10. August 2018 / 16:41 Uhr

Wie viel Euphorie ist noch da, TSG Wörpedorf-Grasberg?

Wie viel Euphorie ist noch da, TSG Wörpedorf-Grasberg?

Christian Thiemann
Fehlt bis auf unbestimmte Zeit: Timon Schnackenberg.
Fehlt bis auf unbestimmte Zeit: Timon Schnackenberg. © Christian Kosak
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Bezirksliga-Aufsteiger will keine Eintagsfliege sein, sondern die Klasse halten

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Es wurde der Aufstieg im zweiten Anlauf. Nachdem die TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf im Vorjahr in der Relegation noch gescheitert war, machte die Elf von Marco Miesner in der vergangenen Kreisliga-Saison den direkten Aufstieg in die Bezirksliga Lüneburg 3 klar. Viel von der Aufstiegseuphorie scheint bei Meistermacher Miesner aber nicht geblieben zu sein.

Zu ernüchternd war die Vorbereitung auf die am heutigen Freitagabend beginnende Spielzeit. Viele verletzte oder urlaubende Spieler machten es dem Übungsleiter schwer, einen geregelten Trainingsbetrieb aufrecht zu erhalten. „Wenn wir zwölf oder 13 waren, dann war das schon viel“, meint Miesner, der laut eigener Aussage noch nie so eine schlechte Vorbereitung erlebt hat: „Als Aufsteiger musst du ja eigentlich mehr machen als die anderen. Das war leider nicht möglich.“

Im Bezirkspokal gegen den SV Lilienthal-Falkenberg bekam seine Mannschaft dann auch schon mal einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie die Saison werden könnte. Mit 0:5 unterlag der Kreisliga-Meister, der am Freitagabend im Heimspiel gegen den TuS Bothel (Anpfiff 19.30 Uhr) von null auf hundert liefern muss. „Für uns geht es von der ersten Sekunde an nur um den Klassenerhalt“, gibt Miesner unmissverständlich das klare Ziel vor. Den kommenden Gegner Bothel sieht er im Tabellenmittelfeld angesiedelt: „Das wird schon ein kleiner Maßstab werden.“

Eine Forderung vom Verein, die Klasse halten zu müssen, gibt es indes nicht. Bei der TSG sind sie sich im Klaren darüber, dass auch ein Abstieg kein Beinbruch wäre, wie Miesner verrät: „Es gibt von keiner Seite aus Druck. Auch ich werde keinen ausüben. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass wir für die eine oder andere Überraschung sorgen werden.“ Einer, der mit seiner Erfahrung dabei helfen soll, istAlexander Fahrenholz. Der ehemalige Oberliga-Akteur des TSV Ottersberg hatte zuletzt verletzungsbedingt länger pausiert und will es nach einer

Schulter-Operation noch mal so richtig wissen. Alik Goldschmitt, Neuzugang vom TSV Sankt Jürgen, hatte seinen Freund und ehemaligen Trainerkollegen (SC Borgfeld U15) dazu überredet, bei der TSG anzuheuern. „Ein wenig Zeit braucht er noch, um fit zu werden“, sagt Miesner, freut sich aber darüber, wie gut die neuen Spieler vom gesamten Team aufgenommen wurden: „Man merkt, dass alle Lust auf die neue Saison haben.“

Besonders der Ausfall von Timon Schnackenberg bereitet dem Coach jedoch auch weiterhin Bauchschmerzen. Der Kapitän und Erfolgsgarant der vergangenen Jahre fehlt bis auf unbestimmte Zeit aufgrund einer Fußverletzung. Marcel Vintiss kann zudem wegen eines Armbruchs derzeit nur joggen. Marco Miesner fiebert dem Start aber auch so entgegen: „Ich hoffe, die Aufstiegseuphorie ist noch bei einigen da. Es wird auf jeden Fall ein großes Abenteuer.“

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