfer Fußballer bekommen für ihre Auswärtsfahrten einen Bus.  © Ronny Belitz / www.ronnybelitz.de
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Für ihre Fahrten zu Trainings- und Auswärtsspielen übernehmen die Wermsdorfer Fußballer einen Bus vom Bauhof der Kommune. Die Gemeinderäte stimmten der Übertragung zu.

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Wermsdorf. Sie sind Wochenende für Wochenende zu Spielen unterwegs, und auch für den Trainingsbetrieb fallen Fahrten an. Dafür bekommen die Fußballer vom FSV Blau-Weiß Wermsdorf jetzt ganz praktische Unterstützung: Der Gemeinderat hat auf seiner jüngsten Sitzung entschieden, ein altes Bauhoffahrzeug an den Verein zu übertragen.

Gemeinde benötigt Fahrzeug nicht mehr

Damit waren die Räte dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, den 2003 angeschafften Fiat-Bus den Kickern zu überlassen. Ursprünglich sei dieser angeschafft worden, um die Mitarbeiter in ABM-Projekten oder Ein-Euro-Jobber zu ihren Einsatzorten zu fahren, erklärte Bürgermeister Matthias Müller (CDU). Da es dafür kaum noch Personal gebe, werde das Fahrzeug nicht mehr gebraucht und könne veräußert werden. Der Restwert des Busses wurde mit einem Euro beziffert, die laufenden Kosten, zum Beispiel für Steuern oder die Versicherung, schlagen mit 700 Euro jährlich zu Buche – Geld, dass bei einer Übertragung im Haushalt der Gemeinde eingespart werden kann. Diese Variante ist zulässig, wenn ein öffentliches Interesse besteht, was bei der Förderung der Kinder- und Jugendarbeit in einem Sportverein gegeben ist. Das Angebot sei größeren Vereinen im Gemeindegebiet unterbreitet worden, daraufhin habe der FSV Blau-Weiß als einziger Interesse bekundet, so Müller.

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Vereinsförderung für 2018 noch nicht beschlossen

Die Ratsmitglieder stimmten einhellig dafür. Harald Werner (Wählervereinigung Luppa, Calbitz, Malkwitz) regte allerdings an, dies bei der Unterstützung anderer Vereine zu berücksichtigen: „Wir müssen aufpassen, dass keiner neidisch wird.“ Diese Befürchtung teilten auch andere. „Das könnte Befindlichkeiten geben“, vermutete etwa Lars Hoschkara (CDU). Und Ursula Fritzsche (SPD) merkte an, dass für 2018 noch keine Vereinsförderung beschlossen wurde. Jedes Jahr können Wermsdorfer Vereine finanzielle Unterstützung bei der Kommune beantragen, dazu veröffentlicht die Verwaltung jeweils einen Aufruf für die Ehrenamtlichen. „Es stimmt, damit sind wir dieses Mal spät dran“, räumte Matthias Müller ein, „das ist verbesserungswürdig.“

Gemeinderat René Naujoks (CDU), der Vorsitzender des Fußballvereines in Wermsdorf ist, versicherte, die Unterstützung der Kicker komme zahlreichen Kindern und Jugendlichen im Gemeindegebiet zugute, die in den verschiedenen Teams des FSV Blau-Weiß spielen.

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