War am Wochenende schon mittendrin in der Jubeltraube: Aaron Seydel (hinten, Mitte) War am Wochenende schon mittendrin in der Jubeltraube: Aaron Seydel (hinten, Mitte) © Paar
War am Wochenende schon mittendrin in der Jubeltraube: Aaron Seydel (hinten, Mitte)

Wie tickt Aaron Seydel, der neue "Funkturm" bei Holstein Kiel?

Der 21-Jährige ist sich sicher: "Am Kochen wird's in Kiel nicht scheitern"

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Einen Titel hat Aaron Seydel, Neuzugang des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel, an der Förde bereits sicher: Der 21-Jährige ist der Hüne unter den Störchen. Mit seinen 1,99 Metern überragt der Mittelstürmer, der auf Leihbasis vom Erstligisten Mainz 05 zu den Kielern gestoßen ist, den Mittelfeld-Routinier Dominic Peitz sogar noch um drei Zentimeter. Um auch sportlich „Mr. Big“ zu werden, muss sich Seydel indes – ungeachtet seines ausgeprägten Talentes – noch etwas gedulden.

​"Ich freue mich riesig darauf, selbst auf dem Rasen dabei zu sein." - Aaron Seydel

Für den neuen Storch nach eigener Aussage kein Problem: „Geduld? Die ist im Profigeschäft einfach notwendig. Sonst kommt man nicht an sein Ziel.“ Der aus emotionaler Sicht fast logische Zusatz folgt sofort: „Auch wenn das manchmal super schwer fällt.“ Wie am vergangenen Sonnabend, als die KSV den Traditionsverein 1.FC Kaiserslautern vor 10318 Zuschauern empfing, Seydel aber noch nicht zum 18-köpfigen Spieltagskader zählte. Dafür aber schon mittendrin in der finalen Jubeltraube den Last-Minute-Sieg feierte. „Das hat schon richtig Spaß gemacht. Ich freue mich riesig darauf, selbst auf dem Rasen dabei zu sein.“

Das Level, auf dem er im letzten Drittel des vergangenen Jahres für Furore sorgte, will Seydel, der trotz seiner lichten Körperhöhe nie ernsthaftes Interesse am Einstieg zum Basketball oder Handball hatte, wieder erreichen.
24.November 2016: Erster Einsatz in der Europa League für Mainz 05 bei AS St. Etienne.
27.November 2016: Bundesliga-Premiere mit 05 in Berlin – das erste Seydel-Tor in Liga eins beim 1:2 gegen Hertha inklusive.
21. Dezember 2016: Unterschrift unter einen bis zum 30. Juni 2021 (!) datierten Vertrag.
Allein die Laufzeit des Engagements belegt die Wertschätzung, die der Angreifer in seinem Stammklub, dem er seit 2005 angehört, genießt.

Die Rückkehr auf die große Mainzer Fußball-Bühne im Kopf, die Realität in Kiel vor Augen. „Ich möchte mir hier so viele Spielanteile wie möglich erarbeiten. Und der Mannschaft so optimal wie möglich helfen“, lautet das professionell klingende Credo Seydels. Die Spielidee seines bisherigen Trainers Sandro Schwarz ähnele der Kieler in großen Teilen. Deshalb, so vermutet Seydel, werde die Umstellung nicht allzu große Probleme bereiten.

Die Reizung der Oberschenkelmuskulatur, die ihn in seinem Tatendrang in den ersten Tagen im Nest der Störche noch eingeschränkt hatte, sei fast abgeklungen. Ein gutes Signal, denn „bei mir steht die Physis im Vordergrund. Nur, wenn ich zu 100 Prozent fit bin, kann ich meine Qualitäten einbringen“, weiß der Jung-Profi. Und die beschreibt er mit „Spielverständnis, Ballsicherung und der Schusstechnik mit beiden Füßen“. Auch das Kopfballspiel sei „ganz gut, aber am Abschluss muss ich da noch feilen“.

"Nein, am Kochen wird's in Kiel nicht scheitern." - Aaron Seydel

Über Robin Zentner, Mainzer Torwart auf Leihbasis in Kiel in den beiden zurückliegenden Spielzeiten, habe er Informationen über die KSV Holstein eingeholt, erzählt Seydel. Mit dem Defensiv-Allrounder der Störche, David Kinsombi, in der 05-Jugend zusammengespielt. Und im Trikot des Mainzer Bundesliga-Unterbaus hat er gegen einen Großteil seiner neuen Kollegen bei den beiden 0:3-Niederlagen in der vergangenen Drittliga-Serie schon auf dem Feld gestanden. Dennoch hat Seydel Respekt vor dem neuen Leben. Erstmals weg von der vertrauten Welt mit Eltern, seinem jüngeren Bruder und den Freunden. Seydel gibt sich angriffslustig. Selbst die Küchenzeile in seiner Dreizimmer-Wohnung im Kieler Zentrum bereitet dem „Riesen“ keine Kopfschmerzen. „Autonomie auch in diesem Bereich ist mir sehr wichtig“, sagt der Abiturient: „Nein, am Kochen wird’s in Kiel nicht scheitern.“

Region/Kiel Holstein Kiel (Herren) Fussball 2. Bundesliga Aaron Seydel (1.FSV Mainz 05)

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