13. Oktober 2016 / 14:34 Uhr

Wiese vor WWE-Debüt: "Ich bin der Böse! Das war ich schon beim Fußball"

Wiese vor WWE-Debüt: "Ich bin der Böse! Das war ich schon beim Fußball"

Redaktion Sportbuzzer
Twitter-Profil
Am 3. November steigt Tim Wiese erstmals in den Ring.
Am 3. November steigt Tim Wiese erstmals in den Ring. © dpa/Affonso Gavinha
Anzeige

Am 3. November gibt der frühere Fußball-Nationaltorhüter Tim Wiese sein WWE-Debüt als Wrestler. Im SID-Interview blickt er voraus.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Seinen offiziellen Kampfnamen kennt Tim Wiese noch nicht. "Und ob ich am Ende mit einem rosa Höschen rumlaufen muss, weiß ich noch nicht." Doch welche Rolle er als Wrestler spielen soll, ist dem 34-Jährigen schon klar. "Ich denke mal, ich bin der Böse", sagte Wiese im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

In die Rolle werde er zwar "so ein bisschen reingedrängt", meinte der frühere Nationaltorhüter vor seinem WWE-Debüt am 3. November in München: "Aber es ist okay. Ich kann mich damit anfreunden. Schon beim Fußball war ich für die gegnerischen Fans der böse Mensch, den alle im Stadion beschimpft haben. Damit komme ich klar. Die können mich ruhig alle hassen."

In jedem Fall wird er polarisieren. "Klar. Es wird Leute geben, die mich anfeuern. Und es wird Leute geben, die hoffen, dass ich auf die Fresse bekomme", sagte Wiese und versprach "eine großartige Show. Wir werden ein Feuerwerk abbrennen." Und er kündigte an: "Ich werde den anderen weh tun, nicht sie mir. Es kann kommen, wer will: Ich bin nicht zu schlagen!"

"Immer volle Kanne voraus"

Man merkt: Tim Wiese fühlt sich wohl, ja er geht richtig auf in der Rolle des Bad Boy. Sie hat er schon in seiner Karriere als Fußballer gerne gespielt. Nun darf er es offiziell tun. Im Fußball von heute gebe es "nur noch die lieben Jungs", sagte er: "Ich war schon damals nicht so. Deshalb bin öfter angeeckt. Aber im Wrestling kann ich mich geben, wie ich bin. Immer volle Kanne voraus."

Als Fußballer undiplomatisch gewesen zu sein, bereut er nicht. Auch wenn es ihn vielleicht Länderspiele gekostet hat. "Ach, das juckt mich nicht", beteuerte er: "Ob ich sechs oder sieben Länderspiele hab oder 50, es ist halt so." Auch dass er sein vorzeitiges und unfreiwilliges Karriere-Ende bei 1899 Hoffenheim so lapidar kommentierte ("Elf Spiele und drei Jahre bezahlter Urlaub. Das ist wie ein Lotto-Jackpot") brachte ihm Kritik ein.

"Aber das war doch einfach nur die Wahrheit", sagte er: "Was sollte ich denn erzählen? Und hätte ich den Vertrag auflösen und auf das Geld verzichten sollen? Wer hätte das denn gemacht? Ich bin mit mir im Reinen."

"Die Amis sind Drill Instructor"

Zumal er heute wieder hart arbeitet für sein Geld. Richtig hart. Das viel zitierte Kilo Bisonfleisch zum Frühstück isst er aktuell nicht, doch im Ring schuftet der inzwischen 120 Kilo schwere und wie immer tiefgebräunte Wiese.

Mehr als eine Stunde wirft er sich pro Einheit in die Seile und lässt sich mehrfach mit einem lauten Knall auf den Boden werfen. Wiese war schon immer hart zu sich und den anderen, doch ein Training wie bei den Tryouts in Orlando hat er noch nicht erlebt. "Die Amis sind Drill Instructor, die wollen sehen, ob Du beißen kannst", sagte er: "Und das ist genau mein Ding."

SID

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus National
Sport aus aller Welt